Montag, 14. Juni 2010

Demo-Fotos 9. Juni 2010

Nach einer tollen Demonstration liefern wir hier nun einige Fotos nach. Wer selbst noch welche gemacht hat und sie uns zur Verfügung stellen möchte, kann uns einfach kontaktieren. Wir freuen uns über alle Einsendungen!

Bildungsdemo am 9. Juni 2010

7 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Video online :-)

http://www.youtube.com/watch?v=_kRJl4LGvT8&feature=youtube_gdata

Anonym hat gesagt…

Hier ein interessantes Interview mit Cem Özdemir (Bundesvorsitzender der Grünen)über das Bildungssystem und das Scheitern des dritten Bildungsgipfels.

http://www.gruene.de/einzelansicht/artikel/bildungsrepublik-bleibt-blockiert.html

Sehr schade, dass sich wieder einmal durch ein Gipfeltreffen nichts verändert.

Anonym hat gesagt…

Die Parteizentrale der Kölner SPD ist besetzt. Seit dem Vormittag halten sich dort Schüler und Studierende auf. Sie fordern die unmittelbare Abschaffung der Studiengebühren und des dreigliedrigen Schulsystems.

„Eine Schule für alle“ und „Studiengebühren abschaffen“ – das fordern die Schüler und Studenten, die seit Montagmorgen um 11 Uhr die Kölner SPD-Zentrale besetzt halten. Sie verlangen von den Landtagsfraktionen von SPD, Grünen und Linken, noch vor der Regierungsbildung einen Antrag auf Abschaffung der Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen einzubringen.

Zwischen 15 und 30 Studenten im Versammlungsraum
Die SPD kooperiert mit den Studenten – allerdings nur in begrenztem Rahmen. „Wir haben den Studenten die Möglichkeit gegeben, hier eine Pressekonferenz abzuhalten und warten jetzt ab, wie die Studenten weiter vorgehen“, sagte Partei-Geschäftsführer Frank Mederlet. Er wies allerdings auch darauf hin, dass die Kölner SPD kaum Möglichkeiten hat, die Forderungen der Studenten umzusetzen: „Wir werden den Landtagsfraktionen keine Ratschläge erteilen.“ Mit dem Vorsitzenden der Kölner SPD Jochen Ott war allerdings auch schon vor Ort ein Abgeordneter des neuen Landtags vor Ort, um sich die Forderungen der Studenten anzuhören.

Nach Angaben von Ralf Lüth, Sprecher der Streikaktivisten, befinden sich noch 30 Schüler und Studenten im Versammlungsraum der Parteizentrale. Die SPD spricht von 15 bis 20 Personen. Zurzeit beraten sie im Plenum, wie die Besetzung weiter gehen soll. Die zwischenzeitlich informierte Polizei war vor Ort, rückte aber ohne einzugreifen wieder ab – SPD-Vertreter hatte die Studenten als „Gäste“ in der Parteizentrale akzeptiert.

Quelle:
http://www.derwesten.de/nachrichten/Studenten-besetzen-Koelner-SPD-Zentrale-id3109490.html

Anonym hat gesagt…

Mit einer Vorlesung unter freiem Himmel haben Studenten der TU Bergakademie am Dienstag in der Öffentlichkeit demonstriert, wie sich die von der Landesregierung geplanten Kürzungen auf die sächsischen Hochschulen auswirken könnten.

Ihre mahnende Vision: Wenn im Bildungsbereich keine ausreichenden Mittel zur Verfügung gestellt werden, fallen Professorenstellen und dringende Bauprojekte dem Rotstift zum Opfer. Lehrveranstaltungen können nicht stattfinden oder müssen mangels Hörsaalgebäuden auf die Straße verlegt werden.

Auf dem Freiberger Obermarkt versammelten sich aus diesem Anlass am Mittag mehr als 70 Studenten. Michael Moschke, der Sprecher der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften, redete in seinem Einführungsvortrag von einer "katastrophalen Situation", auf welche die Landesregierung mit ihrem Sparkurs zusteuere.

Nach Informationen des Aktionsbündnisses "Bildung ist mehr wert" sollen 1,7 Milliarden Euro im Doppelhaushalt 2011/12 eingespart werden. Die Konsequenzen für die Hochschulen diskutieren die Regierungsmitglieder seit Sonntag. Fest steht, dass auch im Bereich Bildung der Gürtel enger geschnallt wird. 1300 Stellen und zehn Prozent der Mittel sollen wegfallen, so die Initiative.

"Sparen ja, aber nicht ohne Sinn und Verstand", kritisierte Moschke. "Gerade hochwertige Bildung ist für die Zukunft von großer Bedeutung und zählte bisher zu Sachsens Stärken." Besser sei, die Prioritäten neu zu setzen und weniger in den Straßenbau zu investieren oder Unternehmen nicht mehr zu subventionieren. Vermieden werden müssten aber vor allem drastische Maßnahmen. "Wenn allmählich gekürzt wird, können sich die betroffenen Einrichtungen besser an die Durststrecke anpassen."

Quelle:
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/MITTELSACHSEN/FREIBERG/7395833.php

Anonym hat gesagt…

Schülerinnen und Schüler des städtischen Hermann-Kesten-Kollegs (HKK) besetzen seit heute morgen das Schulgebäude in der Fürther Str. 212, in Nürnberg. Ihre Forderungen sind die Rücknahme des G8, die Abschaffung der Studiengebühren und des dreigliedrigen Schulsystems.(...)

Quelle:
http://de.indymedia.org/2010/06/283995.shtml

Anonym hat gesagt…

Leitlinien fuer die Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses
http://www.physik.uni-augsburg.de/~zirkelfr/download/CCF23062010_00004.pdf

Anonym hat gesagt…

Zur aktuellen Studie:

(...)

Soziale Ungleichheit im Süden am stärksten

Uneingeschränkten Grund zu Champagnerstimmung haben die Spitzenreiter Bayern und Baden-Württemberg indes nicht. In beiden Ländern ist das soziale Bildungsgefälle der Studie zufolge besonders ausgeprägt. Akademikerkinder haben rund 6,5-mal so gute Chancen wie Facharbeiterkinder, auf dem Gymnasium zu landen. Den besten Wert erzielt Berlin (1,7), wo Kinder seit Jahrzehnten länger gemeinsam lernen und später sortiert werden - die Grundschule endet erst nach der sechsten Klasse.

Auf die "Probleme im Förderbereich" der Schüler aus bildungsfernen Schichten weist auch Studienautor Köller hin. Zuvor hatte bereits Deutschlands einflussreichster Bildungsforscher Jürgen Baumert, der die erste Pisa-Studie verantwortete, im SPIEGEL-Interview gesagt: "Unser großes Problem besteht darin, dass etwa 20 Prozent eines Jahrgangs das Mindestziel verfehlen: Sie verlassen die Schule ohne eine Basisausstattung für einen zukunftsfähigen Beruf."

Wie nach jeder großen Bildungsstudie, bei der eine Rangliste entsteht, interpretierten viele Beteiligte die Ergebnisse so, wie es in ihr politisches Konzept passt. So machte Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) die Länder für die extremen Unterschiede im Bildungsniveau an deutschen Schulen verantwortlich. "Natürlich fragen sich Eltern in Brandenburg oder Bremen, warum die Schulen in ihren Ländern weniger leistungsfähig sind, denn ihre Kinder sind bestimmt nicht dümmer als die in anderen Teilen der Republik", sagte Schavan, einst baden-württembergische Kultusministerin, der "Rheinischen Post". Die Testsieger investierten kontinuierlich in Unterrichtsqualität und Lehrerausbildung. Andere Länder, so Schavans Vorwurf, führten "stattdessen Strukturdebatten, die zwar mehr Unruhe, nicht aber mehr Qualität ins Schulsystem bringen".

Die Opposition kritisierte den Zusammenhang von Bildungserfolg und sozialer Herkunft. SPD-Bildungsexperte Ernst Dieter Rossmann betonte, "das größte Problem des deutschen Bildungssystems ist und bleibt die soziale Selektivität". Zu vielen jungen Menschen werde ihr Recht auf Bildung vorenthalten. Zugleich würden damit dringend benötigte Potentiale für den Fachkräftenachwuchs verschenkt. (...)


Quelle: http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,702367,00.html

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