Samstag, 13. Februar 2010

Zusammenfassung der Ereignisse vom Freitag

Das Senatsgebäude der Universität Augsburg wurde am 12. Februar für circa sechs Stunden als Reaktion auf den Besuch des Kanzlers im Plenum von Protestierenden besetzt. Der Protest richtete sich gegen die unzureichenden aber vorher zugesicherten Ergebnisse der Unileitung und die ausweichenden Antworten des Kanzlers. Um keinen KommilitonInnen zu schaden und die Prüfungen im Hörssal I nicht zu stören, entschied sich das Plenum ausschließlich über Nacht den Hörsaal als Arbeitsplatz zu besetzen. Am nächsten Morgen forderten die Studierenden Einlass in den Senatssaal, um von dort aus Verhandlungen über eine konkretere Stellungnahme zu führen. Die Gespräche mit dem Kanzler führten abermals zu keinem Ergebnis. Als neuer Verhandlungspartner wurde Vizepräsident Alois Loidl gewählt, welcher auch kurz darauf am Ort des Geschehens eintraf.

Der Vizepräsident gewährte den Studenten Zutritt zum Senatssaal und versicherte, dass ihnen keine Repressionen drohten wenn der Saal bis 13 Uhr wieder geräumt würde. Unter Beteiligung des Kanzlers, Vizepräsidenten Loidl, weiterer Mitarbeiter der Universitätselitung und der mittlerweile erschienen Presse wurden daraufhin die Geschehnisse des vergangenen Tages und die Position der Unileitung diskutiert. Das Gesprächsangebot des Vizepräsidenten und seine vermittelnden Stellungnahmen führten zu einer Entspannung der Situation.


Gemeinsam wurde über die Probleme und Zukunft der Universität Augsburg diskutiert. Loidl versprach bis zum 12ten April eine erneute Stellungnahme und sicherte außerdem die Möglichkeit zur direkten Nachfrage zu. Weitere Themen, waren der Ausschluss von Besetzern von einer Veranstaltung des ZWW (Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer) sowie die Kommunikationsprobleme zwischen der Unileitung und den Studierenden in den letzten Wochen. Nach zwei Stunden konstruktiven und angenehmen Gesprächs wurde der Senatssaal friedlich und aus eigenen Stücken geräumt.



Die Bilder wurden uns freundlicherweise von Forum Solidarisches und Friedliches Augsburg zur Verfügung gestellt.

4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Am Donnerstag wurde in Nürnberg das Dürer-Gymnasium besetzt. Die drei Streikführer der Aktion, welche noch am Donnerstag Abend polizeilich beendet wurde, sollen nun vor einen Disziplinarausschuss gestellt werden, ein weiterer Schritt der Repression gegen friedlichen demokratischen Protest. Sollte der Schulausschluss durchgesetzt werden, drohen Solidaritätsaktion an anderen Schulen.

Mehr Infos: http://de.indymedia.org/2010/02/273093.shtmlen

Anonym hat gesagt…

Polizei räumt besetzten Hörsaal in Berliner FU

Die Polizei hat am frühen Sonntagmorgen einen seit November von Studierenden besetzten Hörsaal in der Freien Universität (FU) Berlin geräumt. Das bestätigte ein Polizeisprecher am Sonntag. 40 Beamte hätten am Sonntagmorgen gegen 6.00 Uhr das Hausrecht der FU durchgesetzt und zehn Menschen aus dem Hörsaal hinausbegleitet. Einige Besetzer hätten hinausgetragen werden müssen. Alle zehn wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen. Die Studierenden hatten den großen Hörsaal 1A im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks im November 2009 besetzt und darin seitdem zahlreiche Kultur- und Diskussionsveranstaltungen organisiert. Die in Gewahrsam genommen sind wieder frei.

Anonym hat gesagt…

Weitere Artikel der Schulbesetzung in Nürnberg:

http://www.fuerther-nachrichten.de/artikel.asp?art=1171263&kat=10

http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1171263&kat=10

... hat gesagt…
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