Samstag, 13. Februar 2010

Kanzler im Plenum

17 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Artikel zu den Schüler-Q11-Demos in dere TAZ:
http://www.taz.de/1/zukunft/bildung/artikel/1/scheiss-g8-wir-lernen-die-ganze-nacht/

Anonym hat gesagt…

Hä? Bin isch da Kanzla oda wat wollen sie von mir?!

Anonym hat gesagt…

nur mal so eine Frage: Habt ihr die zur Veröffentlichung dieser Aufzeichnung benötigte Zustimmung des Kanzlers vorliegen?

Anonym hat gesagt…

Das Verhalten der Studierenden ist einfach nur peinlich. So verliert die Bewegung den letzten Rest Glaubwürdigkeit und Rückendeckung der Studierendenschaft. Wenn man den Kanzler so herzlich lachen sieht, dann wird klar, dass euch niemand mehr ernst nimmt... Lasst es bleiben, die Chance ist vertan!

Anonym hat gesagt…

Da lacht er noch der Kanzler (der im Übrigen eh nicht viel zu sagen hat), später fiel ihm das Gesicht runter, als klar wurde, dass wieder besetzt wird. So hatte jeder an diesem Abend seine Chance die ihm eigene Taktik auszuspielen.

Anonym hat gesagt…

Ogott, das rumgeeiere ging echt viel zu lange, gut dass das am Ende abgebrochen wurde. Er könnte bei einem Wettbewerb mitmachen: Wie schaffe ich es möglichst viel zu sagen - ohne wirklich etwas auszusagen.

Anonym hat gesagt…

Aus der Distanz würde ich sagen: Blöde Art fragen zu stellen, sorry Leute/Frager. Jetzt verstehe ich irgendwie warum es bei uns an der Uni mit dem Kanzler eskalierte.

Anonym hat gesagt…

Es ist schon vorher eskaliert und dieses Video zeigt nur einen kleinen Teil. Der Kanzler weicht immer wieder aus und versucht einem das Wort im Mund umzudrehen. Das hat er am nächsten Tag dann fortgesetzt. Ich war froh als dann Loidl kam, denn die Situation war unzumutbar für uns alle.

Anonym hat gesagt…

Traurig eigentlich, das Ganze.
Man hätte das Ganze auch menschlich, demokratisch und mit Raison lösen können, aber aufgrund der (inzwischen?) mangelnden Fähigkeit zuzuhören, entschließen sich die Protestierenden also, im Alleingang, den Ruf der Bewegung zu zerschlagen.

Jungs und Mädels:
Wir müssen alle anfangen, erwachsen zu werden.

Also bei 0.
Das Plenum der Protestierenden hat meiner Meinung nach keine Glaubwürdigkeit mehr.
Inzwischen werden dort Entscheidungen ausschließlich nach Gusto und Ränkeschmieden geschlossen, Freundschaften stehen weit über dem Inhalt.

Es wäre schön, wenn wir die ganze Sache komplett aussetzen würden, denn das Plenum hat an und für sich keinen Sinn mehr.

Die Drohung 'zu besetzen' ist das Einzige, wofür das Plenum steht, momentan.

Da lacht sich die Unileitung (die sowieso alle Augen zudrückt bei dem Schmarrn, den die Protestierenden so verbrechen... Ich frage mich, wie lange noch) und die Studentenschaft der Universität Augsburg einfach ins Fäustchen.

Wir sind alle unserer Pflicht seit langer Zeit nicht mehr nachgekommen.

Nach einer langen konstruktiven Phase kam nur noch eine Phase, wo jeder 'irgendwas' (wenn überhaupt) gemacht hat und jeder sich nach weniger als 30 Minuten Diskussion so und so eine Party gegeben hat.

Kurzum:
Wir müssen wieder seriös werden.
Wirklich mit Herzblut und Engagement da rangehen.

Wir müssen die Probleme ANGEHEN und nicht ABGEBEN.
Noch immer herrscht eine Wir-Ihr-Mentalität vor, was beweist, dass wir versagt haben.

Der verbleibende 'Rest der Bewegung' sollte sich in den Winterschlaf begeben.

Wir brauchen inzwischen keine Plena mehr.

Wir sind eigentlich schon über diese Phase hinweggekommen.

Jetzt liegt es am Einzelnen.

Und wenn die Lage wirklich einmal eskalieren sollte, kann gerne wieder besetzt werden.
Ehrlich besetzt, und nicht nur zur Show, so wie letzten Donnerstag.

Das wäre der letzte Rest Integrität, der das Ganze retten könnte.

Anonym hat gesagt…

Das Ganze ist gut gegangen, es wurde hoch gepokert, aber wir haben Verhandlungsgeschick bewiesen, meines Erachtens nach also keine Spur von Show.

Wir haben in den Fakultätsvollversammlungen und auch bei der des Asta gezeigt, dass wir sinnvoll argumentieren können. Die Diskussion am Donnerstag ist, bis auf einige Schnitzer, in Ordnung gewesen und hat zu einer konstruktiven Aktion geführt, bei der bewiesen wurde, dass man nicht einfach Abmachungen übergeht.

Wir bekommen zur Zeit Solidaritätsbekundungen und Anfragen aus einigen anderen Universitäten, auch wegen der Aktion am Freitag.

Ganz bestimmt war das keine Prestigeaktion, denn hier haben wieder einige Leute Zeit Energie und Kraft hineingesteckt und es hat sich gezeigt, dass diese nicht vergebens war. Vor allem das ist aus dem Herzen passiert.

Klar haben sich in all der Protestzeit Leute kennengelernt und man hat sich ausgetauscht und einschätzen gelernt. Das Plenum muss es allerdings weitergeben, allein schon wegen einigen organisationstechnischen Sachen, als Rückzugspunkt, Reflektionsmöglichkeit und Möglichkit aus neuen Inhalten neue Dinge zu erschaffen.

Kristallisationen von Gruppen werden wir nie verhindern können, jedoch haben wir auch einigen Respekt erlangt, nicht nur bei den Studierenden.

Anonym hat gesagt…

Traurig, sehr traurig ... aber leider doch wahr...

Bemerken manche Menschen einfach nicht, was sie von sich geben...
Wenn man das Viedeo ansieht bekommt man den Eindruck, dass viele einfach das Maul aufreißen, bevor sie darüber nachgedacht haben, was sie sagen wollen. - Falls diese Personen das jemals tun -

Es ist unmöglich, wie sich manche Leute benehmen.

Das eine ist es, Forderungen zu stellen - die zum Teil gerechtfertig sein mögen. Das andere ist es, an der REALITÄT vorbei zu leben.

Ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass zum Beilspiel die Studiengebühren je wieder komplett abgeschaft werden. Da hätte man vor ein paar Jahren, VOR der Einführung der Studiengebühren dagegen protestieren müssen.

Und das stellen von Forderungen ist das eine - das andere ist: einmal konkrete Vorschläge zur Umsetzung machen.

Es glaubt doch niemand im Ernst, dass man aus der Verantwortung ist, sobald einmal Forderungen gestellt werden.

Nur weil ich zum Autohändler gehe und sage, dass ich ein neues Auto will bekomme ich noch lange keines...

Kommt mal zurück auf den Boden der Tatsachen und schaut mal über den Tellerrand der Universitätswelt hinaus.
Vielleicht seht ihr dann mehr von der Realität...

Anonym hat gesagt…

1) Es gabs bereits Proteste gegen Studiengebühren, als diese noch nicht erhoben wurden
2) Das Saarland hat vor kurzem die Studiengebühren wieder abgeschafft.

AG Presse hat gesagt…

An meinen Vorredner:
Eine Richtigstellung:

1.Dem Videoausschnitt gingen ungefähr zwei Stunden anstrengende, sachliche Diskussion voraus, die hier leider nur schwer wiederzugeben sind. Außer dem Bericht aus der erweiterten Unileitung, dass der Beschluss gegen die Senkung der Studiengebühren gefällt wurde, war dem Kanzler nichts aussagekräftiges zu entlocken.
Entsprechend provozierend wurden dann die Fragen.
Verständlich ist daher, dass der Ausschnitt einen verzerrten Eindruck des Geschehens vermitteln kann.

2. Auch VOR der Einführung der Studiengebühren wurde protestiert. Es ist die Verantwortung ALLER, dass es damals anscheinend zu wenig war.
Außerdem wurden in Österreich die Studiengebühren nach sieben Jahren der Erhebung großteils wieder abgeschafft. In Hessen nach zwei Semestern.
Es besteht also zumindest die Chance, das selbe für Bayern zu erreichen.

3.Zur konkreten Umsetzung der Forderungen haben die Protestierenden erwirkt, dass Vollversammlungne einberufen wurden und daraus für Probleme jeweils Arbeitsgruppen gegründet wurden.
Die BesetzerInnen sind dort stark vertreten.
Außerdem sind fast alle Hörsaalbesetzer entweder im Konvent, als Sturas oder zumindest in den Fachschaften tätig. Also befasst mit der konkreten Umsetzung in der Hochschulpolitik.

An alle:

Danke für eure Kommentare und eure Meinung! Wir reflektieren unser Vorgehen unter anderem auch aufgrund eurer Kommentare immer wieder.

UND WICHTIG!!:
Wenn euch die Sache wichtig ist, dann kommt BITTE in unsere Plena und gebt direkten Input.
Ihr wisst: Nur dadurch könnt ihr die Bewegung direkt beeinflussen!
Wir freuen uns über jeden Input!

Hoffentlich bis bald

Anonym hat gesagt…

Ich schliesse mich den Meinungen der Vorredner an. Ich finde diese Art fragen zu stellen sinnfrei.
Offensichtlich wurde doch versucht hier dem Kanzler etwas in den Mund zu legen. Dass er sich das nicht bieten lässt ist doch nachvollziehbar.

Das Phänomen, das solche Proteste oder Aktionen beim harten Kern stets dazu führen, dass eine gewisse Eigendynamik ensteht sind ja wohl bekannt. Ich denke dieser Punkt ist längst erreicht. Protest um des Protestes Willen? Damit wird der Rückhalt für die Proteste unterspült und aufgegeben. Eine nüchterne und sachliche Betrachtungsebene ist jetzt gefordert.

Auf diese Art kommt niemand weiter, ja man schneidet sich sogar ins eigene Fleisch. Ich finde es schade, dass dieser Video ausschnitt hereingestellt wird, und damit offenbar noch versucht wird zu untermauern, dass der Kanzler unqualifiziert sei. Ja oder Nein....bei derart komplexen Fragestellung. Sinnfrei. Damit disqualifizieren sich die Frager selbst.

Anonym hat gesagt…

Der Kanzler wurde im Laufe des Abends auch viel leichteres gefragt, wenn diejenigen die hier schreiben dagewesen wären, hätten sie es gesehen. Es war nötig, die Unileitung zu einem Gespräch vorzuladen, da das Ultimatum ausglaufen war.

Der Kanzler hat auch am nächsten Tag versucht sich dumm zu stellen beziehungsweise wurde durch ihn versucht RednerInnen das Wort im Mund umzudrehen. Bevor man kritisiert, sollte man lieber da gewesen sein um die Sache wenigstens au eigenem Erleben subjektiv einzuschätzen.

Der Protest war nach den mehr als 2 Stunden Farce, die der Kanzler abgegeben hat richtig und wichtig. Erst ab der Rektoratsbesetzung hat Loidl den Protest Ernst genommen und selbst mit den Leuten geredet, ohne den Kanzler vorzuschicken. Im Endeffekt wurde er von der Universitätsleitung benutzt, aber das nur am Rande.

Im offenen Gespräch wurde durch den Vizepräsident zugegeben, dass die finanziellen Mittel zum Teil so knapp sind, dass es sein kann, dass die Universität Augsburg in neinigen Jahren darum kämpfen muss überhaupt Masterstudienplätze anzubieten. Es ist noch einiges mehr gesagt worden, das man aufbereiten kann und den Kommilitonen und Kommilitoninnen mitteilen kann. Sie haben ein Recht darauf nach dem langen Protest im Hörsaal.

Die Bewegung im Hörsaal hatte schon immer eine gewisse Eigendynamik, das haben soziale Bewegungen nun mal so an sich, dass sie unberechenbar sind und vor allem ohne Hierarchie funktionieren, kann man immer wieder in den Plena beobachten, die basisdemokratisch ablaufen.

Anonym hat gesagt…

Mehr vom Kanzler im Plenum:
http://www.youtube.com/watch?v=ltv8FkKyaxo&feature=related

Anonym hat gesagt…

Und wer Bottke noch nicht kennt, hier ein kleines Video vom Auszug, da hatten wir ja schon leicht angedeutet, dass wir wieder kommen, wenn sich nichts ändert, aber seht selbst:
http://www.youtube.com/watch?v=nOLbHb4jJFc

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