Mittwoch, 25. November 2009

Einladung zum großen Tag der Ringvorlesungen

Am Donnerstag haben wir gleich drei Ringvorlesungen für euch und alle davon sind sehr interessant:

  • 10:00 Prof. Butzer: "Peter Weiss: Ästhetik des Widerstands
  • 13:30 Dr. Jungmann: "Bürgerliche Öffentlichkeit, ihre Erosion und Formen von Gegenöffentlichkeit"
  • 16:00 Denzin Anan "Hochschulpolitik: eine kleine Politikfeldanalyse unter besonderer Beachtung studentischer Proteststrategien"

Wie immer sind alle interessierten herzlich eingeladen, wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen. Wie immer ist der Eintritt frei in unseren besetzten Hörsaal 1.

Flyer zum Download

Wir haben hier ein paar Flyer für euch zum Download und Selberdrucken:

Ergebnisse nach unserer Podiumsdiskussion gestern

Nach einer sehr erfreulichen und produktiven Podiumsdiskussion erfahren wir nun auch schon von den ersten Ergebnissen. Die Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünene werden als Reaktion auf unsere Podiumsdiskussion am Dienstag einen Dringlichkeitsantrag in den bayerischen Landtag einbringen, der hier zitiert wird:

München (25.11.2009/bea). "Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern, endlich Konsequenzen aus den Protesten der Studierenden zu ziehen.  Bildungsstreiks und Hörsaalbesetzungen der Studierenden sind vollkommen gerechtfertigt angesichts der völlig unzureichende Studienfinanzierung, der ungerechten Studiengebühren und der anhaltenden Unterfinanzierung der Hochschulen sowie einer misslungene Bologna-Reform", erklärt die hochschulpolitische Sprecherin Ulrike Gote.  Wir bringen mit einem Dringlichkeitsantrag den Protest in den Landtag ein, unser Fokus dabei liegt auf der Verbesserung der sozialen Verhältnisse der Studentinnen und Studenten.

Die Landtagsgrünen fordern, die Studiengebühren wieder abzuschaffen und die Gebührenfreiheit des Studiums gesetzlich festzuschreiben sowie auf Landesebene ein breites und transparentes Stipendiensystem aufzubauen, das soziale Kriterien berücksichtigt. Wir brauchen außerdem endlich eine deutliche Erhöhungen des Hochschuletats, um eine nachhaltige Hochschulfinanzierung durch das Land sicherzustellen und die über Jahre hinweg angewachsene Unterfinanzierung abzubauen.

Bezüglich Bologna 2.0 wollen die Grünen die Bachelor- und Master-Studiengänge studierbar gestalten. Ulrike Gote:  "Wir brauchen mehr fachliche und zeitliche Flexibilität im Hochschulstudium und die Möglichkeit individuelle Studienschwerpunkte setzen zu können. Die innerdeutsche und internationale Mobilität muss garantiert werden."

Zusammenfassung der Ringvorlesung von Prof. Voigt: Wissenschaftsbetrug und Leistungsdruck

Wissenschaftsbetrug und Leistungsdruck


Einführung in die Wissenschaftstheorie

Betrug in der Wissenschaft – wissenschaftlicher Betrug – Betrug an der Wissenschaft

Wie verhalten sich Wissenschaft und Betrug zueinander?

  1. Wissenschaft contra Betrug

    Wissenschaft und Betrug schließen einander kategorisch aus. Wissenschaft überwindet langfristig jeden Betrug.
  2. Betrug in der Wissenschaft

    Betrug findet in der Wissenschaft statt – aber nur an ihrer Peripherie und durch einzelne.
    Der „Kern“ der Wissenschaft (methodischer Zweifel, Selbstkontrolle) bleibt davon unangetastet und führt immer wieder zu Entlarvung des Betrugs.
  3. Wissenschaftlicher Betrug

    Betrug findet in der Wissenschaft als solcher statt, nicht nur „am Rande“. Die Kontrollmechanismen der Wissenschaft versagen aus internen Gründen (Informationsexplosion, institutionelle Immunisierungen)

Begriffliche Vorklärung

Was ist Wissenschaft?
Wissenschaft ist menschliches Handeln, und zwar der Versuch durch methodisches Vorgehen gerechtfertigte wahre Überzeugungen (Wissen) zu gewinnen. Nämlich im Hinblick auf bestimmte Gegenstände an denen sich unter bestimmten Randbedingungen bestimmte Zustandsänderungen zeigen.
Wissenschaft besitzt einen doppelten Wert. Zum einen ist die Wissenschaft als Suche nach Wissen ein Wert in sich selbst; weiterhin liefert Wissenschaft als erfolgreiche Suche nach Wissen einen Wert/Nutzen.

Was ist Betrug?
Das Strafrecht definiert den Begriff „Betrug“ als Vorspiegelung falscher Tatsachen oder Unterdrückung wahrer Tatsachen, die zu einem Irrtum führt. Ein Betrug erfolgt vorsätzlich, verschafft dem Betrügenden einen Vorteil, schädigt Dritte und verstellt dritten den Zugang zur Wahrheit.
Beim Betrug in der Wissenschaft ist zwar Vorsatz gegeben, aber mindestens ein anderes Merkmal fehlt. Unterschied zum einfachen wissenschaftlichen Irrtum: Dort fehlt das Merkmal des Vorsatzes!
Beispiel: René Blondlots N-Strahlen: 1903 entdeckt, 1904 in der Wissenschaft verbreitet, aber wissenschaftliche (Selbst-)Täuschung fliegt kurz darauf auf; Selbsttäuschung auf Basis von Beobachtungen unter falschen Voraussetzungen

Anwendung auf einzelne Modelle:
In der Wissenschaft nimmt Betrug verschiedene Formen an. Eine Möglichkeit ist der Betrug ohne Absicht sich oder einem Dritten einen Vorteil zu verschaffen. Bestes Beispiel hierfür ist die sogenannte „Sokal-Affäre“. (absichtliche Täuschung des wissenschaftlichen Betriebs durch Verbreitung von „elegantem Unsinn“, d.h. er veröffentlichte Papiere, die überfrachtet mit übermäßig „wissenschaftlichen“ Begriffen waren um damit in der Fachwelt für Aufsehen zu sorgen . Er verfolgte damit eine aufklärerische Intention um gewisse Mechanismen im internationalen wissenschaftlichen Betrieb zu entlarven).
Eine andere Form des Betrugs verfälscht absichtlich für Dritte den Zugang zur Wahrheit (z.B. Klaudios Ptolemaios kopiert Beobachtungen anderer Sternbeobachter).

Der Wissenschaftliche Betrug
Beim wissenschaftlichen Betrug wird die Existenz von bestimmten Gegenständen zwar behauptet, aber nicht bewiesen. Dies impliziert auch falsche Angaben über Rahmenbedingungen und Zustandsänderungen. Als Beispiel hierfür dient die haltlose Behauptung, dass eine Erfindung/eine Erkenntnis vollbracht wurde (Fallgesetze des Galileo Galilei, die unter irdischen Rahmenbedingungen nicht in der Form, wie er sie beschreibt, durchgeführt beobachtet werden können.). In Bezug auf die wissenschaftliche Erhebung von Daten tritt dies im Besonderen in der Veränderung und Schönung von Zahlen statt.
In der Wissenschaft tut sich nun ein Dilemma auf:

„Wissenschaft ist die Suche nach Wahrheit“
und
„Wissenschaft ist als menschliches Handeln dessen kontingenten Bedingungen unterworfen (Mittelknappheit und Leistungsdruck)“:

Broad & White beschreiben die These, dass bei zunehmender Professionalisierung und gleichzeitiger Mittelknappheit das Ziel des Profits zunehmend in Konkurrenz zum Wahrheitsideal der Wissenschaft tritt. Eine Weiterführung dieser These kann auf zweifache Weise geschehen:
Zum Einen besteht die Möglichkeit Inhalte zu beeinflussen, was meist als einseitige Bekämpfung bzw. Unterstützung bestimmter Ideen und ihrer Vertreter/-innen geschieht. (z.B. Semmelweis 1818-1865 wird angeblich von Kollegen ausgeschaltet)
Zum Anderen können Ziele beeinflusst werden, indem einseitig die wissenschaftspolitische Betonung des Nutzens von Wissenschaft gegenüber dem Eigenwert von Wissenschaft betont wird.

These: Diese Beeinflussung erzeugt den Druck zur Leistungsvortäuschung, der zu den erwähnten Formen wissenschaftlichen Betrugs kommen kann.
Studiengebühren/Studienbeiträge
Die Einführung der Studiengebühren entwickelte sich ähnlich wie das Aufkommen der N-Strahlen als allgemein verbreitete Selbsttäuschung. Der Studienbeitrag soll nicht in Form eines monetären Beitrags erfolgen, sondern als wissenschaftlicher Beitrag zu Bildung und Forschung. Die Einheit von Forschung und Lehre wird besser gefördert durch aktive Mitarbeit und dem eigenen Einbringen eines „Wertes“/eines wertvollen Engagements, als durch finanzielle Aufwendungen!
Es wird kritisiert, dass Professoren in ihrer freien Entfaltung gehindert werden, da sie im Zuge des Bachelor/Master-Systems einen großen Teil ihrer Zeit für Verwaltungsprozesse aufwenden müssen.

Pressemitteilung: Zitate der Podiumsdiskussion

Die Universität Augsburg bleibt weiter besetzt. Seit einer Woche protestieren die Studenten gegen Studiengebühren und Missstände des Bologna-Systems.

Dazu hat am Dienstag (24.11.) eine Podiumsdiskussion im besetzten Hörsaal I statt gefunden, bei der Matthias Strobel (Sprecher der Augsburger Grünen), Dr. Simone Strohmayr (MdL SPD), Bernhard Pohl (MdL Freie Wähler), Klaus Wenzel (Präsident des BLLV), Silvio Heidbüchel (Die Linke, Jugendverband solid Augsburg) und Sasa Bosancic (Lehrstuhl für Soziologie, Uni Augsburg) teilgenommen haben.

Mit den rund 500 Studierenden diskutierten sie rund zwei Stunden lang. Themen waren vor allem die Studiengebühren und der Bologna-Prozess mit den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen. Großer Konsens bestand unter den Beteiligten: Die Studiengebühren müssen abgeschafft werden! Weiter wurde die Ökonomisierung des Bildungssystems kritisiert.

Zitate aus der Diskussion 

Strohmayr


"Der Bachelor-Master-Prozess muss dringend nachgebessert werden. Bildung muss mehr individualisiert werden. Es muss klare Qualitätsverbesserungen geben, deshalb sind die beschlossenen Steuersenkungen im Moment der falsche Weg. Denn wir brauchen mehr Geld für die Bildung. Studiengebühren müssen weg. Zudem brauchen wir mehr Demokratie an den Universitäten."


Pohl

"Die verschulte Art der Universität ist ein Unding. Ich hatte während meines Studiums noch viel mehr Freiheit. Ich habe noch das Denken gelernt. Es kann nicht sein, dass man die Universität mit einer Fortsetzung der gymnasialen Kollegstufe verwechselt. Die Studiengebühren müssen weg! Es müssen mehr Räume geschaffen werden und mehr Angebote. Prüfungen in den ersten beiden Semestern sollten abgeschafft werden."


Heidbüchel

"Die Studenten werden in den Arbeitsmarkt katapultiert. Doch eigentlich soll Bildung den Menschen formen. Deshalb muss viel nachgebessert werden. Bildung ist im Moment eine Ware, die man sich leisten muss. Das darf nicht sein. Wer die Krise überwinden will, der sollte auf flächendeckende Bildungsreformen setzen. Schüler und Studenten brauchen darüber hinaus mehr Mitgestaltungsrechte."


Strobel

"Die Hauptziele von Bologna sind nicht erreicht. Bologna ist aber nicht gescheitert. Das Hauptproblem ist: Der Prozess wurde viel zu schnell umgesetzt. Im Moment haben Diplomer die besseren Chancen auf dem Arbeitsmarkt als die Absolventen von Bachelor-Studiengängen. Die Grünen fordern mehr Räume, mehr Stellen, mehr Mittel. Der Solidaritätszuschlag muss in einen Bildungssoli umgebaut werden. Wir werden die Forderungen der Studierenden aufgreifen und in die parlamentarische Arbeit hineintragen."


Wenzel

"Es ist gut, dass die Studierenden die Bildung jetzt endlich in die Hand nehmen!  In der Universität  sollte es um Wissenschaft gehen, das heißt Freiheit, Flexibilität und Kreativität. Im Moment ist genau das Gegenteil Realität. Bildung kann nur dann gelingen, wenn es eine Entschleunigung gibt. Dieses Bulimie-Lernen ist schrecklich. Bildung muss etwas anderes sein als das Hineinstopfen von Fakten."


Bosancic

"Das Problem ist: Für die Missstände gibt es keinen Verantwortlichen. Es hat sich verselbstständigt. Verantwortung wird hin und her geschoben. Gegen wen protestieren wir eigentlich?"

Zusammenfassung Plenum am Mittwoch, 25.11. um 13:00 Uhr

Tagesordnung
  1. Lehramt modularisiert
  2. Schulung Technik in HS1
  3. Gespräche mit Herrn Wiater
  4. Orga-Team
  5. Forderungskatalog (Bayern/International) nach internationalem Vertragsvorbild schließen?
  6. Messe Australien AAA Donnerstag
  7. Berichte aus den AG's (Presse, Ringvorlesung)
  8. Soli-Shop
  9. Sonstiges
Beginn der Plenarsitzung ist um 13:00 Uhr

1. Lehramt modularisiert
  • Treffen mit Fr. Adamat, Gespräche über laufende Reformen mit FS
  • Sondertagung im HS1 zu Lehramt und möglichen/sinnvollen Reformen, mit vorheriger Information über bisheriges wird für Freitag angesetzt
2. Schulung in HS1 Technik (für Aufzeichnungen)
  • ca. 5 Leute sollten sich in Technik einweisen lassen, von diesen 5 Personen sollte immer einer in HS1 anwesend sein
  • 3 Leute melden sich freiwillig, sich einführen zu lassen; wer noch Interesse hat, bitte bei Basti, Floh oder APresse melden
3. Gespräch mit Herrn Wiater
  • gestern und heute Morgen fanden Gespräche mit Herrn Wiater statt
4. Orga-Team
  • noch immer nichts geschehen
  • nochmalige Klärung, was von dieser AG erwartet werden würde (bspw. eine Art "Stundenplan" als Tagesübersicht erstellen)
  • bisher keiner bereit, in die Richtung was zu machen
5. Forderungskatalog (Bayern/International)
  • nach internationalem Vertragsvorbild abschließen?
  • Forderungskatalog des Lehramts wird formal so aussehen wie unser bisheriger Forderungskatalog
6. Messe Australien
  • am Donnerstag findet von AAA aus eine kleine Messe mit Informationsständen zu Unis in Australien statt (09:00 - 17:00 Uhr)
  • an uns rangetreten mit der Bitte, die Küche zu verlegen für diesen Zeitpunkt
  • wir können Veranstaltung nutzen, um auch selbst nochmal für unsere Sache Werbung zu machen
  • Abstimmung: Messe darf stattfinden
7. Berichte aus den AG's
AG Presse
  • Forderungskatalog ist an Medien raus, kann offiziell eingesehen werden
  • RCDS Einladung: als informelles Treffen angenomen
  • jemand von uns wird bei der KHG im Rahmen derer regelmäßigen Diskussionsrunden zum Thema Bildungsstreik vertreten sein
AG Ringvorlesung

  • nochmals Hinweis auf die nächste Vorlesung: Sasa Bosancic - Humankapital im Verwertungsprozess (heute um 14:00 Uhr)
  • morgen Vorlesung von Prof. Butzer um 10:00 Uhr
8. Neus aus dem Soli-Shop
  • wir haben jetzt einen Soli-Shop (vorne auf dem Podium)
  • zugunsten unserer Solikasse werden Buttons verkauft (1,- Euro)
  • Vorschlag: Erweiterung des Soli-Shops (z.B. Plätzchen)

9. Meldungen aus dem Plenum
  • Chemnitz seit heute mit 550 StudentInnen besetzt
  • wir bekommen am Freitag Besuch (wahrscheinlich aus Coburg, Würzburg und Bayreuth)
  • Idee für Abendprogramm: Bandsession; wird heute Abend nochmal angesprochen
  • wir hatten gestern einwöchiges Jubiläum; auch nochmals gezielt zur Mobilisierung nutzen!
Um 13:30 Uhr endet die Plenarsitzung.

Einladung: Wilde Bühne (Kabarett-Abend)

Für heute Abend haben sich mehrere Künstler angekündigt, die uns mit einem Kabarett-Programm ("Wilde Bühne") nicht nur unterhalten sondern auch politische Anregungen liefern wollen.

Der Programmname ist angelehnt an die im Berlin der 20er Jahre tatsächlich existierende "Wilde Bühne", in der Bert Brecht seinen ersten (und einzigen) gesanglichen Auftritt hatte. Die beinhaltete Sozialkritik aus der Zeit der Weimarer Republik ist auch noch auf heutige gesellschaftliche Verhältnisse (Wirtschaft, Soziales, etc) anwendbar.

Die Künstler nennen sich selbst "Die Ausführenden":

Isabell Münsch und Franz Schlecht (Gesang), Geoffrey Abbott (Piano), Michael Friedrich (Konzeption und Moderation), evtl. Kai Fischer (Saxophon)

Die Veranstaltung findet heute im besetzten Hörsaal gegen 21 Uhr statt.

Video - Podiumsdiskussion

Zusammengeschnittenes Video der gestrigen Podiumsdiskussion!





Pressemitteilung: vorläufige Forderungen der BesetzerInnen der Universität Augsburg

Am Dienstag haben in Würzburg Delegierte vieler besetzter bayerischer Universitäten einen vorläufigen gesamtbayerischen Forderungskatalog erstellt. Dieser soll am Mittwoch Wissenschaftsminister Heubisch übergeben werden. Auch Delegierte des besetzen Hörsaals I der Universität Augsburg waren in Würzburg anwesend. Jedoch haben die Augsburger Vertreter diesen Forderungskatalog nicht unterzeichnet.

Die darin aufgeführten Punkte unterstützen wir voll und ganz. Allerdings ist dieser Katalog nicht umfassend und detailliert genug, um die Missstände des Bildungssystems vollständig lösen zu können.

Wir als Teil des Bildungsstreiks solidarisieren uns mit allen am Bildungssystem Beteiligten. Der in Würzburg formulierte vorläufige Katalog beschränkt sich im Moment jedoch auf die Interessen der Studierenden. Er muss gerade um die Anliegen der Schüler, Lehrer, Dozenten und Lehrstuhlinhaber ergänzt werden.

Um diese Anliegen angemessen formulieren zu können, braucht es Zeit - sonst würden am Ende dieses Prozesses wieder einmal nur Scheinlösungen stehen, die nur Symptome behandelt und nicht die Ursachen bekämpft hätten.

Deshalb sehen wir uns noch nicht in der Lage, morgen eine vollständig ausformulierte Fassung unserer Forderungen zu überreichen. Es finden sich im Anhang die bisherigen Beschlüsse der Augsburger Studierenden, die aber in der kommenden Zeit noch erweitert werden.

Zudem ist Herr Heubisch nur einer von beiden am Bildungssystem beteiligten Staatsminister. Wir sind interessiert an einer breit angelegten Bildungsdiskussion, weshalb wir in regelmäßigem Kontakt mit verschiedenen am Bildungssystem Beteiligten stehen.
Um all diese Interessen zu bündeln und die längst überfälligen Veränderungen voranzutreiben, ist ein zeitintensiver Diskurs notwendig und unumgänglich.

Zu den vorläufigen Forderungen der BesetzerInnen der Universität Augsburg

Der Universität wurden mittlerweile ebenfalls Forderungen, spezifisch an diese gerichtet, überreicht:

Zu den vorläufigen Forderungen der BesetzerInnen an die Universität

Pressemitteilung: vorläufige Forderungen der BesetzerInnen der Universität Augsburg

Am Dienstag haben in Würzburg Delegierte vieler besetzter bayerischer Universitäten einen vorläufigen gesamtbayerischen Forderungskatalog erstellt. Dieser soll am Mittwoch Wissenschaftsminister Heubisch übergeben werden. Auch Delegierte des besetzen Hörsaals I der Universität Augsburg waren in Würzburg anwesend. Jedoch haben die Augsburger Vertreter diesen Forderungskatalog nicht unterzeichnet.

Die darin aufgeführten Punkte unterstützen wir voll und ganz. Allerdings ist dieser Katalog nicht umfassend und detailliert genug, um die Missstände des Bildungssystems vollständig lösen zu können.

Wir als Teil des Bildungsstreiks solidarisieren uns mit allen am Bildungssystem Beteiligten. Der in Würzburg formulierte vorläufige Katalog beschränkt sich im Moment jedoch auf die Interessen der Studierenden. Er muss gerade um die Anliegen der Schüler, Lehrer, Dozenten und Lehrstuhlinhaber ergänzt werden.

Um diese Anliegen angemessen formulieren zu können, braucht es Zeit - sonst würden am Ende dieses Prozesses wieder einmal nur Scheinlösungen stehen, die nur Symptome behandelt und nicht die Ursachen bekämpft hätten.

Deshalb sehen wir uns noch nicht in der Lage, morgen eine vollständig ausformulierte Fassung unserer Forderungen zu überreichen. Es finden sich im Anhang die bisherigen Beschlüsse der Augsburger Studierenden, die aber in der kommenden Zeit noch erweitert werden.

Zudem ist Herr Heubisch nur einer von beiden am Bildungssystem beteiligten Staatsminister. Wir sind interessiert an einer breit angelegten Bildungsdiskussion, weshalb wir in regelmäßigem Kontakt mit verschiedenen am Bildungssystem Beteiligten stehen.
Um all diese Interessen zu bündeln und die längst überfälligen Veränderungen voranzutreiben, ist ein zeitintensiver Diskurs notwendig und unumgänglich.