Donnerstag, 19. November 2009

Stellungnahme des studentischen Konvents ist erschienen

Die studentischen Sprecher haben, im Namen des gewählten Konvents, mittlerweile ihre Erklärung zu unserem Protest im Hörsaal 1 veröffentlicht:

Die Stud. Sprecher geben im Namen des Stud. Konvents folgende Erklärung ab:
Die Besetzung des Hörsaals I ist ein Zeichen der Unzufriedenheit vieler Studierender mit der Situation an der Universität Augsburg und des Bildungssystems im Allgemeinen.
Diese Form des Protests und diese Meinung wird nicht von allen Studierenden geteilt.
Pluralität ist nach Auffassung des Studentischen Konvents ein hohes demokratisches Gut. Da sich der Studentische Konvent als Vertretung aller Studierenden sieht, kann und will er sich nicht auf eine Seite festlegen.
Der Studentische Konvent unterstützt wie in der Vergangenheit die Forderung nach Abschaffung der Studienbeiträge, verbesserte Finanzierung der Hochschulen und eine deutliche Nachbesserung und Reformierung des Bologna-Prozesses.

Der Studentische Konvent (aus den gewählten Hochschulgruppen und Fakultätsvertretern bestehend) hat in seiner Sitzung am Mittwoch, den 18.11.2009 diese Erklärung einstimmig beschlossen. In diesem Beschluss war weiterhin folgender Handlungsauftrag an die Stud. Sprecher enthalten:

Weiterhin möge der Sprecherrat seine bereits eingeleiteten Bemühungen, die Missstände im Bildungssystem an die zuständigen Stellen heranzutragen (Universitätsleitung in Sachen Umsetzung von Bologna) sowie gemeinsam die Vorstellungen der gesamten Universität (Studierende, Mittelbau, Präsidium) an das Ministerium (in Sachen Bologna-Prozess, Hochschulfinanzierung und Studienbeiträge) weiterhin verfolgen.

Sobald offizielle Forderungen der Protestierenden bestehen, wird sich der Studentische Konvent erneut damit auseinandersetzen. Bis dahin verweist der Studentische Konvent auf alle Forderungen des letzen Bildungsstreikes, die an Bayerns Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch übergeben wurden und vom Konvent unterstützt werden.

Quelle

Wie füttert man einen Hörsaal?

Ganz einfach, fast wie Spaghetti Bolognese…

Man nehme eine gute Hand voll Spaghetti (etwa 36 Kilo) und mische diese gründlich in 5 Töpfen. Daraufhin besorge man ein kleines Bisschen Sauce (50l) und koche es mit der tatkräftigen Hilfe von fünf Leuten. Nur ein geringer Aufwand (knappe 3 Std.)!

Zusammenfassung: 19.11. von 15:15-17:20 Uhr

fortgesetzt nach vorheriger Zusammenfassung
  • immer wieder kleine Streiks, aber nie erfolgreich - an diese Streiks kann nicht mehr angeknüpft werden. Aber wo dann? Forderungen sind für Prof. Doering-Manteuffel noch unklar
  • Wortmeldung: „Forderungen sind in Arbeitin, durch Basisdemokratie muss Katalog noch im Plenum abgestimmt werden.“
  • Prof. Doering-Manteuffel über Statement der Fachschaft SoWiSo: guter Punkt: Analyse des Einflusses der Wirtschaft auf die Studienbedingungen, sollte auch diskutiert werden

Zu den Inhalten des Streiks:
  • volle Seminare: sind anstrengend für beide Seiten, Entspannung der Lage ist nötig
  • Studiengebühren: unerlässlich, dass auch hier etwas passiert
  • Bachelor/Master: noch nicht zu spät, etwas zu ändern, da erst 2 Jahre alt
  • Raumnot: Fehler der Ausbaupläne in den 70ern, aber Uni Augsburg sehr aktiv in diesem Punkt
  • Studieren im Ausland: keine Chance der Anerkennung im Ausland, das Gegenteil der Idee von Bologna ist eingetreten, Auslandssemester kosten zu viel Zeit und Geld
  • Bürokratieabbau: muss auch dringend etwas gemacht werden, Zitat: „Sie rennen Tod und Teufel für irgendeine Bescheinigung.“

Zitate:
  • "Sie sind eine Generation, die alles aushandelt!"
  • "Wenn es hart auf hart kommt, müssen diese Fragen unwichtig sein!"
  • Wesen des Streiks: Neue Art von Streik, kein Rädelsführer, abwechselnde Redner, viele Abstimmungen, viele Diskussionen, jeder Streikende ist automatisch auch Sprecher.
  • Wortmeldung Dauer: „Wie es ausgeht, wissen wir selbst nicht, wie lange es wird, werden wir sehen.“
  • Wortmeldung Bologna: „Erst denken, dann handeln. Entschleunigungsprozess, nicht nur im Hinblick auf Bologna, ist wichtig. Nichts mehr zu hastig einführen.“
  • Wortmeldung zu den Schulen: „Ich habe beim Flyer-Verteilen an den Schulen mit Direktoren gesprochen. Die Anweisung, die Schulen zu sperren, kam vom Kultusministerium. Grund war die Verantwortung für die unter 18-jährigen“

Selbstdefinition der Presse-AG

Wir, die Presse-AG, sehen uns als Anlaufstelle für alle möglichen Presseanfragen und die Kommunikation. Dabei sehen wir uns als Verteiler von sowohl internen als auch externen Belangen; wir leiten Anfragen weiter und organisieren Kontakte.

Darüber hinaus sammeln wir Informationen, Stimmen von Außen und Protokolle von Innen. In regelmäßigen Abständen werden wir unsere Sammlungen veröffentlichen.

Gerade bei Beiträgen von Privatpersonen (auch bei Protokollen!) können wir jedoch keine Garantie für die absolute inhaltliche Richtigkeit übernehmen - schlussendlich sind wir ein Kommunikationskanal und Ansprechpartner.

Stellungnahme zum Dienstag, 17.11.

Am Dienstag wurde gegen 13.45 Uhr der Hörsaal I durch uns erstürmt. Während dieser Aktion forderten wir die anwesenden BWL/VWL Studierenden auf, unverzüglich auf die Räumlichkeiten zu verzichten. Aufgrund der angespannten Situation kam es von Einzelnen zu Fehlverhalten unsererseits gegenüber den BWL/VWL Studierenden.

Wir entschuldigen uns hiermit für die Vorfälle.

Wir hoffen auf Verständnis für die momentane Ausnahmesituation, in der es im Moment für keine Fakultät möglich ist, ihre Vorlesungen und Übungen im HS 1 abzuhalten. Wir haben uns allerdings auch um die Verlagerung der Vorlesungen gekümmert und an die jeweils zuständige Fachschaft, sowie das Dekanat weitergeleitet.

Das Plenum der HS 1 Besetzung der Universität Augsburg....

Zusammenfassung: 19.11. von 15:15-17:20 Uhr

fortgesetzt nach vorheriger Zusammenfassung

…..

Vorschläge für Forderungsliste:

(mit einleitender Erklärung der Problematik und darauf folgenden Forderungen)

Studiengebühren: sind abzulehnen, da ungerecht…

Forderung: sofortiges Senken, Einsatz für Abschaffen

Drittmittelabhängigkeit: Forderung nach staatl. Finanzierung à keine Diskriminierung der Studiengänge

Hochschulwerbung: Forderungen: Verbot organisierter Hochschulwerbung,

Einsatz für deren Abschaffung, Werbeplakate abhängen

Abstimmung: Forderungen in dieser Form werden von kleiner Gruppe bearbeitet und dann

zur Abstimmung gegeben.

Kurze Vorstellung des Abendprogramms für heute durch AG Band: 3 Bands


17:20 Uhr

Ring-Vorlesung

Frau Doering-Manteuffel (Europäische Ethologie): „Bildungskritik in Europa“

Kurze Einleitung über Beobachtung während gestrigen Plenums: „neue Form des Streiks“ mithilfe von Laptops und Internet, Veränderung der Kommunikationstechniken

60er Jahre: Streiks von Amerika aus, Forderungen für Bildungschancen für alle, gemeinsam mit Gewerkschaften à viele Bildungsschichten, gesellschaftlicher Umbruch in frühen 70ern

heute: nur Bildungsfragen? Auch Krise über zukünftigen Gestaltung der Gesellschaft

was für einen Bildungs-Humanbegriff hat Gesellschaft, die Jugend in Verwertungsprozess schickt, Offenheit der Gesellschaft,

Ära des Neoliberalismus: Ideologie, schnelleVerwertung von Wissen und Bildung muss überprüft werden!

Bildungskatastrophe der 70er: viel zu überfüllte Räume, Mitte/Ende der 70er Entstehung des „Bildungsproletariat“

Zum Bologna-Prozess: überstürzt eingeführt, zuerst verstanden als Reform der Magisterstudiengänge, 2003/04 Bemerkung der Missstände: Notwendigkeit von mehr Räumen und Personal, aber da schon zu spät um gegen Reform vorzugehen

Immer wieder kleine Streiks, aber nie erfolgreich.

Pressemitteilung: Demo am Freitag

Uni-Hörsaal weiter besetzt
Studentenproteste: Am Freitag Demo in Augsburg

Die Universität Augsburg ist weiter besetzt: Hunderte von Studenten
protestieren seit Dienstag gegen Studiengebühren und die neuen
Bachelor-und Masterstudiengänge. Rund 70 haben auch die Nacht zum
Donnerstag wieder im größten Hörsaal der Uni verbracht.

Am Freitag wollen die Besetzer ihre Forderungen auf die Straße bringen:
Einige Schüler, die sich den Protesten der Studenten angeschlossen haben,
haben eine Bildungsdemonstration in der Augsburger Innenstadt
organisiert.

Sie wollen mit den Studenten das Vorgehen einiger Schulleitungen im Zuge
des Bildungsstreiks am vergangenen Dienstag anprangern. An diesem Tag
wurden Schulgebäude von innen verschlossen und Verweise angedroht, um
Schüler an der Teilnahme an der Protestkundgebung zu hindern. Einige
Schüler ließen sich dies nicht gefallen und kletterten aus den Fenstern,
um an der Demonstration teilzunehmen.

Bessere Lernbedingungen, kostenfreie Bildung und Verbesserungen der
Reformen des achtjährigen Gymnasiums und der Bachelor- und
Masterstudiengänge sollen zentrale Inhalte der Demonstration sein. Sie
beginnt am Freitag, 20. November, um 13 Uhr am Königsplatz. "Der Zeitpunkt
ist bewusst gewählt, um den Schulbetrieb nicht zu stören und um auch
Lehrern die Teilnahme zu ermöglichen", so die Organisatoren.

In der Universität harren die Besetzer weiter aus. Schlafsäcke liegen
überall, vor dem Hörsaal werden Essen und Getränke bereitgestellt.
"Inzwischen haben uns Bäckereien, Firmen und auch Privatpersonen
Sachspenden vorbei gebracht", freut sich Heike, die in Augsburg
Sozialwissenschaften studiert und zu den Studenten gehört, die im Hörsaal
ausharren. Die Solidarität unter den rund 500 Studenten ist groß. Am
Mittwochabend haben einige von ihnen auf mitgebrachten Kochplatten Chilli
con Carne gekocht, 60 Liter.

Und der Protest soll weitergehen: Über das Wochenende hinaus wollen die
Studenten im Hörsaal bleiben, als Protest "gegen Leistungsdruck". Am
Wochenende soll es kulturelle Veranstaltungen geben. "Auch einige Dozenten
solidarisieren sich mit uns und schicken ihre Studenten in den besetzten
Hörsaal", weiß Heike.

Grund für die Besetzung der Augsburger Universität ist die Unzufriedenheit
vieler mit den Studienbedingungen. Am wichtigsten ist den Studenten, dass
die Studiengebühren von 500 Euro pro Semester abgeschafft werden. "Der
Grundgedanke der Protestaktion ist die Chancengleichheit, denn Bildung ist
ein Menschenrecht und muss unabhängig von sozialer Herkunft zugänglich
sein", sagt Nico, der seit Dienstag in der Universität sitzt.

Kritik gibt es auch an den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen: Die
Studienzeit von sechs Semestern sei zu kurz, es fehle Personal und der
Leistungsdruck sei viel zu hoch. Am Donnerstagabend sollen einheitliche
Forderungen beschlossen werden, die dann der Uni-Leitung und der
bayerischen Staatsregierung vorgelegt werden.

"Die Kontakte zur Uni-Leitung sind gut", sagt Nico. Am Freitag soll es
weitere Gespräche geben. Ein Unisprecher bestätigte dies: Man hab "größtes
Verständnis" für die Proteste, hieß es. Eine Räumung des besetzten
Hörsaals sei nicht geplant, auch wenn sich die Streiks bis in die nächste
Woche ziehen sollten.

Positiv merkte der Sprecher an, dass sich die Besetzer sogar um
alternative Räume kümmern für die Vorlesungen, die normalerweise im
besetzten Hörsaal stattfinden.

Weitere Infos: http://uniaugsburgbrennt.blogspot.com

Zusammenfassung: 19.11. von 14:15- 15:15 Uhr

 Frau Döring-Manteuffel (Europäische Ethologie) möchte heute Abend über die Bildungskritik in Europa im Rahmen der Ringvorlesung referieren
 Projekt KuWi, Dr. Jungmann (Soziologie) möchte ebenfalls sprechen, Herr Sasa Bosancic (Soziologie) auch

Fortsetzung der Klärung des Forderungskatalogs an die Universitätsleitung.

 Forderungen werden in Gänze durch den Moderator vorgelesen
 Anmerkung: parallele Forderungen in der Landtags-Forderungsliste, sollen ebenso in der Uni-Liste geändert werden
 Wortmeldung: Gibt es eine Formulierung für die Vergabe von Leistungspunkten? Problem am Beispiel Sprachstudium: Wenige Punkte werden z.B. für Vorlesungen vergeben.
Vl: einheitliche gesamtuniversitäre Regelung
Antwort: Forderungen der Fachschaften werden noch gesondert behandelt; Klärung soll stattfinden, was zur Uni als Ganzem und was für die Fachbereiche diskutiert werden soll
 Wortmeldung: Soll die Platzproblematik in den Katalog aufgenommen werden?
 Wortmeldung: Bessere Anrechnungsmöglichkeiten für Auslandssemester
 Wortmeldung: NC-Beschränkung, weil ungerecht und Verhinderung der Chancengleichheit
 Wortmeldung: Kritik: Warnung der Verwechslung von pragmatischer Umsetzung der Ziele und „mangelhafter Politikberatung“, Fehlende Perspektive auf die Gesellschaft und der Position der Universität in der Gesellschaft; Analyse und Kritik sollen im Vordergrund stehen und nicht nur neue Forderungen an Uni und Politik. Uni als gesamt-gesellschaftliche Angelegenheit soll betont werden (Stichwort Ökonomisierung, gesellschaftlicher Wandel),
Redebeitrag dazu: Universitätsleitung soll sich in der Politik für Abschaffung der Studiengebühren einsetzen und für die Uni Augsburg intern eine Senkung anstreben; Jede konkrete Forderung soll diese Perspektive beibehalten.
Dagegen: Enttäuschung über Eigenbrötlerei der Vorredner außerhalb der AG Inhalt, außerhalb des Plenums und in kleiner Runde
Gegenrede: Bitte Spaltung verhindern; Kritik über Vorgänge der AG Inhalt, Einseitigkeit, keine komplette Überschau über Inhalte im Ganzen,
Dagegen: Interne Streitereien in der AG Inhalt
Dagegen: Grundsätze sollen den Überbau für die Einzelordnungen bilden. Vorschlag, die AG Inhalt soll die Forderungen überarbeiten, über die dann geredet wird
Wortmeldung: Aufteilung der AG Inhalt in Gruppen mit unterschiedlichem Erfolg, Ruf nach Forderungen wurde laut, positiv: Formulierung von Text; Es genügt sich auf allgemein diskutierte Forderungen zu einigen und weitere Forderungen noch äußern kann
Dagegen: Vorschlag: Kleine Gruppe soll mit Thesenpapier schauen, wie man dieses aufteilen kann und einzeln diskutiert werden kann, Plenum kann weitermachen
Abstimmung: Einbettung in allgemeineren Kontext
Dafür/Dagegen/Enthaltung: jeweils sehr verhalten
=> Vorschlag: Einfach so vorgehen und das Ergebnis später im Plenum einbringen
Ergänzung: Selbstverständnis der Besetzung soll gefestigt werden. Worum geht es im Konkreten? Individuelle Probleme sollen im Zentrum stehen, oder großer Gesamtinhalt im Zentrum, Bewusstsein schärfen; Gesamt-Kontext soll über Ökonomische Fokussierung von Bildung in die Formulierung einfließen. Universitätsleitung weiß oft gut genug/besser als wir Bescheid
über die aufgestellten Forderungen der Studenten und stimmt diesen oft zu
Gegenrede: Konkretisierung von Forderung über Studierfähigmachung des B.A., Verbesserung durch Erhöhung der Regelstudienzeit, 6 Semester nicht machbar
Wortmeldung: Gesamtkontext soll im Fokus stehen, damit wirklich ALLE eingebunden werden (Stichwort: Schüler)
Wortmeldung: Vorschlag der „Eigenbrötler“ wird auf dem Beamer präsentiert
Wortmeldung: Erfahrungsbericht aus München: Aufsplitterung von Studenten/Schulen/Andere; AG Vernetzung über Kontakt mit anderen Unis in Deutschland/Europa, Gesamt-Positionspapier?
Wortmeldung: Wir reden aneinander vorbei, obwohl wir das gleiche fordern. Wir müssen keine Lösungen finden, sondern die Probleme ansprechen, da wir nicht an der Misere schuld sind und wir nicht das Bildungssystem gemacht haben.
Wortmeldung: Konkrete Forderungen sollen veröffentlicht werden, schon allein um Solidarität Anderer zu erreichen, um etwas vorzeigen zu können
Deutlich machen, was wir wollen.
Moderation: Frage, ob Plenum Grundsatzfrage diskutieren soll oder Gruppe im Einzelnen
=> Mehr Zustimmung für zweiten Vorschlag
Wortmeldung: Bisherigen Plan durchziehen, danach Grundsatzfragen diskutieren
=> in Abstimmung angenommen

 AG Inhalt wird fortgeführt:
 Absatz zu Wirken und Wesen der Gremiensitzungen:
Wortmeldung: Klärung, was sind geheim zuhaltende Fälle;
Antwort: z.B. Personalentscheidungen, private Angelegenheiten, Beschwerden (z.B. Diskriminierung, Gewalt am Arbeitsplatz)
Abstimmung
Zustimmung
 Absatz: Präsident soll sich weiterhin für verfasste Studierendenschaft einsetzen
Abstimmung
Zustimmung
 Absatz: Gegen Studiengebühren, Senkung auf 300 Euro
Wortmeldung: Warum „niedrigstmöglich“ in der Formulierung? (weil gesetzlich so geregelt)
Ergänzung der Formulierung auf „gesetzlich festgelegte niedrigstmögliche Maß von 300 Euro gesenkt werden“

Abstimmung:
Zustimmung: Mehrheit, Neutral: Dagegen: mehrere Stimmen

Nachfrage: Wer möchte „prinzipiell“ beibehalten, wer nicht?
Zustimmung
Einfügung, dass sich die Hochschulleitung weiterhin bei der Staatsregierung für die Abschaffung der Studiengebühren einsetzen soll
Abstimmung:
Zustimmung

 Absatz über Verteilung der Finanzmittel und deren Transparenz

Zwischenrede zum vorigen Absatz: Warum auf 300 Euro zurück rudern? Kontraproduktiv!
Erklärung: Uni kann nicht über Abschaffung der Studiengebühren entscheiden, deshalb Forderung auf niedrigstmöglichen Satz reduzieren, FH kann auf 100 Euro
reduzieren
 Absatz Finanzverteilung wird weitergeführt
Absatz wird erklärt.
Abstimmung
Zustimmung

Gegenrede: Was ist mit Konkordatslehrstühlen?
Erklärung: Betrifft nicht Konkordatslehrstühle, sondern nur die Fakultät der dieser Hörsaal zugeordnet wird
Gegenrede: Forderung generell nach Abschaffung von Konkordatslehrstühlen
Gegenrede dazu: 7-8 Lehrstühle würden dadurch fehlen, Reduzierung der Lehre um bis zu 20-30%
Gegenrede: Übernahme in den Forderungskatalog an die Staatsregierung

Abstimmung
Zustimmung
 Absatz Sicherung der Qualität der Lehre, Verstetigung von Stellen
Wortmeldung: Bewertung der Lehrfähigkeit von Dozenten soll mit aufgenommen werden, Evaluation,
Gegenrede: Mangelnde Durchführbarkeit der Forderung, kein Recht dazu?
Gegenrede: Würde zu mehr Bürokratie führen, aber Möglichkeit im Bewerbungsgespräch daraufhin prüfen
Wortmeldung: Probleme durch „Verstetigung“ von Stellen, da wir uns dadurch selbst schädigen würden
=> Aber kein Alternativvorschlag für die Formulierung

Zusammenfassung: Plenumssitzung am 19.11. um 8:00 Uhr

19.11.2009, Plenum 8:30

Tagesordnungspunkt 1: Proteststil

Wie gehen wir damit um, wenn Mitstudent(inn)en in den Hörsaal wollen?

- Lösungen der LMU zum Problem mit 'streikbrechenden Student(inn)en'
- es werden alternative Räume zur verfügung gestellt
- es gibt Informationen für die Dozierenden, wie Vorlesungen auf Video aufgenommen und online gestellt werden können

- Kritik an der Unterteilung der Studierendenschaft in BesetzerInnen und potentielle StreikbrecherInnen
- es sollte eine Kommunikation mit den "Wiwis" angestrebt werden
- während der Besetzung sind parallel stattfindende Vorlesungen im besetzten Hörsaal abzulehnen (was aber ohnehin schon beschlossen war)

- Information aus den Medien: Vorlesungen sollen in die Mensa verlegt werden

- Vorschlag: den Streikgegner(inne)n unter den Studierenden sollten die konkreten Forderungen dargelegt werden, um für die Probleme zu sensibilisieren

- laut StuRa leiden insbesondere die Erst- und Drittsemester unter dem Ausfall von Vorlesungen in Hörsaal 1

- Dozent(inn)en der WiWi-Fakultät sollten direkt angesprochen werden
- es sollte z.B. gegenüber den Studierenden der WiWi-Fakultät darauf hingewiesen werden, dass der Bau der WiWi-Fakultät Folge eines erfolgreichen Studierendenprotestes 1989 war
- ein Recherche-Team besteht bereits, war aber bislang nicht erfolgreich
- Abstimmung: Delegation an die WiWi-Fakultät?
- Zustimmung
- Bestimmung von 7 Zuständigen (Freiwillige)

- Abstimmung: Was soll geschehen, wenn streikbrechende Studierende den Saal stürmen wollen?
- Darf die Vorlesung stattfinden? - Nein
- Dürfen sie den Saal betreten? - Ja

- Abstimmung: Wie soll die Abhaltung der Vorlesung verhindert werden?
- Redebeiträge zur Abstimmung:
- Alternativvorlesung abhalten
- Hinweis, dass bereits am Dienstag abgestimmt wurde: Pfeifen
- Verhindern der Vorlesung durch Diskussion (nochmaliger Hinweis, dass Diskussionen von großer Notwendigkeit sind)
- Abstimmungsergebnis: Wir wollen erst mit den WiWi-Student(inn)en ins Gespräch kommen

- Bregrenzung der Diskussionszeit
- ausgearbeitete Punkte als Diskussionsvorlage
- ab halb drei Uhr nachts stehen zwei ausformulierte Vorschläge
- Info-AG: PPP vorstellen
- Presseschau für alle anwesenden Student(inn)en

Abstimmung: PPP der Info-AG, Vorstellung des vorläufigen Positionspapiers, Fragen von dazustoßenden Student(inn)en

(Unterfütterungs-AG soll mit Info-AG enger zusammenarbeiten)

Vorschlag angenommen.

TOP: Proteststil
- vorsichtiger Umgang mit der Universitätsleitung, Unileitung vor das Plenum, Rechtfertigung, gemeinsam nach München
- Wir sollten uns nicht "einlullen lassen"
- "Wir wissen aus früheren Erfahrungen, dass sich durch diese Einlull-Taktik nichts verändert."
- Den Gruppen, die uns ohnehin schon unterstützen (z.B. Gebäudemanagement), sollten wir entgegenkommen - jedoch keine Eingeständnisse gegenüber der Unileitung.
- Entgegenkommen gegenüber denjenigen Abteilungsleitungen, die auch uns entgegenkommen.
- Es gibt bereits eine Uni-Konktakt-Gruppe; Die Bereitstellung der Anlage, etc. ist jedoch kein Entgegenkommen, da der Raum besetzt ist.
- Es handelt sich nicht nur um einen Studierenden- sondern allgemein einen Bildungsstreik; das sollte bedacht werden.
- Wir können zeigen, dass wir prinzipiell gesprächsbereit sind - auf dem Niveau einer politisch-akademischen Auseinandersetzung - aber wir sollten unsere Forderungen inhaltlich nicht relativieren.
- M: Es geht letztlich um die Inhalte. "Wir wollen die Studienbedingungen verändern, was hat das Gebäudemanagement damit zu tun?!"
- Gegenrede: Bildung betrifft generell die gesamte Gesellschaft.
- Hinweis, dass unterschieden werden muss: Haltung gegenüber der Unileitung <-> gegenüber dem Gebäudemanagement
- Der Uni-Kontakt-Gruppe wird ihre Kooperation mit der Gebäudereinigung zu unrecht vorgeworfen - Die Entfernung des Abfalls ist beispielsweise im Interesse der BesetzerInnen selbst.
- Problem: Es könnte passieren, dass externe Gruppen (Antifa, schwarzer Block) den Hörsaal/die Uni am Wochenende stürmen, wenn die Verantwortung allein bei den Studierenden liegt.
- "Bildungsstreik" ist unser gemeinsames Ziel - wir müssen uns bewusst sein, dass wir auch Freunde außerhalb der Uni haben. "Ich besetze diesen Hörsaal nicht nur für meinen eigenen Nutzen, sondern auch aus Solidarität mit den Schüler(inne)n, weil diese auch unter dem Bildungssystem leiden, ebenso wie die Studierenden anderer Universitäten." Selbst wenn die "Streikbrecher" in der Mehrheit sein sollten, diese Besetzung ist Teil einer europaweiten Bewegung, wir sind nicht zu wenige!
- Vorschlag: TOP Proteststil sollte verschoben werden
-> Abstimmung: -> TOP sollte vertagt werden
- Gegenreden:
- Es geht nicht nur ums Gebäudemanagement.
- Wohin soll dieser TOP verschoben werden? Um 18 Uhr müssen inhaltliche Probleme besprochen werden. Proteststil sollte jetzt besprochen werden (Zustimmung)
- Es gibt auch noch weitere Fragen, z.B. was geschehen soll, wenn externe Gruppen eindringen wollen, wenn der Raum zu klein wird, etc.


-----Wechsel der Moderation -----

- Wie sieht unser Protest aus? - Konstruktive Vorschläge?
- Diskussion mit der Presse? Oder Beschränkung auf interne Diskussion?
- Es geht nicht nur um das Verhalten gegenüber der Unileitung, sondern den Proteststil allgemein.
- Es ergibt keinen Sinn, die bisherige Kooperation (inbesondere gegenüber Gebäudemanagement) plötzlich einzustellen.
- Es ist beschlossen worden, dass wir erst zur Unileitung gehen, wenn über die Inhalte abgestimmt worden ist. Es ist nicht notwendig, darüber zu diskutieren, in welcher Form/Lautstärke, etc. die resultierenden Forderungen vorgetragen werden sollen.
- Vorschlag: erst Abstimmung über Streikwache am Wochenende, dann Abstimmung über den Inhalt
- Redebeiträge:
- Am Wochenende sollten nur autorisierte Personen anwesend sein dürfen.
- Jemand, der autorisiert ist, sollte immer da sein.
- Es ist auf jeden Fall notwendig, dass jemand am Samstag hier ist, da die Besetzung sonst ihren Sinn verfehlt.
- Es geht nicht um eine Selbstüberwachung, sondern darum, dass Personen anwesend sein werden, die mit der Sache nichts zu tun haben, und die sich vielleicht mit den Angehörigen des Plenums z.B. über das Rauchverbot im HS1 streiten wollen - hier sollte jemand als Ordnungsperson autorisiert sein.
- Einwand: Es sollte hier keine Party gefeiert werden - dies würde unser Anliegen in ein falsches Licht rücken.
- An anderen Universitäten waren Programmelemente wie Bands, etc. erfolgreich und verliefen ohne Störungen.
- Programm außerhalb des Inhaltlichen ist auch zur Motivation der BesetzerInnen zu wünschen.
- Wenn externe Personen angezogen werden, kann dies durchaus positiv für unser Anliegen sein.
- Streikwache
- Bereits gestern Abend wäre die Sache beinahe aus dem Ruder gelaufen, wenn nicht jemand das Wort ergriffen hätte und auf die im Plenum beschlossene Nachtruhe ab 1 Uhr hingewiesen hätte.
- Abstimmung: Streikwache? - Ja.
- Wer soll die Streikwache übernehmen / AG-Gründung?
- Antrag: Die Streikwache soll auf die Einhaltung der Raumordnung achten. Die Raumordnung ist bereits vom Plenum beschlossen und immer wieder ergänzt worden.
- Die Streikwache sollte nicht alkoholisiert sein.
- Meldungen von Freiwilligen für eine streikwache - 5 Freiwillige.

[Uhrzeit: 9:45] -----Moderationswechsel ------

- Anfrage des StuRa Phil.-Soz. ob eine Delegation zur Sitzung soll? Abstimmung: Ja.
- Soll von Phil-Hist auch jemand mitgehen? - ?

- Presse-AG:
- Der Streik ist weltweit bekannt. Es werden weltweit immer mehr; darunter auch immer mehr Hochschulen.
- Es gibt eine Skype-Konferenzschaltung. - Zusammenarbeit und Informationsaustausch mit den anderen Unis.

- Präsentation der Info-AG:
[- Eintreffen von Student(inn)en der 10-Uhr-Vorlesung - AGs werden vorgestellt]

1.: Soziale Herkunft
- Überrepräsentation der oberen / Unterrepräsentation der niedrigeren sozialen Schichten
- Kontrast 81% aller Kinder aus den höheren Schichten studieren <-> 11% aus den unteren
- Zitat Rainer Geißler

- Prof. Dr. Schrödel ist eingetroffen und schlägt vor, sich mit den Student(inn)en vor der Cafete zu treffen, um Fragen zum Stoff zu diskutieren.
- Einladung an die WiWi-Studenten, sich an den Diskussionen zu beteiligen
- Fortsetzung: AG Info

2: Startschwierigkeiten
- Rückgang der Ersteinschreibungen infolge von Studiengebühreneinführung
- Probleme im Studium: psychologische Beratungsstellen zu 30% von Student(inn)en aufgesucht (Zeitprobleme, Leistungsdruck, Geldprobleme)
- Rückgang des Engagements neben dem Studium
- Rückgang der Zahl der Erasmus-Studierenden aus Deutschland
- Finzanzielle Probleme
- Bafög
- Statistik zur Stipendienvergabe: gefördert werden v.a. die aus gehobenen Schichten
- Berufstätigkeit während dem Studium
- Rückgang der Ausgaben von Seiten des Freistaates Bayern für die Hochschulen


TOP: Forderungskatalog
- Auftrag des AKs: Die Kataloge aus Würzburg (an Unileitung und Landtag) sollen entsprechend den Ergänzungen des Plenums abgeändert werden.
- Prozedere: Durchgehen aller Absätze, dann Abstimmungen
- Der Forderungskatalog, den die AG letzte Nacht erarbeitet hat, wird vorgelesen. [Uhrzeit: 10:22]
- offene Fragen: BAFög für Masterstudierende? Reakkreditierung?
- Redebeiträge:
- Forderung nach elternunabhängigem Bafög

1. Absatz: Abstimmung -> akzeptiert

2. Absatz: zu Studienbedingungen/Bolognaprozess
- Nachfragen: keine
- Änderungsanträge: keine
- Abstimmung: akzeptiert

3.: individuelle Schwerpunktsetzungen [Uhrzeit: 10:30]
- Nachfragen/Änderungsanträge:
- Was bedeutet "ausreichend": Verlängerung der Studienzeiten, weil Veranstaltungen aus organisatorischen Gründen nicht belegt werden konnten
-> Änderung der Formulierung (Präzisierung)
- Abstimmung: Satz muss nochmal überarbeitet werden im Hinblick auf die Formulierung "ausreichend"
- Wie soll das "Mitbestimmungsrecht" wahrgenommen werden - Konkretisierung?
- Abstimmung: Konkretisierung ist notwendig
- Vorschlag: Der Forderungskatalog soll an die Fraktionen im Landtag gesendet werden, nicht nur an die Regierung

4.: kein unnötiger Leistungsdruck, weniger Prüfungen, mehr Zeit für eigene Schwerpunktsetzungen und eigene Weiterbildung
- Anträge/Nachfragen:
- Einfügen des Begriffs "wissenschaftlich" -> "selbstständiges wissenschaftliches Arbeiten" (Zustimmung)
- Problematisch: "unnötiger Leistungsdruck"
- Abstimmung -> die beiden Überarbeitungen sollen durchgeführt werden.

5.: Teilzeit- und Doppelstudium
- Anträge/Nachfragen:
- Von welcher Stelle aus muss/kann ein Doppelstudium gewährleistet werden.
- Teilzeitstudium ist prinzipiell immer möglich? - Problem beim BA: Pfichtveranstaltungen
- Formulierung sollte explizit Alleinerziehende erwähnen - Entgegnung: alle familiären Konstellationen sollen in der Formulierung eingeschlossen sein - deswegen ist sie allgemein gehalten

Vortrag heute um 17 Uhr

Heute Abend findet noch ein Vortrag in unserem Hörsaal 1 statt:

Frau Prof. Dr. Doering-Manteuffel spricht um 17 Uhr über "Bildungskritik in Europa", vor dem im Hörsaal 1 versammelten und allen anderen interessierten Menschen.

Wir freuen uns sehr darüber und bedanken uns auch recht herzlich. Selbstverständlich sind alle gern eingeladen, die sich dafür interessieren.

Neue Fotos von der Besetzung

Wir haben nochmal ein paar Fotos von der Besetzung am Mittwoch hochgeladen.

Pressemitteilung von den Schülern zur Bildungsdemonstration am Freitag

Augsburg. Die Versammlung der Unibesetzer hat für Freitag eine Demonstration in der Augsburger Innenstadt angemeldet. Der Demonstrationszug beginnt am Königsplatz, die Abschlusskundgebung wird auch an diesem Platz stattfinden. Schüler, Studenten, Lehrer und weitere interessierte Teilnehmer finden sich um 13 Uhr am Königsplatz ein. Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt, um den Schulbetrieb nicht zu stören und um auch Lehrern die Teilnahme zu ermöglichen.

Die Schüler und Studenten wollen die Repressionen im Zuge des Bildungsstreiks am vergangenen Dienstag, 17.11.09 anprangern. An diesem Tag wurden Schulgebäude von innen verschlossen und Verweise wurden angedroht, um Schüler an der Teilnahme an einer friedlichen und demokratischen Protestkundgebung für ein besseres Bildungssystem zu hindern. Es gab mehrere Solidaritätsbekundungen ausgehend von Lehrpersonal der Augsburger Schulen, Schüler waren gezwungen aus Fenstern zu klettern um am Demonstrationszug teilzunehmen.

Die Forderungen der Demonstranten schließen sich inhaltlich an die der Demonstration vom Dienstag an. Bessere Lehrbedingungen, kostenfreie Bildung und Aufarbeitung der missglückten Reformen, um Konsequenzen daraus zu ziehen, sind zentrale Inhalte der Demonstration.

Die Studenten der Uni Augsburg erklären sich solidarisch mit den Schülern, da es sich um ein gemeinsames Bildungssystem und damit ein gemeinsames Problem handelt. Das kann und muss nur gemeinsam gelöst werden. Deshalb sind die Schüler herzlich eingeladen, an den Plena im Hörsaal I der Universität Augsburg teilzunehmen (nächstes Plenum: Donnerstag, 18.11. um 18 Uhr).

AG Schüler des Bildungsstreiks Augsburg

Demonstrationsaufruf

Liebe Studierende, Schüler und sonstige Interessierte,

wegen der Repressionen gegen die Schüler, die am Dienstag an der Demonstration teilgenommen haben, wurde für morgen eine Demonstration angemeldet:

Freitag, 20.11. 13:00 am Königsplatz (K+L)


Wir demonstrieren gegen die angedrohten Verweise und Strafen gegen die Schüler und deren Einschluss in den Schulen während der Demonstration für bessere Bildung.

Wir hoffen auf euer zahlreiches Erscheinen!

Vortrag heute morgen: Hintergründe zum Bildungsstreik

Heute morgen hatten wir einen ausführlichen und informativen Vortrag von zwei Kommilitoninnen zu den Hintergründen für den Bildungsstreik.

Die Folien des Vortrags gibt es zum Download

Umfrage im Studentenforum

Im Studentenforum der Uni Augsburg (nur für Studierende zugänglich) wird gerade eine Umfrage durchgeführt, wer für und wer gegen die Besetzung des Hörsaals ist.

Falls ihr an der Umfrage teilnehmen wollt, findet ihr sie hier.

Diskussion mit uns

Du fühlst dich von unserer Protestaktion genervt? Oder findest du sie richtig super? Uns ist stetiger Diskurs mit allen Betroffenen, ob positiv oder negativ eingestellt, sehr wichtig. Schließlich kämpfen wir nicht nur für uns selbst sondern auch für alle anderen - auch für dich.

Wenn du mit uns diskutieren möchtest, Anregungen hast oder dir einfach nur mal Luft machen möchtest - wende dich beruhigt an uns. Wir beißen nicht und sind für jede Art von Diskurs zu haben. Komm doch einfach vorbei, wir sind in Hörsaal 1 und werden dort auch eine Weile noch nicht weggehen. Herzlich eingeladen sind alle Studierenden, Dozenten, Angestellte, Privatpersonen und wer sonst noch kommen möchte.

Wenn du vorher lieber mit uns Kontakt aufnehmen möchtest, findest du viele Kontaktmöglichkeiten auch auf unserer Homepage.

Gedanken zum Bologna-Prozess

Uns ist sehr wichtig, unser Anliegen menschlich greifbar zu machen und das Verständnis für alle zu ermöglichen. Wir veröffentlichen hier einen Einblick in die persönlichen Erfahrungen einer Kommilitonin mit dem Bologna-Prozess und den damit verbundenen Anforderungen.

Gerade jetzt ist ein guter Zeitpunkt mal loszuwerden, was uns alle hier bedrückt, vor allem im modularisierten Lehramtsstudium.
Ich studiere Lehramt Grundschule im 3. Semester.
Der Druck des Modularisierten Studiums ist sehr hoch, da die Anzahl der Leistungsnachweise von Semester zu Semester steigt, anstatt sich langsam auf ein Limit einzupendeln, das bewältigt werden kann ohne am Ende eines Semester kurz vor dem Burnout zu stehen. ( nur mal als Hochrechnung: 1LP entspricht 30 Arbeitsstunden, laut "Modulhandbuch" und "neuer LPO" soll man ca. 30 LP in seinem Stundenplan unterbringen - und nebenzu muss man noch arbeiten gehen um mit Studiengebühren und/oder Büchern, Exkursionen, Essen, etc über die Runden zu kommen... und leben will man ja auch noch!)
Es sind zu Ende des Semesters sehr viele Klausuren, im Schnitt zwischen mind. 6 und bis zu 11 - und alle benoteten zählen bereist zum Staatsexamen! Besser fände ich eine sog. "Eingewöhnungsphase": in den ersten beiden Semestern geht es in den Klausuren nur ums bestehen, ab dem 3. Semester zählen die Noten dann zum Staatsexamen - dann hat man als Student die Chance, sich in Ruhe an das System zu gewöhnen und kann ein Gefühl für den richtigen Lernrhythmus entwickeln.

Um uns Lehramtstudenten besser auszubilden ist es überflüssig einen sehr strengen Plan vorzugeben, der den Studenten durch die vielen Leistungsnachweise fast erdrückt. Die vielen Leistungsnachweise führen zum "Bulimie-lernen" und meiner Meinung nach nicht zu besser ausgebildeten Fachkräften.
Man hat keine Zeit eine Veranstaltung aus Interesse zu besuchen oder sich selbst in den gewählten Fächerkombinationen Schwerpunkte zu setzen.

Ich finde es aber lobenswert, dass durch diesen Studiengang die Gewichtung des Staatsexamens verringert worden ist und wir auch weniger Staatsexamensprüfungen haben, als die Studenten der alten LPO.
Alles in allem ein noch sehr unausgereiftes System - vor allem aber muss an den Lehrstühlen intensiv an einer Verbesserung der Stofffülle und der Wichtigkeit einzelner Module gearbeitet werden.
Ich bin auch gerne bereit meine Vorstellungen zu konkretisieren, aber ich will die Leselust hier nicht überstrapazieren ;)

Es wäre schön ein Feedback zu erhalten bzw. zumindest einen Anstoß in die richtige Richtung gegeben zu haben ... leitet das doch bitte an die entsprechenden Stellen weiter!

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Sarah

Früh aufstehen

Die Nachtschicht im besetzten Hörsaal 1 braucht morgen früh um 08:00 Uhr natürlich wieder viel und zahlreiche Verstärkung, vor der ersten Vorlesung!

Heute hat es schon super geklappt, plötzlich war morgens der Hörsaal wieder voll. Beeindruckend und höchst erfreulich, wie viele Menschen sich der Sache verbunden fühlen.

Auch am Donnerstag ist zahlreiches Erscheinen wieder wichtig - um acht beginnt auch schon unser erstes Plenum.

Ach ja, um es nebenher zu erwähnen: Die Seiten Termine, Pressespiegel und Stimmen werden immer mal wieder aktualisiert. Hin und wieder reinzusehen lohnt sich!