Mittwoch, 18. November 2009

Zusammenfassung zum Bologna-Prozess

Unsere AG Info hat eine tolle Zusammenfassung zum Bologna-Prozess vorgetragen, dessen Abschrift uns mittlerweile erreicht hat. Vielen Dank an die AG Info für die gute Arbeit!

Die Bologna-Erklärung wurde 1999 von 29 europäischen Bildungsministern vereinbart und ist völkerrechtlich nicht bindend. Ziel ist ein einheitlicher europäischer Hochschulraum bis 2010. Alle zwei Jahre finden Treffen zur Überprüfung des Fortschritts statt. Inzwischen machen 46 europäische Staaten mit.


Hauptziele

Die Förderung von Mobilität, von internationaler Wettbewerbsfähigkeit und von
Beschäftigungsfähigkeit. Konkret: Bachelor/Master, Credit Points.


Deutschland

Wegen dem Bologna-Prozess und der Föderalismusreform verlieren nationale Gesetze an Bedeutung. Aufhebung des Hochschulrahmengesetzes wird seit 2007 vorangetrieben, ist aber noch nicht ganz abgeschlossen: Der Bund gibt seinen Einfluss auf die Unis weitgehend auf. Damit mussten die Länder neue Gesetze verabschieden und bekamen mehr Kompetenzen. Größere Autonomie der Hochschulen das Ziel. Eigentlich also ein Schritt in Richtung weniger Einheitlichkeit innerhalb Deutschlands.


Kritik


Entstehung

Die Ideen aus der Vereinbarung ähneln den Forderungen eines großen europäischen Industrieverbandes ERT, die dieser einige Jahre vorher eine Arbeitsgruppe zum Thema Bildung hatte. Dieser Verband vertritt die Anforderungen an die Industrie an das Bildungswesen. Er fordert unter anderem engere Verbindungen zwischen Uni und Industrie. In  Übereinstimmung mit dem CHE (Centrum für Hochschulentwicklung, gegründet u.a. von der Bertelsmann Stiftung) wird eine eher breite als tiefe  Ausbildung gefordert und vor allem Lernfähigkeit, Motivation und ein belastbares Fundament für lebenslanges Lernen. Ihr sollt also nach dem Bachelor vor allem leistungsbereit sein und fähig, euch an die aktuellen Anforderungen anzupassen.


Umsetzung

• Es wird eine neue Idee von Bildung etabliert. Uni ist nicht mehr für Persönlichkeitsbildung, Urteilsfähigkeit, unabhängiges Denken zuständig und verliert ihre Autonomie gegenüber der Wirtschaft. Studiengänge werden an die Ziele der Wirtschaft angepasst.
• Ziele werden nicht erreicht: Mobilität. Jede Uni erfindet ihre eigenen  spezialisierten Studiengänge. Wechsel in andere Unis oder Länder nach wie vor schwierig. Nicht am ursprünglichen Vorbild des amerikanischen BA mit breiter Grundbildung orientiert.
• Hoher Druck auf Studenten: Viele Leistungsnachweise; keine Gestaltungsmöglichkeiten des Studiums; Komplikationen, wenn man Veranstaltungen verpasst: Erschwert Auslandsaufenthalte und Praktika. Verlust von Selbständigkeit im Studium.
• In Deutschland werden viele Änderungen mit Bologna begründet, die so überhaupt nicht in der Vereinbarung stehen, z.B. Studiendauer von sechs Semestern (ist nur Mindestdauer).
• Zwei-Klassen-Abschlüsse, da nicht alle Absolventen einen Master-Platz bekommen.
• In einigen Fächern haben Bachelor-Absolventen kaum Berufschancen.
• Hintergrund: Die EU hat keine Kompetenzen im Bereich Bildungspolitik. Viele denken, Bologna sei eine EU-Vereinbarung und bei Nichteinhaltung würde es Sanktionen geben, das stimmt aber nicht.
• Nationale Besonderheiten gehen verloren, z.B. Diplomstudiengänge, die international geschätzt wurden.
• Dass die Umsetzung bis 2010 nicht erreichbar ist, wurde schon eingeräumt.

Radiomitschnitt bei Radio Fantasy

Wir waren heute natürlich auch schon im Radio, bei Radio Fantasy um genau zu sein!

Zusammenfassung: Plenumssitzung 18.11, 18.00Uhr

  1. Es wird beschlossen, ab Donnerstag die Uni-Leitung mit einem offiziellen Protokoll aufzusuchen, um unsere Forderungen friedlich darzustellen.
  2. Dem studentischen Konvent soll entgegengekommen werden, nicht zuletzt da er uns allen durch die Bereitstellung eines Busses zur Uni Schillstraße entgegengekommen ist.
  3. Studenten sollen nicht namentlich genannt werden, vielmehr soll eine eigene Ordnung aufgestellt werden. Dadurch sollte die Universitätsleitung etwas davon abgebracht werden, von der Hausordnung Gebrauch zu machen.
  4. Streikbrechern wird prinzipiell entgegengekommen.
  5. Die Delegation in der Konventssitzung bekommt Verstärkung.
  6. Es wird festgehalten, dass wir unseren Hörsaal besetzen, weil es Probleme gibt und um sich mit anderen Universitäten zu solidarisieren.
  7. Einzelinitiative: Mit einer Druckmaschine von Unterstützern werden Flyer ausgedruckt. Weiterhin besteht das Angebot, Flyer, die an Gymnasien verteilt werden können, dort zu verteilen.
  8. Es wird abgestimmt, ob eine AG Organisation zur Erstellung von Protokollen und zur Koordinationsarbeit geschaffen werden soll. Dazu gehören würden eine offizielle Telefonnummer und ein ständig anwesender Ansprechpartner zur Behandlung organisatorischer Fragen.
  9. Der Programmablauf für das Wochenende wird von einer eigenen Arbeitsgruppe organisiert.
  10. An FOS und BOS wird ebenfalls Werbung für unseren Streik gemacht werden.
  11. In unserem Blog werden die Kontaktmöglichkeiten verbessert, um mehr Studenten Zugang zur Kommunikation mit uns zu ermöglichen.
  12. Mehr Studenten sollen mobilisiert werden - die Sport-Studenten etwa haben noch nicht besonders viel von uns mitbekommen.
  13. Am Donnerstag wird zweimal das Plenum einberufen - einmal um 08:00 Uhr und einmal um 18:00.
  14. Bis dahin wird noch mehr Werbung in Mensa etc. gemacht, um zusätzliche Unterstützer anzuwerben.
  15. Weiterhin wird, zusammen mit Freiburg und Würzburg, ein Livestream ins Internet aus den Plenarsitzungen eingerichtet.
  16. Die AG Presse verliest Solidaritätsbekundungen, nette Wünsche und weitere E-Mails, die uns erreicht haben.
  17. Die AG Schule hat Flyer für die Demo am Freitag fertiggestellt. Einige Studenten werden am Donnerstag beim Verteilen an Schulen und in der Stadt helfen.

Noch mehr Fernsehen!

Wir sind nochmal im Fernsehen und im Internet zu sehen!

Bei Augsburg.TV

Bei der Augsburger Allgemeinen/rt1.tv

Zusammenfassung der Plenumssitzung am 18.01.2009 um 14 Uhr

Berichte aus den AGs wurden gesammelt und zusammengefasst:

Mobilisierung

Fyler wurden kopiert und mehrfach verteilt. An die FH Augsburg werden ebenfalls Flyer verteilt. Um 13.30 wurde in der Mensa Studenten zur Plenumssitzung eingeladen. Aufruf zur weiteren Mobilisierung innerhalb eigenen sozialen Netzwerke.

Versorgung

vor dem HS I gibt es Quarkschnitten, die aus der gemeinsamen Kasse finanziert wurden. die Kasse steht vorne am Pult; Aus der AG Versorgung kocht jemand Chilli für alle. Es werden noch Helfer gesucht, die sich freiwillig zum Einkaufen und kochen bereitstellen.
Bäckerei Balletshofer schenkt Brötchen vom Vortag für den 19.11 den Studenten. Kulturzentrum spendet 400 Wasserflaschen. Obst wurde auch gespendet. Allgemein muss angemerkt merken, dass die spontane Spendebereitschaft beachtlicht ist.

Schule

zwei Schüler haben eine Pressemitteilung erarbeitet, mit Aktionen und inhaltlichen Themen. Pressemitteilung kann auf der Homepage gelesen werden.
Geplante Aktionen: Am Freitagnachmittag wird in Augsburg eine Demo veranstaltet werden. Diese beginnt um 13.30 am Kö. Es wird gegen die erstens gegen die Repressionen demonstriert, denen die Schüler von ihren Schulen ausgesetzt waren, wenn sie sich am Protest beteiligt haben. Zweitens wird natürlich auch wieder auf die Bildungsmissstände aufmerksam gemacht. Für diese Demo werden Flyer erstellt und vorrangig an Schüler verteilt. Die Hemmschwelle der Schüler soll abgebaut werden und auch sie werden aufgerufen sich an der Besetzung des Hörsaal 1 zu beteiligen.
Mit einer 2/3 Mehrheit des Plenums solidarisieren sich die Studenten für die Demo am Freitag und es werden alle Studenten aufgerufen sich an der Demo zu beteiligen.

Presse

Der Streik hat in Augsburg große Erfolge erzielt: Radio, Presse und das Fernsehen waren da. Es haben sich weitere Länder an dem Streik beteiligt und es werden laufend mehr.
Hier sind z.B. USA, Norwegen, Japan und Südafrika zu nennen. Auch deutschlandweit breitet sich der Protest stetig aus.
Medien, die über unseren Protest berichten: RT 1 , Augsburger Zeitung, Antenne Bayern, Bild, Münchner Merkur, Timeshot, Kanal C, Video der AZ. Augsburg ist ganz oben mit dabei in der Berichterstattung.

Kontakt Unileitung

Generell wurde der Protest positiv von der Universitätsleitung aufgenommen. Es werden Ersatzräume für die Vorlesungen aus Hörsaal 1 organisiert. Bei den Vorlesungen, die ab 15.00 Uhr im HS I gelesen werden sollen, wird wahrscheinlich auf die Mensa ausgewichen. Weitere Ausweichräume wurden vorgeschlagen: leerer Konzertsaal in der Schillerstraße und Räume im Bukowina - Institut.
Am Freitag um 10 Uhr wird wahrscheinlich einer Einladung der Universitätsleitung nachgekommen, bei der Gelegenheit die Forderungen der Studenten dargelegt werden sollen. Deswegen wird am Donnerstag um 18.00 Uhr ein spezieller Forderkatalog erstellt und dem Plenum um 18 Uhr zur Abstimmung vorgelegt. Voraussichtlich wird der Streik auch am Wochenende nicht abbrechen.
Herr Bottke, der Präsident der Universität, hat eine Studentendelegation zur Leitungssitzung heute um 18.30 eingeladen. Es wurde im Plenum beschlossen zwei Studenten zu entsenden, jedoch sollen die noch keine inhaltlichen Themen vorstellen, sondern nur unsere Aktion vorstellen.

Info

Rechercheergebnisse zum Bologna Prozess und Verteilung der Studiengebühren werden präsentiert. Donnerstag 11.45 Treffen der StuRA Phil.- Hist., zu der alle herzlich eingeladen sind. Es werden Verteilungen der Studiengebühren aus der PhilHist- Fakultät erläutert und von der gesamten Ebene der Universität.
Alle Institutionen können einen Antrag dafür stellen, wofür sie in ihrer Fakultät das Geld aus den Studiengebühren für sich bewilligen können.
Es wird dennoch immer noch die Verteilungstransparenz kritisiert.

Inhalt

Zwischen 11- 14 wurden zwei Forderungskataloge der Universität Würzburg besprochen. Diverse Formulierungen für die Uni Augsburg wurden verworfen. Es wird eine AG Formulierungen gegründet, die einen eigenen Forderungskatalog formuliert und am Donnerstag um 18 Uhr zur Abstimmung im Plenum vorlegt. Die AG Formulierungen will vor allem Themen genauer ausarbeiten und Formulierungen schärfen und präzisieren. Es werden Koordinationsstellen mit den einzelnen Fachbereichen eingerichtet, um die konkreten jeweiligen Missstände auszuarbeiten, ohne diese im kompletten Plenum zu besprechen.

AG Ringvorlesung

Es soll eine Ringvorlesung organisiert werden und dazu werden Dozenten, aber auch Studenten gesucht, die passend zum Thema Bildung einen Vortrag halten wollen.


Zeitplan

Die Zeit im Hörsaal soll durch Abendprogramm und auflockernde Elemente erleichtert werden. Durch Filmvorführungen, Musik etc. soll die Ausdauer der Besetzer gestärkt werden. Am Donnerstagabend soll es kleine Konzerte von Bands geben.

Freitags, den 19.11, findet das Plenum um 18.00 Uhr statt. Bis Donnerstag werden Inhalte und Forderungen diskutiert und diese dann am Abend vorgestellt und zu Abstimmung vorgelegt. Ab Freitag werden Ruhezeiten eingeführt, um den Aufenthalt der Studenten zu erleichtern und ein Studieren im Hörsaal zu ermöglichen.

Flyer die im Moment im Umlauf sind!!

HS 1 besetzt!!!


Schließ dich den bundesweiten Studentenprotesten an!

Für ein besseres und gerechteres Bildungssystem!

Veränderung - Jetzt oder nie!!!

Noch nie war die Resonanz in Medien und Politik so groß!!! Es passiert was!!

Seit Dienstag 13:45 haben sich auch die Augsburger Studenten der bundesweiten Protestbewegung für die Reformierung des Bildungssystems angeschlossen. Der HS 1 wird Tag und Nacht besetzt – und das wird sich in den nächsten Tagen auch nicht ändern!!!

Komm in den Hörsaal 1 der Universität Augsburg und mach mit!!!

Proteste in aller Welt

Nicht nur in Augsburg und in vielen vielen anderen deutschen Städten wird protestiert und besetzt, auch andere Länder haben sich den mittlerweile internationalen Protesten angeschlossen.

Die Karten sind recht eindrucksvoll sprechen für sich:

Karte #1

Karte #2

Zur Raumnot

Mit eines unserer Anliegen ist die Raumnot an der Universität. Als mündige und trotzdem verantwortungsbewusste (ja, das kann sich mal ausschließen) Menschen möchten wir deswegen natürlich trotz Protest die Beeinträchtigung für andere Studierende unter den gegebenen und notwendigen Umständen möglichst gering halten.

Unser "AK Unileitung" steht natürlich im Kontakt mit der Unileitung. Dabei ergab sich heute, dass für die durch unseren Protest leider entstehende Raumnot Abhilfen gesucht und auch gefunden wurden: Es ist geplant, Veranstaltungen teilweise in die Mensa zu verlegen oder in einen freien Konzertsaal in der Uni Schillstraße. An weiteren Möglichkeiten wird selbstverständlich weiterhin gearbeitet.

Pressemitteilung: Hörsaal in Augsburg bleibt weiter BESETZT - Demo geplant

Studenten wollen morgen Abend Forderungen verabschieden

Heute haben in der besetzten Universität verschiedene Arbeitskreise, organisiert von Studenten, getagt. Flyer wurden gestaltet und an der Universität verteilt. Die Gruppe "Versorgung" wird für heute Abend Chilli Con Carne kochen, eine Bäckerei spendet Semmeln und Brot vom Vortrag. Ein Kulturzentrum spendet 400 Flaschen Wasser für die Studenten im Hörsaal I der Uni Augsburg.
Am Donnerstag findet um 18 Uhr das wichtigste Plenum der Besetzung statt: Hier soll über die Inhalte der Forderungen an Universität und Freistaat abgestimmt werden. Die Studenten arbeiten derzeit an Vorschlägen; als Grundlage dienen Ideen der besetzten Universität Würzburg.
Seit gestern besteht zur Leitung der Uni Augsburg ein regelmäßiger Kontakt. Sie steht der Besetzung positiv gegenüber. Am Freitag um 10 Uhr ist ein Gespräch geplant, in dem die Studenten ihre Forderungen übergeben. Heute Abend nehmen Vertreter der Studenten an einer Sitzung des studentischen Konvents teil; sie werden der Leitung die aktuelle Vorgehensweise erläutern. Eine Lösung ist bereits gefunden: Die Vorlesungen, die normalerweise jeden Tag ab 15 Uhr im besetzten Hörsaal stattfinden, werden in die Mensa verlegt.
Die Besetzung der Uni Augsburg dauert an: Am Wochenende wollen die Studenten als Protest "gegen Leistungsdruck" im Hörsaal übernachten.

Am Freitag Nachmittag planen Schüler, die sich an den Protesten der Studenten beteiligt haben, eine weitere Demonstration in der Augsburger Innenstadt. Um 13.30 wollen sie am Königsplatz starten.

Am Donnerstag oder Freitag wird vielleicht die Augsburger Band „King the Fu" (http://www.myspace.com/kingthefu) im besetzten Hörsaal spielen, um Solidarität zu zeigen.
Die Berichterstattung der Medien zur Besetzung der Uni Augsburg ist riesig. Alle bisherigen Beiträge finden Sie in unserer Liste Pressespiegel.

Pressemitteilung von Augsburger Schülern

Die AG-Schüler hat auf der Plenumssitzung nicht nur beeindruckend viel Engagement bewiesen sondern auch eine Pressemitteilung verabschiedet:

Augsburg. Seit Dienstag ist der Hörsaal 1 der Universität Augsburg fest in Hand von 500 Protestierenden. Auch nach dem ersten Tag der Besetzung finden sich unter den GegnerInnen des derzeitigen Bildungssystems auch weiterhin eine Anzahl von SchülerInnen, die ihren eigenen Arbeitskreis gebildet haben.

In den Plenarsitzungen, die zwar größtenteils von StudentInnen getragen werden, kommen dennoch die Anliegen der Schülerschaft zur Sprache. Die anwesenden SchülerInnen, die bereits im gestrigen Bildungsstreik die Missstände des deutschen Bildungssystems kritisierten, haben sich in eine Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, um nun ihre Forderungen zu konkretisieren und ihr weiteres Vorgehen zu koordinieren.

Die aktiven SchülerInnen sehen die Unibesetzung in einem größeren Kontext, der auch ihre Bildungsanliegen berührt. Die von den Studierenden kritisierte Entwicklung im Universitätsbetrieb zeichne sich schon im Schulalltag ab und ist allgegenwärtig. Durch die Ökonomisierung des Bildungsbetriebs sind die SchülerInnen aller Schultypen einem fortschreitendem Konkurrenzkampf ausgesetzt und werden auf pures Funktionieren getrimmt.
Damit entfernt sich die Bildung von Bildung als Selbstzweck hin zur Einordnung in den Produktionsprozess. Aufgrund dieses Zusammenhangs gehört der Schülerprotest in den Hörsaal und umgekehrt.

Es wird erhofft, dass dieser notwendige Protest nicht in dem Maß mit Repressalien überzogen wird, wie sie im Vorfeld zum gestrigen Bildungsstreik angekündigt worden sind. So wurden SchülerInnen in ihren Bildungseinrichtungen eingesperrt, um ihre Mitwirkung am Protest zu verhindern und Schulverweise im hohen Maße angekündigt. Der AK Schule in der Universität Augsburg ächtet dieses Vorgehen und fordert die Verantwortlichen auf, das politische Engagement der Schüler nicht zu bestrafen.

Der Arbeitskreis fordert deshalb die Möglichkeit auf ein selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungs- und Konkurrenzdruck. Darunter fallen z.B. mehr Freiheiten in der Fächerwahl und eine größere Ausrichtung des Schulbetriebs auf das Studium.

Des Weiteren wird ein freier Bildungszugang und die Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie Studien-, Ausbildungs- und Kitagebühren verlangt. Es kann nicht sein, dass Bildung in dem gegenwärtigen Rahmen vom Elternhaus abhängt.

Eine Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen (wie z.B. die Transparenz der Geldausgaben in den Schulen) wird verlangt.

Auch eine höhere öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft u.a. auf Lehrinhalte, Studienstrukturen und Stellenvergabe muss Ziel der Politik sein. Sie hat deutlich mehr Raum und Personal zu stellen.

In letzter Konsequenz wird die endgültige Abschaffung der Ökonomisierung und dem damit einhergehenden Konkurrenzdenken und Konkurrenzdrucks gefordert. So wäre eine deutliche Veränderung des achtjährigen Gymnasiums, die dem Bildungsbegriff gerecht wird, unumgänglich.

Der AK Schule ist letztlich auf die SchülerInnen angewiesen, die aufgerufen sind, sich am Bildungsprotest, der momentan primär an den besetzten Universitäten stattfindet, aber sich auch auf die Schulen bezieht, zu beteiligen.

Im Zuge drohender Repressionsmaßnahmen und abhängig vom weiteren Verlauf der Besetzungen wird über weitere Aktionen nachgedacht.

Nachfragen und Informationen sind entweder auf der Website der Unibesetzung http://uniaugsburgbrennt.blogspot.com/ oder unter folgender E-Mail Adresse schuelerplenum@gmx.de zu erhalten, auch Anregungen sind erwünscht.

Tagesordnung für das Plenum um 14 Uhr

  • Bericht aus den AGs
    • Mobilisierung
    • Versorgung
    • Schule
    • Presse
    • Kontakt Unileitung
    • Info
    • Inhalt
    • Ordnung
  • Nutzung des Hörsaal 1
  • Inhalt
  • Ordnung

Grüne Hochschulgruppe Soli

Liebe Hörsaalbesetzer,

die GHG Augsburg hat eine Stellungnahme zu der Besetzung von Hörsaal 1 der Universität Augsburg verfasst und möchte euch diese gerne auch zukommen lassen:

"Nach einer Demonstration in der Innenstadt, von der einige Schulen ihre SchülerInnen fern hielten, indem sie die Eingangstüren verschlossen, wurde an der Universität Augsburg der Hörsaal 1 am frühen Nachmittag des 17. Novembers 2009 von Studierenden und SchülerInnen besetzt.

Die GHG begrüßt es sehr, dass die Studierenden sich engagieren und mit Aktionen deutlich machen, dass auch an der Universität Augsburg einiges im Argen liegt. Die Besetzer haben Arbeitskreise gebildet, um ihre Forderungen und die Probleme zu formulieren. Wir als GHG stehen hinter den Forderungen und hoffen, dass die Besetzung friedlich und ohne Schäden verlaufen wird und eine positive Reaktion von Hochschulleitung und Politik hervorruft.

Allerdings können wir uns nicht mit der undemokratische Umsetzung der Besetzung, sowie der Tatsache, dass Lehrveranstaltungen aufgrund der Besetzungen entfallen werden, solidarisieren. Dies ist aber auch ein deutliches Zeichen für die Raumnot an unserer Universität, da es keine Ausweichmöglichkeiten gibt. Auch von uns zu Ohren gekommenen Beleidigungen möchten wir uns distanzieren.

In diesem Sinne: Macht weiter, aber hört auch auf die Meinungen derjenigen, die keine Lehrveranstaltungen ausfallen lassen wollen und seid demokratisch und fair!"

Viele Grüße,
die Grüne Hochschulgruppe Augsburg

Nicht nur Augsburg brennt: Studierende in Deutschland erheben sich

Seit drei Wochen, nachdem der studentische Streik in Österreich entfacht ist, ist der Streik nach Deutschland übergeschwappt. Am 17. November gab es in fast 50 deutschen Städten Demonstrationen zum Bildungsstreik 2009. Der Hörsaal der TU Dresden, der Kupferbau in Tübingen, die Akademie der bildenden Künste und das Audimax München, Heidelberg, Hamburg, Würzburg, Münster und viele Hörsäle, die hier nicht alle aus Platzmangel genannt werden können, wurden besetzt. Aus Deutschland und Österreich schlägt die Welle über den großen Teich zu den USA und Japan. Auch der HS I der Uni Augsburg, der größte Hörsaal der Universität Augsburg wurde von rund 500 Studenten besetzt. Am Vormittag trafen sich mehrere Studenten und Schüler am Elias Holl Platz und sammelten alle Bildungsstreikenden von ihren Schulen ein, sofern sie nicht von ihrer Schule eingesperrt wurden. Dem entgegen ließen sich einige Schüler, trotz den Repressalien seitens ihrer Schule, nicht entmutigen und traten dem Bildungsstreik bei, indem sie aus dem Schulfenster stiegen. Nicht nur die Uni Augsburg brennt, sondern ganz Deutschland, und bald die ganze Welt!

Besuch vom Dozenten und vom Vizepräsidenten

Wir sind noch immer da, im Hörsaal 1, und werden auch so schnell nicht weg gehen. Viele haben im Hörsaal geschlafen, die Stellung wurde gehalten. Gegen Morgen wurde es dann kurz nach acht schon spannend: Die erste Vorlesung am neuen Tag sollte stattfinden.

Zu Besuch kamen deswegen der Dozent, Prof. Dr. Maiwald (Deutschdidaktik) und Prof. Dr. Dr. Werner Wiater, Vizepräsident der Universität und zuständig für den Bereich Lehre und Studierende.

Die Diskussion mit den Vertretern lief gut und gesittet. Selbstverständlich konnten sie sich nicht zu uns dazusetzen und mitprotestieren, alles in allem fanden sie unsere Standpunkte aber doch zumindest nachvollziehbar. Dass wir unsere Kritik laut machen und nicht scheuen, sie zu äußern, stoß auf Gegenliebe. Viele konkrete Beschlüsse hatten wir nicht zu fassen, unsere Standpunkte wurden dennoch klar.

Für den Lauf des Tages wurden noch weitere Gespräche mit Herrn Prof. Wiater geplant. Herr Prof. Maiwald hätte natürlich seine Vorlesung gern gehalten, beugte sich allerdings gleich der "normativen Kraft des faktischen" (O-Ton) und verzichtete auf seine Vorlesung.

Wir möchten hier noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Diskussionen gesittet und ruhig verlaufen sind - sehr zu unserer Freude!

Stimmen

Uns erreichen viele viele viele Solidaritätsbekundungen, unser Protest hier in Augsburg scheint wirklich gut anzukommen und darüber freuen wir uns natürlich total!

Wir veröffentlichen hier für euch zum Nachlesen die längsten davon. Darunter sind auch die einiger Parteien und politischen Vereinigungen. Während wir uns mit dem Veröffentlichen der Posts zwar in kein politisches Spektrum einordnen wollen, freuen wir uns natürlich dennoch über die ermutigenden Worte. Sortiert sind die Schreiben einfach chronologisch.
Sadt- Jugendring Augsburg hat sich mit uns solidarisiert.


Plenum der BesetzerInnen in Regensburg


Aufgrund der vielen Überschneidungen von Arbeitsweisen und Forderungsinhalten strebt das Plenum der besetzten Universität Regensburg ab sofort eine vertiefte Zusammenarbeit mit den Streikenden an der Uni Augsburg an.

Das Plenum der besetzten Universität Regensburg sowie ihre Arbeitsgemeinschaften freuen sich auf einen konstruktiven Dialog, Austausch sowie gegenseitigen Besuch und Kritik.

Wir halten diesen Ansatz sowohl für den Ausbau unserer Vernetzung als auch für die Gewährleistung des basisdemokratischen Organisationsprinzips für sinnvoll.

Wir laden die anderen Besetzer_innen* ausdrücklich zu dieser Form der Zusammenarbeit ein.

Fachschaft Philosophie


(Banner- Text)
"Für die Gebildeten ist die Bildung die zweite Sonne
-Heraklit, 500 v. Chr.-
Eure mitprotestierende FS Philosophie"


Videos auf YouTube zur Demo


http://www.youtube.com/watch?v=rRecrQs6fNE
http://www.youtube.com/watch?v=Ww1PAe4OXfY
http://www.youtube.com/watch?v=5pWfC_xCrCY&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=8pd16jsW2SQ&feature=related


Austausch mit anderen Unis


"Liebe MitstreikerInnen, wer von euch besetzten Hochschulen hätte heute Abend Lust und Zeit ab 18:00 Uhr per Skype und Webcam in Weingarten vorbei zu schauen und Infos auszutauschen. Meldet euch doch einfach 0172-2865423. Solidarisch, Korina"


Grüne Hochschulgruppe


http://uniaugsburgbrennt.blogspot.com/2009/11/grune-hochschulgruppe-soli.html


ATIF

"Hallo Zusammen,

wir, die Föderation der ArbeiterInnen aus der Türkei in Deutschland
ATIF, möchten hierit unsere Solidatität mi eurem Protest und mit dem
der Studenten Weltweit bekunden.
In einer Zeit, die besimmt ist durch die Interessen von Staat und
Kapital, sehen wir es als äußert wichtig und zwingend notwendig die
Interessen der Bevölkerung entschieden zu vertreten und Ihr als teil
dieser Bevölkerung macht nicht anderes.

Vergesst nicht: die 68er haben den Grundstein für ein Soziales
gleichgewicht in der Gesellschaft gelegt, wei wir heute wissen,
deshalb ist der Protest für die zukünftigen etnwicklungen auf der WElt
von enorm großer Bedeutung. ES geht um was lässt sich diese
gesellschaft aufzwingen und was nicht!!!

Deshalb der Appel an euch haltet durch und lasst euch nicht abspeisen!!

Hoch die Internationale solidarität der Studenten Weltweit.

ATIF"


Fachschaft Romanistik


Liebe Romanisten,


Die Fachschaft Romanistik erklärt sich solidarisch mit der Besetzung von Hörsaal I, den Besetzern und den Forderungspunkten.

Bitte liebe Studenten und Studentinnen: Beteiligt Euch am Streik und an der Besetzung! Nur zusammen können wir was verändern.


Liebe Grüße,

Die Fachschaft Romanistik

Neue demokratische Jugend


Solidaritätserklärung an die StudierendInnen der Unıversität Augsburg

Liebe Studierend/Innen,

Mit Freude beobachten und beteiligen wir uns in euren Besetzungsaktionen und Protesten. Eurer Kampf gegen die Privatisierung und Kommerzialisierung der Bildung ist auch unserer.

Der Bildungsmarkt soll nach Imperialistischen Konzept internationalisiert werden. Konkret bedeutet das, dass einzelne Module praktisch gut in andere Länder exportierbar sind und muss sich dafür an allgemeinen verbindlichen Standards messen lassen. Es wird versucht, die Vergleichbarkeit von Abschlüssen voranzubringen, genauer formuliert: Es ist der Versuch die Bildung zu einer markttauglichen Ware zu rechtfertigen und die Studierenden zu Kunden zurückzustufen, statt sie gleichberechtigt am wissenschaftlichen Prozess teilhaben zu lassen. Dieser Bildungsmarkt ist auch bereits in Deutschland angebracht. Durch das internationale Handelsabkommen mit Dienstleistungen wird die Bildung als kommerzielle Dienstleistung klassifiziert. Von wegen die Vision “Ein Europa des Wissens!” Die Quote der Studierenden, die vom BA in den MA Studiengang gelangen sollen, liegt in ganzen Europa darunter als erwartet. Es ist nicht akzeptabel, dass das Grundstudium als etwas Minderwertiges für die Masse und eine wissenschaftliche Ausbildung für die Elite gesehen wird.

Die Privatisierungspolitik wurde heutzutage im Namen der Stiftungsuniversität umgesetzt, daraus folgt, dass unter den Studierenden die “Schlechten” selektiert und das Bildungswesen zu Wirtschaftsbetrieben umgewandelt werden. Als Folge der Privatisierung wurden die Bosse der Banken, Stiftungen und wirtschaftliche Betriebe als Senatsmitglieder genannt. Die, die Zukunft der Bildung für eigene Interessen umformen ohne Rücksicht auf die Chancengleichheit und Bildungsrecht des Menschen zu achten.

Aus diesem Grund, müssen wir uns gegen die Kapitalistische Bildungspolitik stellen und eine solche Politik des Bildungswesen des Kapitalismus zerschlagen. Es darf aber nicht vergessen werden, dass diese Bewegungen in Europa, die sich sehr schnell von Land zu Land ausgeweitet haben, diesmal einen selbstverwaltenden Grundbasis gehabt haben. und durch diese selbstverwaltende Studentenbewegung, muss in unserem gemeinsamen Kampf systematische Strukturen erschafft werden, denn dieser Grundkonsens und Inhalt kann es ermöglichen langfristige Strukturen aufzubauen.

Kämpfen wir Gemeinsam und International um das Recht einer unentgeltlichen und Demokratischen Bildung. Wir als die Neue Demokratische Jugend solidarisieren mıt euch und schließen uns eurem Kampf an. Besetzung und Proteste ausweiten!!! Bildung ist Keine Ware!!! Stoppt die Privatisierung!!! Kampf gegen die europäische Kapitalinteressen!!! Kampf diesem Bildungssystem heißt, Kampf dem Kapitalismus!!!

ATIK - Neue Demokratische Jugend

Solidaritätserklärung der GEW

Liebe Studiernde, liebe BesetzterInnen,

wir, die Hochschulgruppe der GEW (Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft) unterstützen Euren/Unsren Kampf für ein gutes Bildungssystem und erklären uns solidarisch mit der Besetzung des Hörsaals an der Uni Augsburg.
Das Menschenrecht auf Bildung muss in Deutschland verwirklicht werden! Die soziale Spaltung in unseren Kindertagesstätten, Schulen und Hochschulen, in der beruflichen Bildung und der Weiterbildung ist und bleibt ein gesellschaftlicher Skandal!

Wir brauchen mehr Zeit für gute Bildung geben. Die verkürzte Schulzeit (G8), der sechssemestrige Bachelor und zweijährige Berufsausbildungen sind die bekanntesten Auswüchse einer Bildungspolitik unter dem Spar-Diktat. Wir brauchen keine Fast-Food-Bildung. Wir wollen keinen McHumboldt!

Wir kämpfen mit Euch für ein gutes Bildungswesen, das gleiche Chancen für alle Menschen garantiert! Weiter so!

Mit Solidarischem Gruß
GEW-Hochschulgruppe

StipendiatInnengruppe Augsburg der Hans Böckler Stiftung - Stiftung der Gewerkschaften


Liebe BesetzerInnen, StudentInnen, SchülerInnen, und Lehrende,

wir, die Augsburger StipendiatInnengruppe der Hans-Böckler-Stiftung, begrüßen die Besetzung des Hörsaal 1 der Universität Augsburg und erklären uns solidarisch mit den Streikenden und unterstützen deren Forderungen.

Die derzeitigen Zustände und Entwicklungen im Bildungssystem sind unserer Meinung nach nicht weiter hinnehmbar. Weltweit sind Umstrukturierungen vieler Lebensbereiche nicht mehr gemeinwohlorientiert, sondern den sogenannten Gesetzen des Marktes unterworfen. Seit ein paar Jahren ist nun auch das Bildungssystem in den Sog dieser politischen Denkeweise geraten. Die Umsetzung der in Bologna beschlossenen Reformen erschweren das Studium. Studierenden ziehen sich immer mehr aus gesellschaftlichen, sozialen oder gewerkschaftlichen Aktivitäten zurück. Beide Tatsachen werden hervorgerufen durch verkürzte Studiendauer und erhöhter Leistungsdruck. Studiengebühren treffen uns alle, besonders aber diejenigen, die in ihrem Studium nicht ohne die finanzielle Hilfe ihrer Eltern auskommen können. Studiengebühren verschärfen die soziale Auswahl!

Das im Grundgesetz verankerte Recht auf Bildung muss allen Menschen gleichberechtigt - unabhängig von ihrem Kontostand, oder dem der Eltern - zugänglich sein. Deshalb bedarf es der Abschaffung sämtlicher Bildungsgebühren – von der Kindertagesstätte bis zu der Universität. Sozial ungerechten Studiengebühren sind nur ein Aspekt des Bildungssystems, für deren Streichung es sich lohnt auf die Straße zu gehen oder, eben wie in Augsburg und bundesweit vielen anderen Orten, die Unis zu besetzen. Wir wollen ein selbstbestimmtes, solidarisches Lernen und Leben jenseits von starrem Zeitrahmen, Leistungs- und Konkurrenzdruck.

Die europaweiten Demonstrationen und Besetzungen der Universitäten sind für uns ein Zeichen, dass StudentInnen und SchülerInnen mit dem derzeitigen Bildungssystem nicht zufrieden sind und eine dringende Änderung der derzeitigen Verhältnisse anstreben.

Wir unterstützen die aktive Teilnahme der StudentInnen und SchülerInnen bei der Besetzung des Hörsaals und wünschen euch und uns viel Durchhaltevermögen.
Mit solidarischen Grüßen,
StipendiatInnengruppe Augsburg der Hans Böckler Stiftung - Stiftung der Gewerkschaften

Landesschülerrat Bayern


Liebe Studentinnen und Studenten,

als ein Kreis von bayerischen Schülervertreterinnen und -vertretern, der
sich auf Landesebene für die Interessen der Schülerinnen und Schüler
Bayerns stark macht, möchten wir euch unsere Anerkennung für eure
beispielhafte Besetzungsaktion aussprechen.

Es ist nur rechtens, wenn sich Betroffene für ihre Bedürfnisse einsetzen.
Im Studienwesen liegt einiges im Argen. Nicht der Wille und die Wünsche der
Studentinnen und Studenten zählen.
Studiengebühren und die schlechte Umsetzung des Bachlor-Master-Systems
belasten die jungen Menschen an den Universitäten und Hochschulen.

Wir hegen die Erwartung, dass noch weitere Besetzungen folgen
werden. Hoffentlich wird dadurch endlich gegen bestehende Missstände
angegangen und es werden gewichtigere Beteilungs- und
Mitentscheidungsmöglichkeiten für Studentinnen und Studenten
Realität.

Gerne unterstützen und helfen wir euch mit allen uns zur Verfügung
stehenden Mitteln, wenn ihr dies wünscht.


Solidarische Grüße


Der Landesschülerrat Bayern

FAU Nürnberg

Solidaritätserklärung mit den Streikenden Besetzern der Uni


Die FAU Ortsgruppe Nürnberg solidarisiert sich mit den Schülern, Azubis und Studierenden, die schon seit längeren Hörsääle besetzt halten. Wir sind der Meinung das eine Besetzung legitim ist. Denn die Regierenden, werden UNS erst ein Ohr für UNSERE Belange und Forderungen schenken, wenn wir zu solch drastischen Mitteln greifen. Da wir leider nur eine kleine Basisgewerkschaft sind, können wir leider nicht mit finanziellen Mitteln aushelfen. Dennoch werden wir uns mit ganzen Herzen und grenzenloser Solidarität dafür einsetzen, das die Forderungen die Bundesweit an die Regierung gestellt werden, durchgesetzt werden. Wir sagen: Bildung ist kein Privileg der Reichen sondern auch der Armen.
Bildung für alle und zwar umsonst.


Mit freundlichem Gruß

FAU Ortsgruppe Nürnberg

Solidaritätsgedicht eines Kommilitonen


Wellen

Einst ging ich allein
Stand einsam an einem Teich
Um kleine Steinchen
Ins Wasser zu werfen
Und zu sehen
Welche Kreise sie ziehen

Da sah ich am anderen Ufer
Eine Gruppe stehen
Die zusammen
Steine ins Wasser warf
Und ich dachte
Die sind wie ich
Da geh ich mit

Jetzt sind wir viele
Die am selben Teich stehen
Und den Stein des Anstoßes
Längst gefunden haben
Lasst uns Wellen schlagen!

Hannes Hartl 24.11.2009

BDKJ Diözesanvorstand

Der BDKJ Diözesanvorstand Augsburg zeigt sich solidarisch mit den Protestierenden. „Wir
unterstützen die grundsätzlichen Forderungen der Protestierenden“ so Jenniffer Kranz, BDKJ
Diözesanvorsitzende.
Die Forderungen nach höheren BAföG-Sätzen, einer Verbesserung der Bachelor- und
Masterstudiengänge und einer Abschaffung der Studiengebühren sind Beispiele, die der
Dachverband der katholischen Jugendverbände bedingungslos unterstützt.

In ganz Deutschland wie auch an der Uni Augsburg protestieren die Studenten und
Studentinnen gegen die Missstände in der aktuellen Bildungspolitik. Auch Schüler und
Schülerinnen beteiligen sich an den Demonstrationen, um der Regierung zu zeigen, welche
Defizite es an Schulen und Hochschulen zurzeit gibt.

All diese Punkte werden seit Jahren vom BDKJ in allen kirchlichen und politischen Gremien,
die ihm zur Verfügung stehen, angemahnt.
Auch die Forderung nach einer Reformierung der schulischen Bildung ist ein großes Thema,
mit dem sich der BDKJ auf allen Ebenen beschäftigt. Hier können die konkreten Visionen, die
der BDKJ in Bayern zum Thema Schule hat, ausführlich nachgelesen werden.

„Die katholische Jugendverbandsarbeit ist angewiesen auf engagierte junge Menschen, die
sich nicht nur für ihre eigene Belange, sondern auch für die von Anderen einsetzen“, so
Benjamin Korpan, BDKJ Diözesanvorsitzender. Und weiter: „Deshalb unterstützen wir die
Forderungen der protestierenden Studenten und Studentinnen.“

Der Bund der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ) in der Diözese Augsburg ist der
Dachverband von neun katholischen Kinder- und Jugendverbänden. Er vertritt über 27.000
Kinder und Jugendliche, in Kirche, Staat und Gesellschaft.

Der gewählte BDKJ Diözesanvorstand besteht zurzeit aus: Benjamin Korpan, Jenniffer Kranz
und Pfr. Ludwig Waldmüller

Solidaritätserklärung der Delegiertenversammlung
der IG Metall Augsburg

Die Delegiertenversammlung der IG Metall Augsburg erklärt sich solidarisch mit den streikenden Studenten in Augsburg!

Seit vielen Jahren werden vonseiten der Politik nur Lippenbekenntnisse und viel Verständnis gegenüber den berechtigten Forderungen der Studierenden und Schülern geäußert. Getan hat sich nichts!

Euer Schritt, den eigenen Hörsaal zu besetzen, mag vielen als überzogen erscheinen. Doch für uns ist es der logische Schluss und die konsequente Fortführung euerer Proteste, um auf die Missstände in der Bildungspolitik aufmerksam zu machen.

Nun ist die Politik gefragt! Die Regierung hat viele Dinge im Bildungsbereich angekündigt. Bis heute haben alle Maßnahmen aber lediglich zu einer weiteren Elitebildung und Verschulung an der Hochschule geführt.

Bildung ist für alle da! Nicht nur für diejenigen mit reichen Eltern. Die Studiengebühren gehören abgeschafft und die Bachelor und Masterstudiengänge auf den Prüfstand.

Besonders beeindruckt sind wir von der Tatsache, dass es euch nicht nur um „eure“ Probleme geht, sondern ihr den Blick auf die gesamten Zukunftsperspektiven von jungen Menschen legt. Die Übernahme der Auszubildenden wird zunehmend schwieriger und so wird tausenden jungen Menschen der Berufseinstieg verweigert.

Wo wir können, werden wir eure Aktionen unterstützen.



Politische Parteien

Die Linke


Liebe Streikende,
liebe Freundinnen und Freunde,
DIE LINKE steht an der Seite all derer, die sich für bessere und kostenfreie Bildung für alle
einsetzen. Bildung und Ausbildung dürfen nicht dem Sparwahn der Haushaltspolitik zum Op-
fer fallen – insbesondere, wenn gleichzeitig Hunderte Milliarden für die Rettung von Banken
und Konzernen zur Verfügung stehen.
SchülerInnenvertretungen, Studierendenorganisationen, Gewerkschaften und Elternverbän-
de haben seit Jahren immer wieder Kritik am Kurs der Bildungspolitik vorgebracht. Selbst die
Kultusministerkonferenz hat große Probleme etwa bei der Personalausstattung der Schulen
und der Umsetzung der Bologna-Reformen eingestanden.
Wer das ignoriert, provoziert Protest.
Fakt ist: In kaum einem anderen Land sind die Bildungschancen so sehr von der sozialen
Herkunft abhängig wie in Deutschland. Die zunehmende Bildungsprivatisierung und Kom-
merzialisierung des Bildungssystems verschärft dies massiv. Diese Politik wird den Anforde-
rungen an eine demokratische und solidarische Gesellschaft nicht gerecht. Wissen ist keine
Ware, sondern ein öffentliches und kollektives Gut. Bildung ist keine Dienstleistung, sondern
ein Menschrecht, das allen Menschen in gleichem Maße zusteht.
Die Bundesbildungsministerin Schavan, die Landesregierungen und die Hochschulleitungen
– viele bekunden großes Verständnis für die Unzufriedenheit der Studenten. Doch niemand
will die Verantwortung übernehmen. Mit folgenlosen Sympathiebekundungen werden die
Probleme nicht gelöst.
In vielen Bereichen muss gehandelt werden. Eine zentrale Forderung ist für DIE LINKE der
kostenfreie Zugang zur Bildung. Von der Kindertagesstätte bis zur Universität. Der erste
Schritt dazu ist: Die Studiengebühren müssen weg!
Wir wünschen Euch und euerem Protest viel Erfolg.
Mit solidarischen Grüßen

Eva Bulling-Schröter, MdB
Landessprecherin DIE LINKE Bayern

Piratenpartei


Ihr habt unsere Solidarität in eurem Kampf gegen die Ungerechtigkeiten des Bildungssystems in Bayern.
Wir von der Piratenpartei Schwaben traten schon zur Bundestagswahl für freie Bildung als eines unserer Kernthemen ein. Das Thema Bildung war auf Plakaten fast aller Parteien zu finden: “Bildung ist die Zukunft Deutschlands”. Nach der Wahl und in Zeiten der Wirtschaftskrise ist dies für Viele kein Thema mehr.

Darum ist es um so wichtiger, dass Ihr mit dem Bildungsstreik, der Demonstration am heutigen Tag und deutschlandweiten Besetzungen der Hochschulen ein starkes Zeichen setzt. Ihr verdeutlicht unseren Politikern, besonders in der schwarz-gelben Koalition, die Missstände des Studentendaseins und der Bildungspolitik. Ihr arbeitet aktiv an Lösungen für unser Bildungsdilemma anstatt nur zu kritisieren.

Wir unterstützen und fordern mit Euch: freien Zugang zur Bildung freien Zugang zu steuerlich-finanzierten wissenschaftlichen Arbeiten eine transparente Entscheidungsfindung in der Bildung
Werdet nicht müde – lasst Euch nicht entmutigen – Euer Weg ist der richtige aus der Krise.

Wissen ist Trumpf und Bildung ist der Schlüssel zur immer wichtiger werdenden Wissensgesellschaft. Nur wenn sie kostenfrei, sozial und transparent ist, werden wir den Anschluss an diese internationale Entwicklung nicht verlieren.

Macht weiter, kämpft für Eure Zukunft und für die Bildung eines jeden Menschen in Deutschland.

Eure Piraten!
Bezirksvorstand Schwaben

Die Grünen

Der Stadtverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN solidarisiert sich mit den Protesten von Studierenden und SchülerInnen in ganz Bayern und Augsburg.

„Die Grünen unterstützen die Aktionen und Demonstrationen für bessere Bildung. Die vielfältigen Proteste zeigen den Missstand in Bayern und in Augsburg auf. Zunehmende soziale Selektion, finanzielle Hürden und steigender Leistungsdruck durch die Fehler in der Bologna-Reform machen das Studium zu einem Spießrutenlauf. Dazu kommen überfüllte Hochschulen, ein doppelter Abiturientenjahrgang, Studiengebühren und zu wenige Studentenwohnheime. Die Staatsregierung hat diese Probleme viel zu lange ignoriert. Faire Studienkredite, wie von der Staatsregierung betont, gibt es nicht. Die noch von Minister Goppel zugesagten Stipendien sind bis heute Makulatur." betont Matthias Strobel, Vorstandssprecher der Augsburger Grünen.

„Bayerns Bildungssystem ist demotivierend, unterfinanziert und ungerecht!", sagt Magnus Wirth, Vorstandsmitglied im GRÜNEN Stadtverband und Student an der Universität Augsburg. Die Grünen fordern daher u.a. eine Reform des Bologna-Prozesses: Der Wechsel von Hochschulen und Studiengängen, sowie der Wechsel ins Ausland müssen vereinfacht werden und Master-Studienplätze müssen in ausreichender Zahl für die Studierenden mit Bachelorabschlüssen zur Verfügung stehen. Viele der ursprünglichen Ziele von Bologna seien gut, die Umsetzung aber ist katastrophal, so Wirth.

„Die Grünen unterstützen die Bestrebungen der Demonstrantinnen und Demonstranten für ein besseres, demokratisches und gerechteres Bildungssystem. Aus diesem Grunde solidarisieren wir uns mit den Protesten. Wir rufen alle Augsburgerinnen und Augsburger zur Beteiligung auf. Denn Bildung ist unsere Zukunft!", so Strobel.

Jusos Schwaben

Solidarität mit den Studenten

Zu den bundesweiten Protestaktionen der Studentinnen und Studenten, die sich inzwischen auch auf die Universität Augsburg ausgeweitet haben, erklären die schwäbische Juso-Bezirksvorsitzende Marion Segnitzer (Rain) und der stellv. Juso-Landesvorsitzende Florian Kubsch (Königsbrunn):

„Die katastrophale Umsetzung des Bologna-Prozess, kaum demokratische Mitspracherechte, Studiengebühren und überfüllte Hörsäle – das Maß ist voll! Bereits viel zu lange erdulden Studentinnen und Studenten die desaströse Bildungspolitik, ständige Etatkürzungen und immer schlechter werdende Verhältnisse an deutschen Hochschulen. Von der angeblich so hohen Qualität der akademischen Ausbildung in Deutschland ist längst nichts mehr zu bemerken und Gerechtigkeit im Bildungssystem ein Fremdwort. Auch die beim ersten Bildungsstreik im Juni gegebenen Versprechen seitens der Politik wurden bisher nicht mal ansatzweise in die Realität umgesetzt. Die Studierenden haben nun endgültig genug von oberflächlichen Lippenbekenntnissen der Politiker und fordern echte Veränderungen, hin zu einer Demokratisierung des Bildungssystems, verbesserten Lehr- und Lernbedingungen und einer sozialen Öffnung der Hochschulen.
Die Jusos Schwaben zeigen sich solidarisch mit den Studentinnen und Studenten an der Uni Augsburg und im gesamten Bundesgebiet. Viele Hochschulleitungen haben inzwischen Gesprächsbereitschaft signalisiert, doch dies allein genügt nicht! Wir fordern insbesondere die Staatsregierung dazu auf, die Belange der Studierenden endlich ernstzunehmen und gemeinsam mit ihnen eine echte, demokratische Reform des Hochschulwesens umzusetzen.“

Ansprechpartnerin:
Marion Segnitzer

Linksjugend

Wir sind hier! Wir sind laut! Weil man uns die Bildung klaut!

Der heiße Herbst ging gleich von Anfang an in die vollen Runden. Vormittags um 8:30 Uhr versammelten sich knapp 500 SchülerInnen und Studies auf dem Augsburger Elias-Holl-Platz um ihren Missmut über das deutsche Bildungssystem kund zu tun.
„Lernfabriken abschalten!“ – Unter diesem Motto vereinten sich Grund-, Haupt-, Real-, Gymnasialschüler und Studies unter einem Banner und zogen mit einer Stärke von 1000 Teilnehmern durch die Augsburger Innenstadt. Vorbei an vielen Schulen, publizierten sie die Missstände an diesem maroden Bildungssystem. „Wir sitzen mit 37 SchülerInnen in einem kleinen Klassenzimmer. Der Raum ist so klein, dass sich die vorderste Schulbankreihe gerade mal 2 Meter vor der Tafel befindet. Unser Lehrer ist total überfordert uns den überfüllten Lehrstoff zu übermitteln!“ , erzählte ein Mädchen der 9. Klasse Realschule.

Viel zu oft wird das Lernen und Lehren durch überfüllte Klassen und Personalmangel an Bildungseinrichtungen immer mehr zu einem Disaster. Aber auch Studiengebühren schrecken viele ab. „Ich bin jetzt in der letzten Klasse im Gymnasium und bin schon seit letztem Jahr fleißig am Bewerbungen schreiben. Wieso ich nicht studieren möchte? Ganz einfach! Meine Eltern arbeiten zwar beide, aber trotzdem wissen wir nicht wie wir mein Studium finanzieren sollen.“ Bildung wird laut Grundgesetz als eines der höchsten Güter unserer Kultur. Dennoch werden viele junge Menschen durch überhöhte Gebühren und verstärkte Selektion vom erreichen eines höheren Schulabschluss abgehalten. Selbst die Lehrer meinen, dass der Mangel an finanziellen Mitteln und alternativer Strukturen innerhalb der Bildung so nicht länger hinzunehmen sei. Mehrere 100 Milliarden Euro wurden in den vergangenen Monaten vom Staat an Banken ausgezahlt, der Rüstungsetar der Bundesrepublik um weitere 8% erhöht und jetzt wird sogar von der Schwarz-Gelben Koalition darüber diskutiert den Angriffskrieg in Afganistan um weitere Jahre zu verlängern und verstärkt Bundeswehrtruppen einzusetzen.
Wie wir also bemerken können, fehlt es Deutschland eindeutig nicht an den Mitteln die Bildungsmissäre zu überwinden, sondern am Willen! Statt der heranwachsenden Generation das Grundrecht auf kostenlose, flächendeckende, emanzipierte und gute Bildung zu ermöglichen, werden SchülerInnen und StudentenInnen von vorneherein so gepusht, dass sie möglichst schnell zur Ware der „freien Marktwirtschaft“ gemacht werden können. Der übereilte Bologniaprozess und die einführen des G8 sorgen für großen Aufruhr bei vielen.

Aus diesem Grund haben nun auch die StudentInnen und eine Zahl von Schülern den Hörsaal 1 der Universität Augsburg besetzt. „Wir verlassen diesen Saal nicht eher, bis unsere Forderungen erfüllt werden!“ Die Proteste halten seit Dienstag dem 17.11 an.

Diese Missstände können wir so nicht weiter tolerieren!

Wir von der Linksjugend Solid Augsburg erklären uns solidarisch mit den „Besetzern“ und Streikenden! Auf den Straßen sieht man Verärgerung. In den Gesichtern der jungen Menschen erkennt man Verzweiflung. Aber man erkennt auch die Kraft einer sozialen Utopie!

Wir unterstützen euch in eurer Sache und werden alles uns mögliche tun um euch in diesem Kampf den Rücken stärken zu können.


Silvio Heidbüchel

Vorstand/Sprecher

Jugendverband REBELL und MLPD Augsburg

Der heiße Herbst hat begonnen!

Liebe Freunde,

Wir vom Jugendverband REBELL und der MLPD Augsburg beglückwünschen Euch aufs Herzlichste zur Besetzung! Die erfolgreiche Demo am vergangenen Dienstag, die darauf folgende Besetzung und die Ereignisse der vergangenen Woche haben den heißen Herbst auch in Augsburg eingeläutet und Ihr habt einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet.

Ihr reiht Euch damit ein in die mittlerweile europaweiten Proteste gegen die unhaltbaren Zustände im Bildungswesen. Allein in diesem Jahr gingen bis zum heutigen Tag über 600.000 Jugendliche, Schüler und Studenten auf die Strasse. Da sollen uns die feinen Politiker nochmal mit ihrem Geschwafel von der unpolitischen Jugend daherkommen!

Die Stimmung bei den Protesten und Aktionen ist offensiv, angriffslustig und geprägt von einer zunehmend engen Zusammenarbeit von Schülern und Studenten. Viele von Ihnen fangen an, sich zu politisieren und einen Standpunkt für ihre Zukunft einzunehmen - das ist bereits jetzt ein riesen Erfolg!

In dieser Situation ist es kein Zufall, dass reihenweise Bildungspolitiker, die neue Bundesregierung und vielerorts auch Hochschulleitungen den Anschein erwecken wollen, Sie hätten großes Verständnis für unsere Anliegen. Schwarz-Gelb tönt sogar von einer großzügigen Erhöhung der Bildungsausgaben! Dass es dabei in allererster Linie um Elitenförderung und den Ausbau des Stipendienwesens geht, eine BaföG-Erhöhung schließen sie aus, verschweigen sie natürlich.

Wir begrüßen und verteidigen ausdrücklich den unabhängigen, demokratischen und überparteilichen Charakter der Proteste. Gleichzeitig sind wir der Meinung, dass es im Kapitalismus keine Bildung geben kann, die nicht von der herrschenden Klasse und ihrem Staat beherrscht wird.
Bereits von der Grundschule an nehmen Sie darauf Einfluss, um uns die kapitalistische Ordnung einzuimpfen, so dass wir diese irgendwann als quasi gottgegeben und übermächtig empfinden. Brav, angepasst und maximal ausbeutbar sollen wir sein. Auf keinen Fall sollen wir erkennen, dass die Misere des Bildungssystems in den Gesetzmäßigkeiten des Zwangs zur Profitmaximierung und des stetigen Konkurrenzdrucks wurzelt.
Nicht zuletzt die vielfältigen Repressionen im Zusammenhang mit den Bildungsprotesten zeigen die Angst der Herrschenden vor einer Massenbewegung, die sich nicht mehr mit einem Bildungssystem unter kapitalistischen Vorzeichen zufrieden geben will, die offensiv und kompromisslos für eine Bildung kämpft, die nicht mehr dem Profit dient, sondern einzig und allein dem Fortschritt und der Weiterentwicklung der ganzen Gesellschaft.

In diesem Sinne:
- Weg mit den Studiengebühren! Schluss mit Selektion und Auslese!
- Weg mit dem G8!
- Weg mit Kopfnoten, geistiger Bevormundung und politischer Disziplinie-
rung! Für freie politische Betätigung in Schule und Hochschule!
- Für die Förderung von Kindern und Jugendlichen anderer Nationalitäten
in Schul-, Ausbildungs- und Jugendeinrichtungen.
- Für ein kostenloses und einheitliches Schul- und Ausbildungssystem vom
Kindergarten bis zur Hochschule!
- Hoch die internationale Solidarität!

Bleiben Wir standhaft!!

Solidarische Grüße,

Jugendverband REBELL und MLPD Augsburg

Grüne Jugend Augsburg

Wir, die GJ-Augsburg, erklären uns mit den Besetzer_innen des Hörsaalzentrums der Universität Augsburg solidarisch.

Das Funktionieren eines demokratischen Systems hängt ursächlich von der Mündigkeit seiner Bürger ab. Unsere Schulen und Universitäten als wesentliche Institutionen der Sozialisation sollten deshalb kritisches Denken fördern und nicht unterbinden. Unser derzeitiges Bildungssystem, dass dem und der Einzelnen seine Mündigkeit gleichsam abspricht, tragen demzufolge dazu bei die Legitimität unseres Bildungssystems durch mangelnde Partizipation in Frage zu stellen.

Wir unterstützen deshalb mit dieser Solidaritätsbekundung an die Hörsaalbesetzer_Innen eine Form des Protests die basisdemokratische Mitentscheidung zur Grundlage hat und freies und kritisches Denken fördert.

Tagesordnungspunkte am Morgen

Schon am frühen Morgen wird bei uns diskutiert. Hier unsere Tagesordnungspunkte fürs erste:

  1. Bericht aus dem Rathaus
  2. Pressespiegel
  3. AG Arbeiten
  4. Aktionen heute
  5. Hintergründe zum Bildungsdesaster
  6. Kontakt mit der Unileitung?
  7. Schüler

Pressespiegel

Der Pressespiegel ist umgezogen und die Links wurden aktualisiert.


Zum aktuellen Pressespiegel auf unserer Homepage

Was wir machen, bleibt nicht unbeachtet. Hier also ein kleiner Pressespiegel:

12.02.2010


11.02.2010

10.02.2010

08.02.2010

04.02.2010

03.02.2010

29.01.2010

13.01.2010

12.01.2010

11.01.2010

04.01.2010

29.12.2009

25.12.2009

23.12.2009

 

22.12.2009

 

17.12.2009

 

14.12.2009

 

12.12.2009

 

11.12.2009

 

10.12.2009

 

08.12.2009

     

    04.12.2009

     

    03.12.2009

     

    30.11.2009


    29.11.2009


    26.11.2009


    25.11.2009


    24.11.2009


    23.11.2009


    21.11.2009


    20.11.2009


      19.11.2009


      18.11.2009


      17.11.2009


      16.11.2009


        Diskussionen

          Interviews und Berichte

          Viele Fernseh- und Radiosender haben schon Interviews erbeten und schon durchgeführt. Hier eine kleine Übersicht, schaut und hört doch einfach mal rein:
          • Radio Fantasy
          • Radio Augsburg
          • Bayern 2
          • Kanal C
          • Radio RT1
          • Augsburg.TV
          • Bayerischer Rundfunk

          Kontakt

          Dieses Blog wird betrieben von der Presse-AG der Studierenden im besetzten Hörsaal 1. Unsere Zahl schwankt, wir wollen euch dennoch ständig informiert halten.

          Ihr möchtet mit uns Konakt aufnehmen? Kein Problem, wir freuen uns auf eure Anfragen.

          Wir sind unter uniaugsburgbrennt@googlemail.com per Mail und Jabber/Google Talk erreichbar.

          Mit Skype könnt ihr uns unter bildungsstreik.augsburg erreichen.

          Gern könnt ihr natürlich auch bei uns vorbei kommen im Hörsaal 1 - im vorderen linken Drittel, mit den Laptops und der Topfpflanze.

          Den Hörsaal 1 kann man jetzt anrufen - der ist zwar besetzt, wir gehen trotzdem hin: 01577-5759948

          Unser Streikkonto für Spenden:
          Christoph Wachinger
          Bildungsprotestkonto Augsburg
          Kto.: 250 360 914
          BLZ: 720 500 00

          Bitte beachten Sie, dass wir kein eingetragener Verein sind. Daher läuft das Konto auf eine Privatperson (von allen BesetzerInnen authorisiert). Zudem können wir aufgrund dieser Tatsache keine Spendenquittungen ausstellen.


          Die auf diesen Webseiten sichtbaren Daten und Inhalte stammen von Privatpersonen, die AG Presse ist für die Inhalte nicht verantwortlich.