Dienstag, 15. Dezember 2009

Zusammenfassung: 13.12. Schülerplenum

Tagesordnung

  1. Begrüßung
  2. Vorstellung AG Schule
  3. Schülerkongress
  4. Grußwort GEW/DGB
  5. Open Mic
  6. Forderungskatalog der SchülerInnen

Tagesordnungspunkt 1: Begrüßung und Einführung

  • Zur Begrüßung werden Basisdemokratie und Handsignale erklärt
  • Vorführung eines Einführungsvideos

Tagesordnungspunkt 2: Vorstellung AG Schule

  • AG Schule möchte Interessen der Schüler landesweit vertreten
  • besteht aus SchülerInnen und Studierenden, hauptsächlich aus pädagogischem Bereich
  • Bereits zwei Tagungen der Landesschülerkonferenz
  • basisdemokratisch organisiert
  • Aufgabenfelder


    • Sammeln von Informationen im Thema Bildung - Ländervergleiche
    • Organisator für Veranstaltungen im öffentlichen Bereich
    • Formulierung der Forderungen

  • Bisherige Erfolge werden aufgezeigt:


    • Bildungsdemo 17.6.2009 - Einführung einer städtischen Schülervertretung
    • Bildungsdemo 17.11.2009 - Besetzung des HS1 Uni Augsburg
    • Antirepressionsdemo 20.11.2009
    • Weitgehende Kommunikation mit der Regierung
    • Grundlegende Erarbeitung der SchülerInnen-Forderungen
    • Bildungsdemo 10.12.2009
    • Schülerkongress 13.12.2009

Tagesordnungspunkt 3: Schülerkongress

  • Nicht nur Studierendenprotest, auch Schüler sind involviert
  • Protest gerechtfertigt? Ja! (Pisa-Studie, Trennung der Begriffe Bildung/Wissensvermittlung, ...)
  • Problematiken im Schul- und Bildungsbereich werden vorgestellt
  • Hierzu: Vorführung eines kurzen Dokumentationsfilms

Tagesordnungspunkt 4: Grußwort der GEW/deutschen Gewerkschaftsbunds

  • Tobias richtet das Grußwort der Gewerkschaft Erziehungswissenschaften und des deutschen Gewerkschaftsbundes aus

Tagesordnungspunkt 5: Open Mic

  • Nachfrage von Eltern, wie genau der Forderungskatalog definitiv ist. Antwort: befindet sich in Ausarbeitung, ist allerdings bereits ernstzunehmen
  • Wortmeldung eines Besuchers:


    • Integration der Schüler notwendig, Forderungen wichtig
    • man müsste weitergehen. Schulsystem generell kritisch hinterfragen, gerade auf Druck hin.
    • Finanzierungsfrage - wo liegen überhaupt Prioritäten? Krieg oder Bildung?
    • Mehr Schüler organisieren!

  • Entgegnung:


    • Finanzierungsdebatte wird geführt werden und u.A. mit in die Präambel des Forderungskatalogs aufgenommen.
    • Mobilisierung läuft und wird stetig verbessert, weiterer Schülerkongress nicht ausgeschlossen

  • Wortmeldung einer Mutter - Frage zu Forderungen: Wo ist die Reformierung der Lerninhalte, v.a. hinsichtlich Stoffmenge
  • Entgegnung: Alternative Unterrichtsmethoden, Lerninhalte, etc werden wenig später noch abgehandelt
  • Wortmeldung einer Schülerin: Wie soll Abschaffung des G8 aussehen? Sofort und plötzlich?
  • Entgegnung: Sofortige Abschaffung etablierter Tatsachen nicht wirklich zweckdienlich, gute Lösung muss dennoch gesucht und gefunden werden
  • Wortmeldung eines Studierenden: kaum einer der Anwesenden wird noch von den Reformen profitieren - Arbeit eher für kommende Generationen

Tagesordnungspunkt 6: Forderungskatalog der SchülerInnen

  • Abschaffung aller Gebühren und echte Lehrmittelfreiheit


    • Wortmeldung: Schulwegskosten werden ab 11. Klasse (G8: 10. Klasse) nicht mehr erstattet
    • Wortmeldung: Finanzierung von Exkursionen und Schulausflüge für bedürftige Schüler durch andere (Eltern, Förderkreis, etc) lässt Schüler als Bittsteller dastehen
    • Wortmeldung: Hinweis auf "Kinderträume" etc - Augsburg teilweise schon Vorreiter, Lösung reicht für andere Orte natürlich nicht aus

  • Kleinere Klassen und bessere Lernverhältnisse


    • Wortmeldung einer Mutter: aufnehmen: Räume zu klein!

  • Weg von instruierten und mehr hin zu selbstbestimmten Lernen


    • Wortmeldung eines Schülers: Unterschied freie Stillarbeit/derzeitige Verhältnisse?
    • Entgegnung: Gruppendynamik wichtiger Faktor, Zusammenarbeit von Schülern wichtig. Betreuung weiterhin nicht abbrechen!
    • Wortmeldung: Forderungen so ähnlich bereits im Lehrplan enthalten, Problem eher in der Realisierung
    • Entgegnung: Probleme liegen in der Realität vor, müssen ernsthaft angegangen und gelöst werden

  • Flächendeckende Einführung des vernetzten Unterrichts


    • Wortmeldung: Vernetzter Unterricht kann Nachteile haben. Uninteressante Themen in einer Unterrichtsstunde sollten keine Auswirkungen auf die Noten inhaltlich anderer Fächer haben

  • Personalverhältnisse in den Bildungseinrichtungen


    • Zeiteinteilung wird groß diskutiert
    • Bessere Ausbildung der Lehramtsstudierenden wird diskutiert

  • Zur Verbesserung der Leistungskontrolle für Lehrkräfte


    • Wortmeldung: Probleme bei der Fragebogenmodalität - zuverlässige Ergebnisse?
    • Wortmeldung: Spickmich.de als Beispiel für "Racheaktionen" an Lehrern vorgebracht
    • Wortmeldung: Evaulation als ganzes unersetzlich, Nutzen groß, Nachteile bei Entfallen noch größer
    • Konsens ist vorhanden, dass Möglichkeit zur Rückmeldung dringend verbessert werden muss

  • Kein Fremdunterrichten


    • Wortmeldung: Basisqualifikation durch Tischtennisverrein qualifiziert in der Theorie auch für Schwimmunterricht, in der Realität natürlich nicht

  • Demokratisierung der Schuleinrichtungen


    • Lehrer sollten auch ein Mitbestimmungsrecht haben, v.a. Auch bei Finanzsachen, da sie einen Überblick haben.
    • Problem jedoch das SMVen nicht ernst genommen werden – Wahlen sind oft nur Schein, Sitzungen werden nicht abgehalten werden
    • Schüler haben doch schon einige Rechte, die sie nicht voll ausschöpfen
    • man muss sich eigtl. nur rückbesinnen, es gab schon starke SMVen, Forderung nach Aufwertung durch Gewisse finanzielle Autonomie ist als positiv zu sehen
    • Schüler sind selbst Schuld, wenn sie ihre Rechte nicht umsetzten/nutzen
    • Motivation bei diesem Schulsystem fehlt, fehlende Möglichkeiten
    • Jetzige Situation zeigt, möglicherweise, dass es nicht mehr weit her ist mit der Demokratie, siehe Wirtschaftsannäherung
    • Eltern sollten auch mit vertreten
    • paritätische Mitbestimmung?

  • Migrationsklassen


    • Sprachförderung als essentiell gesehen, muss stärker betont werden, als nur im Nebenwort G8
    • E&P Seminar sollte beibehalten werden, da es den Unterricht weiter aus gedeht wird – Besuch in der Wirtschaft, Exkursionen, etc.
    • E & P Seminare oft normaler Frontaluntericht
    • es geht nicht um Reform sondern um die Abschaffung und anschließende Reformierung des G9
    • Stimmungsbild: Abschaffung

  • M-Zug


    • M-Zug ermöglicht bspw. einen Einstieg ins Studium, wenn er auch von der Wirtschaft nicht akzeptiert wird
    • eher Zusatzunterricht, dann Wechsel auf Realschule
    • Mzug als Ersatz des R6(sollte Spätzünder auffangen) – zieht jedoch nicht
    • Stimmungsbild: Abschaffung

  • Privatschulen


    • sind gut, man sollte niemand die Möglichkeit verwehren eine zu besuchen, wenn die Möglichkeit berstehe
    • Auswahlverfahren müsste weiterbestehen, da nicht alle auf eine Alternative Schule gehen können – Diese sind eben auch eher Experimentierschulen für die staatlichen Schulen
    • soll ein langsamer Prozess sein, so dass staatliche an Level von jetzigen Privatschulen angehoben wird
    • Pluralität ist Begrüßenswert – Experimentierschulen, Vorreiter, neuer Input
    • Träger von Jena - Planschulen sind auch privat, jedoch keine Proviterwirschaftung möglich
    • Argument gegen Abschaffung wird sein dass die Letztmalige Abschaffung im NS Regime gefordert wurde. Abschaffung der Privatschulen würde bedeuten, dass Sprengelpflicht wieder eingeführt werden muss.
    • Verstaatlichung würde der Wirtschaft Tür und Tor öffnen, da ein Minister einfacher zu bestechen ist, als Bspw. Breit Bildung mit zu finanzieren
    • Abschaffung hat nur zur Konsequenz, dass Reiche ihre Kinder ins Ausland schicken
    • Abschlüsse müssten auch angeglichen werden, da viele Abschlüsse die nach einer Bildung an einer Privatschule gemacht werden, in vielen Ländern trotzdem nicht anerkannt werden.
    • Man muss auch an die Wirtschaft denken und die Krise
    • Verstaatlichung von Privatschulen bringt wahrscheinlich keine Verbesserung für alle anderen Schulen
    • es muss deutlich werden, dass auf bildungsangleich wertgelegt wird
    • Das Problem besteht Prinzipiell nicht an Privatschulen per se, sondern nur dann, wenn Bezahlung, somit soziale Selektion und Elitebildung eine Rolle spielt
    • Verstaatlichung durch „Liberalisierungstrip“ unwahrscheinlich
    • Verstaatlichung letztendlich eher bei den kleinen, nicht bei denen wo das Geld steckt.
    • Einige Schulformen, könnte möglicherweise gar nicht weiterbestehen, da ihre Methoden staatlich nicht anerkannt werden
    • Es sollten Elite Schulen verboten werden
    • Privatisierung gibt künftigen Regierungen noch mehr Freiheiten, zu liberalisieren
    • es sollte auch um Schulen mit Christlicher Trägerschaft
    • Privatschulen als Elite und christliche Schulen sollten abgeschafft werden, alternative sollten erhalten werden – Schulgeld sollte abgeschafft werden (wie kombinieren?!)
    • Meinungsbild eher pro Abschaffung, jedoch mit Grundlegenden Änderungen

  • Eine Schule für alle


    • Kritik daran, dass ein Schüler trotz möglicherweise nicht ausreichender Leistungen/Noten vorrücken darf/kann
    • Komisch, wenn man in allen Fächern gut ist, bis auf bspw. Einem und man dann deswegen alles wiederholen kann.
    • Durch wiederholen verschlechtern sich Schüler oftmals
    • Viel Wert muss auf die Beurteilung (von Lehrern und Schul- Pädagogen) gelegt werden.
    • Wie kann man fördern?!?! Schon im 3Gliedrigen System gibt es innerhalb einer Klasse Probleme
    • Durch das Gesamtkonzept hat man einfach eine ganz andere Atmosphäre, und Lernhilfe – durch Stärkung der Schüler untereinander
    • Reformation des Lehramtsstudiums ist ja auch noch vorgesehen
    • Problem kann ja schon durch richtige Kindergärten gelöst werden, ein Level bei Schuleinstieg
    • Heterogenität ist ja noch nie gegeben gewesen
    • Künstliche Selektion
    • Ist das Ex-DDR nicht vergleichbar? Kann man dort nach potentiellen Fehlern schauen?
    • Ermöglichung von Vertiefungsmöglichkeiten für gute SchülerInnen ist bisher nicht gut genug vorgesehen
    • Gesamtschulen haben 2 Betreuer pro Klasse und damit gibt es Möglichkeiten für individuelle Förderung + Ermöglichung Klasse zu überspringen
    • Wunsch nach Festschreibung aller Zusatzpunkte (wird erfüllt)

  • Ganztagsschule


    • Reduktion der Stoffmenge und doch Hausaufgaben zu geben
    • verpflichtende Hausaufgaben sind nicht sinnvoll, da sie oft einfach kopiert werden
    • In vielen Gesamtschuldenkonzepten, gibt es verpflichtende betreute Hausaufgabenzeit – Betreuung und Gruppenarbeitskonzepte sind möglich somit eigtl. Alle Probleme gelöst.
    • Warum nicht den Staat in die Pflicht nehmen und diesen Angebote ausarbeiten zu lassen?
    • Möglichkeit zu verpflichten muss sein, v.a. Um Stützleistungen zu bieten, wenn sozialer Hintergrund (zur Förderung) nicht besteht

  • Abstimmung


    • alles verpflichtend (bis zu einer bestimmten Stufe)
    • keine Verpflichtung
    • vorgestelltes Konzept
    • alles Verpflichtend mit einer Stufenweisen Öffnung wird bevorzugt
    • Diskussion wie der Übergang in Freiwillig gestaltet sein soll
    • entweder ganz oder gar nicht
    • eigtl. Sollte alles freier sein, auch die Zeitgestaltung...
    • Stimmung dahingehend es offen zu lassen, bis zum Jahr X soll es beschränkt sein, dann offen werden
    • AG Schule soll das ganze nochmal ausarbeiten

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