Sonntag, 29. November 2009

Zusammenfassung: 29.11. 18:00

Tagesordnung


  • Open Mic
  • Mobilisierungsaktionen
  • Bericht aus den AGs


    • Schule
    • Presse
    • Inhalte

  • Sonstiges

Tagesordnungspunkt 1: Open Mic


  • Jeden Mittwoch wird der Tagesordnungspunkt 1 eine circa halbstündige Veranstaltung sein, bei der über aktuelle Entiwcklungen und bisherige Ergebnisse berichtet wird.
  • Es wird eine AG Infoveranstaltung gegründet (Matthias und Tobi). Jeder, der mitmachen will, ist herzlich eingeladen!

Tagesordnungspunkt 2: Mobilisierungsaktionen

  1. Infostand
    Es wird zusätzliche Infostände vor der Mensa und der Cafete geben. Stefan hängt einen Dienstplan auf, jeder der mal ne Stunde mittags Zeit dafür hat, soll sich bitte eintragen!
    Der Infostand beinhaltet: Forderungspläne, Buttons, Flyer, Notfall-Telefonliste, T-Shirt-Liste
  2. Aktionswoche Programm

    • Aktion am Montag: Treffen nach dem AG Mobilisierung-Treff am Montag um 14:00Uhr im Hörsaal vorne rechts im Hörsaal
    • Aktionen werden kurzfristig bekannt gegeben, also öfters mal auf die Homepage schauen!
    • Ansonsten trifft sich die AG Mobilisierung nach wie vor täglich um 14:00Uhr im Hörsaal 1 vorne rechts, jeder der mitmachen will, kann sich dort melden!

  3. Banner
    • Banner können jederzeit auf Eigeninitiative gemalt werden, solange das Material wieder zurückgebracht wird (Material findet ihr auf der Bühne rechts im Eck)
    • Jeder der will, hängt sich einen Banner aus dem Fenster zu Hause
      Selberbasteln oder machen lassen, steht jedem frei

Tagesordnungspunkt 3: Bericht aus den AGS

  • AG Schule

    • Es wurde angefangen, die Formulierungen auszuarbeiten
    • Hauptdikussionspunkte: Privatschulen, Abschaffung des 3-Gliedrigen-Schulsystems
    • Die Schüler werden sich noch einmal treffen, der genaue Termin wird noch bekannt gegeben

  • AG Presse

    • es gibt eine Statistik für Homepagebesuche, kann bei AG Presse (immer in der Nähe von der Pflanze) eingesehen werden
    • Kleiner Bericht: Inzwischen fast 18 000 Zugriffe aus 36 Ländern

  • AG Inhalte

    • Anregungen von außen wurden bearbeitet und dem Plenum präsentiert
    • neue Inhalte wurden vorgestellt
    • nächste Woche soll ein ordentliches AG Treffen organisiert werden


Tagesordnungspunkt 4: Sonstiges


Niklas und Basti putzen das Männerklo

Memotops - noch zu erledigen


Abstimmung: Plenumsitzung: 16:00 donnerstags/ freitags sonst 18:00
Bericht Delegation aus München
Abstimmung über Bandankündigung

Einladung zum Protestchor

Du kannst singen oder singst einfach auch unabhängig davon ganz gern? Dann ist unser Protestchor vielleicht etwas für dich!

Wenn du dich dafür interessierst, mit anderen Studierenden zusammen recht intelligente und geistreiche Lieder zu singen, die auch ein wenig an unsere Inhalte hier angepasst sind, bist du herzlich eingeladen:

Montag, 30.11. 17:00 Protestchor (erste Probe)
Wie immer sind alle dazu herzlich eingeladen. Einfach vorbeikommen und daran teilnehmen!

Einladung zur Einführungsveranstaltung

Für Mittwoch haben wir ein "Wochenplenum" angesetzt. Was das ist, wollen wir schnell erklären: Im Wochenplenum wollen wir alle auf dem Laufenden halten, die nicht jeden Tag oder vielleicht noch gar nicht mit anwesend waren oder sein konnten.

Wir werden darüber berichten, was wir in letzter Zeit so gemacht haben, wir werden unsere berühmten Handzeichen während einer Diskussion erklären und wir werden wie immer offen sein für alle Anliegen, die im Plenum besprochen werden sollen.

Wochenplenum: Mittwoch, 2.12. um 18:00 Uhr im besetzten Hörsaal 1

Die Veranstaltung lohnt sich, wie immer, für alle - besonders natürlich auch für diejenigen, die bisher noch gar nie hier waren und gerne eine Einführung, einen Bericht und einen Überblick haben möchten!

Einladung zum Morgenyoga

Der frühe Vogel fängt den Wurm!

Wir veranstalten morgen früh, noch vor der allerersten Vorlesung, ein Yoga-Programm im besetzten Hörsaal 1. Dazu sind alle herzlich eingeladen!

Montag, 8 Uhr: Morgenyoga im besetzten Hörsaal 1
Kommt zahlreich!

Wir über uns

Wer sind wir?

Wir sind Studierende, SchülerInnen sowie andere Interessierte, denen unser Bildungssystem am Herzen liegt. Wir wollen uns nach außen hin nicht abgrenzen; wir sind keine feste Organisation, die einen Namen trägt, oder von Organisatoren verwaltet wird. Der Hörsaal steht jederzeit jeder/m offen, denn jede(r) ist von unserem Bildungssystem betroffen und sollte bei der Entwicklung von Alternativen Verantwortung tragen.

Warum sind wir hier?

Wir möchten ein öffentliches Bewusstsein für unser verunglücktes Bildungssystem und die gesellschaftlichen Probleme schaffen, die damit einhergehen. Dazu haben wir einen Platz beansprucht, an dem Diskussionen geführt werden können, die zuvor nicht ausreichend geführt wurden oder gar nicht geführt werden konnten.

Was machen wir?

Eine unserer wichtigsten Aufgaben sehen wir darin, einen offenen Raum für eine aktive Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen Problemen und Chancen des Bildungssystems zu organisieren. Wir setzen uns für eine bessere Bildung ein. Dafür haben wir Arbeitsgruppen gegründet, die sich um Inhalte, Außenkommunikation und Organisatorisches kümmern. Ein wichtiger Bestandteil ist das Abhalten des täglich stattfindenden Plenums, in dem über Inhalte diskutiert und basisdemokratisch abgestimmt wird. Um uns inhaltlich weiterzubilden und einen lebendigen Gedankenaustausch zu ermöglichen, bieten wir mit Hilfe von engagierten Dozenten Ringvorlesungen und kulturelle Angebote wie Filme zum Thema oder Musikveranstaltungen an.

Wer kann teilnehmen - und wie?

Der Hörsaal ist nicht geschlossen - vielmehr ist er jetzt vollkommen offen - jederzeit, für alle und für jede(n). Wir laden jederzeit herzlich dazu ein, vorbeizukommen und sich den besetzten Hörsaal 1 anzusehen. Am einfachsten ist es wohl, mit den Leuten dort ins Gespräch zu kommen. Interessant ist sicherlich auch, sich in eine der Plenumssitzungen zu setzen und daran teilzunehmen und vielleicht sogar bei einer der AGs mitzuarbeiten. Generell freuen wir uns über jede(n), der sich mit einbringen will.

Häufige Anliegen

Macht ihr eigentlich den ganzen Tag nur Party/hängt ihr nur herum/seid ihr stinkfaul?

Im Gegenteil! Wir arbeiten mitunter sehr hart und sehr lange (siehe oben), wir begreifen den Hörsaal als konstruktives Forum, zu dem nicht nur Studierende eingeladen sind. Wir haben natürlich auch unsere Erholungsangebote, in denen wir neue Kraft und Motivation tanken können. Am besten ist wohl, sich davon einfach ein Bild zu machen und uns hier zu besuchen.

Wegen der Besetzung des Hörsaals kann ich nur schlecht studieren!

Wir arbeiten engagiert und hart daran, die Unannehmlichkeiten für alle, deren Vorlesungen von der Besetzung betroffen sind, möglichst gering zu halten. Dazu arbeiten wir eng mit Dozenten und Organisationsstellen zusammen, um unsere Liste verlegter Vorlesungen aktuell zu halten.

Seid ihr eigentlich alle links/konservativ/rechts/liberal/piratig?

Wir lehnen jede Einordnung in ein politisches Spektrum ab. Wir halten uns dort bewusst heraus, da ein freies und gutes Bildungssystem eine Angelegenheit ist, die alle angeht. Im besetzten Hörsaal ist etwa auch (laut Raumordnung, LINKEINFÜGEN) politische Werbung und Propaganda untersagt - wir wollen ein Forum für alle Interessierten und Engagierten schaffen.

Aus welchem Studiengang seid ihr denn?

Das Bildungssystem ist eine Angelegenheit, die uns alle betrifft und angeht, deswegen nehmen Studierende aus allen Fakultäten sowie Schüler von verschiedenen Schulen (Berufsschule, Gymnasium, Realschule, etc.) am Streik und der Besetzung teil. Es sind selbstverständlich auch alle Fakultäten jederzeit herzlich willkommen, sich zu beteiligen und den offenen Hörsaal zu besuchen.

Wie lange wollt ihr noch bleiben?

In der Augsburger Allgemeinen sind wir recht treffend zitiert worden: "Vorbei ist es erst, wenn der letzte nach Hause gegangen ist." All diejenigen, die unbestritten durch die Besetzung Beeinträchtigungen haben hinnehmen müssen, wären auch sicherlich zu Recht frustriert, würden wir nun unsere Zelte abbrechen, ohne noch mehr erreicht zu haben. Eine nutzlose Besetzung hilft niemandem.

Habt ihr einen Sprecher/Organisatoren/König?


Wir haben uns zusammengefunden, um unserem gemeinsamen Anliegen Gehör zu verschaffen. Dabei verstehen wir uns als basisdemokratisch. Dadurch ergibt sich auch, dass wir keinen gewählten Vertreter haben, der für uns sprechen würde. Vielmehr ist jeder von uns Sprecher, für seine eigenen Ansichten und Gedanken. Um gemeinsame Entscheidungen zu treffen, tagt täglich unser Plenum. Anfragen oder Kontaktgesuche sollten sich an dieses wenden, im Bedarfsfall indirekt über unsere Kontaktseite.

in eigener Sache: In Listen eintragen!

Eine halb-interne Ankündigung: Durch den Hörsaal gehen zur Zeit drei Listen, in die man sich zur besseren Organisation eintragen sollte:

  • Liste der AGs mit Kontaktinformationen - die AG Orga legt zur Zeit eine neue Liste mit Kontaktinformationen aller anderen AGs an, um den Überblick besser bewahren zu können. Zumindest ein Vertreter aller AGs sollte sich jeweils an die AG Orga (im Nebenraum/Basti) wenden um sich in die Liste einzutragen
  • Liste mit Handynummern - für kurzfristige Ankündigungen legen wir weiterhin eine Liste mit Handynummern an, in die man sich eintragen kann, wenn man über akute Meldungen informiert werden möchte - etwa Räumung ;-)
  • Liste für T-Shirts - wer sich modisch schick mit einem T-Shirt kleiden möchte, kann sich in diese Liste mit seiner gewünschten Größe eintragen

Tragt euch also im Idealfall in alle drei Listen ein, wenn ihr wieder mal hier im Hörsaal seid - sie werden noch eine Weile herumgehen.

Neue Termine


Unter dem Link Termine sind täglich neue Veranstaltungshinweise zu Ringvorlesungen, AG-Treffen, Plenumssitzungen, etc zu finden!

Samstag, 28. November 2009

Zusammenfassung 28.11. 19:10

Tagesordnung

  1. Open Mic
  2. Organisatorisches
  3. Schule
  4. Berichte aus den AGs
    • AG Schule
    • AG Mobilisierung
  5. Aktionswoche
  6. Digicampus
  7. Sonstiges

Tagesordnungspunkt 1: Open Mic

    Asta (als Exekutive der Studierendenvertretung) hat im Alleingang Distanzierung veröffentlicht
  • durfte er nicht
  • Ältestenrat wird befragt

Tagesordnungspunkt 2: Organisatorisches

  • Vornamen der Verantwortlichen werden ab sofort ins Protokoll aufgenommen
  • Im Orga-Ordner im Büro gibt es eine Liste mit Verantwortlichen der AGs, in die sich alle AGs eintragen sollen
  • Es wird eine Darstellung von uns, an die Öffentlichkeit gerichtet, auf unsere Homepage gestellt

Tagesordnungspunkte 3: Bericht aus den AGs

  • AG Schule
    • Forderungskatalog wurde heute Nachmittag ausformuliert
    • Landesschülerverwaltung ist in Augsburg und kommt um halb neun vorbei
    • AG Schule verfasst Pressemitteilung bzgl. Disussion mit Lehrern
    • Plan: an einem freien Tag die Schüler und Lehrer auffordern hier vorbeizukommen um Schulforum zu schaffen
    • AG Schule kümmert sich darum, bei Interesse an Mitarbeit bitte melden!

  • AG Mobilisierung
    • Weihnachtsmarktaktion mit Pappschildern und Flyern gut angekommen, vorallem bei Eltern mit Kindern im Grundschulalter
    • schlecht angekommen am alternativen Weihnachtsmarkt
    • Idee daraus: abonnierbaren Newsletter anschaffen. Nini kümmert sich darum
    • zum Verteilen in der Stadt werden neue Flyer entworfen. Silvio kümmert sich darum

Tagesordnungspunkt 4: Aktionswoche

  • mehr öffentlichkeitswirksame Aktionen
  • Treffen der AG Mobilisierung jeden Tag um 14:00Uhr zur Planung der Aktionen! Jeder ist herzlich willkommen mitzumachen!!!

Tagesordnungspunkt 5: Digicampus

Debatte zum Thema Alternative Lernformen wird von Basti und AG Ringvorlesung vorbereitet

Tagesordnungspunkt 6: Sonstiges

  • nachts Kisten mit Leergut hereinholen!
  • David geht nach Berlin, versucht Liveschaltung herzubekommen, Markus vertritt ihn bei AG T-Shirt
  • im Orgaordner wird eine Liste angelegt. Wer ein T-Shirt möchte, soll sich dort eintragen
  • Motivation ? Brief nach Berlin schicken? Silvio kümmert sich darum
  • Niklas kümmert sich um SMS-Verteiler für den Fall einer Räumung

Forderungen aktualisiert

Unsere vorläufige Liste der Forderungen ist um die Präambel als Motivationsbegründung ergänzt worden.

Zu unserer liste vorläufiger Forderungen

Zusammenfassung 28.11 17:00 Ringvorlesung

YOUR ANGER IS A GIFT - Rage against the machine - Widerstand als Ästhetik

Ringvorlesung von Adrian Schüller

Der Dozent baut seine Vorlesung auf Songs und besonders die Songtexte der Band: "Rage against the machine" auf.  Der Vortrag wird begleitet von den Songs: "Testify" und "Sleep now in the fire". Diese Band vertrete ein vorbildliches Ideal im Umgang mit sozialer Ungerechtigkeit und der Umsetzung von Widerstand.

Zitat: "Fight the war, fuck the norm!"

wichtige Punkte im Bezug auf unsere Besetzung:

  • Aufpassen, dass wir uns nicht in Befürworter und Gegner des neuen Universitätssystems aufspalten und die grundlegenden Themen aus den Augen verlieren
  • Zitat: "Was ist aus denen geworden, die jetzt schon nicht mehr da sind?" (im Hörsaal I)
  • Befürwortung der Integration der Unterschicht in das Bildungssystem: Ihnen soll Hoffnung durch "Entfaltung ihrer denkerischen Möglichkeiten" gegeben werden.
  • nach Problemen vor der eigenen Tür suchen
  • Gleichgültigkeit nicht möglich: Zitat: "öliger Teppich aus Schweigen"

"Aktuelle Stunde" im Bundestag zum Thema "Freie Bildung für alle"

Am 26.11. wurde im Bundestag auch zum Thema "Freie Bildung für alle" diskutiert. Ein sehr sehenswerter Mitschnitt, der uns alle betrifft:

 

Weitere Reaktionen nach unserer Podiumsdiskussion

Mittlerweile haben noch mehr der bei unserer Podiumsdiskussion vertretenen Parteien Dringlicheitsanträge in den bayerischen Landtag eingebracht.

Hier eine Auflistung der uns bisher zugetragenen Anträge zum Nachlesen auf den Internetseiten des bayerischen Landtags:

Freitag, 27. November 2009

Zusammenfassung: 27.11. 16:00

Tagesordnung

  1. Open Mic
  2. Aktuelles
  3. Berichte aus den AGs
  4. Außenwirkung
  5. Podiumsdiskussion
  6. Sonstiges

Tagesordnungspunkt 1: Open mic

heute keine Beiträge

Tagesordnungspunkt 2: Aktuelles

  • Dringlichkeitsanträge im Landtag im Bayrischen Landtag, einer davon eher schwammig, zwei präzisere.
  • Anträge werden der Neutralität wegen (vgl.) auch auf die Homepage gestellt
  • Treffen mit RCDS sehr konstruktiv
  • Treffen mit Wiater am Mittwoch, morgens. Bisher keine Stellungnahme zum Forderungskatalog, da das Dokument nicht geöffnet werden konnte. In Zukunft wird alles als PDF-Datei weitergeben, bzgl. Forderungen wurde auf die Homepage verwiesen

Tagesordnungspunkt 3: Berichte aus den AGs

  • Mobilisierung:

    • Banneraktion letzte Nacht erfolgreich
    • Banner an der Naturwissenschaftlichen Teilbibliothek sehr lebensgefährlich daher entfernt
    • Auch selbständig aufgehängte Plakate und Banner sicher aufhängen!
    • Protestchor: erste Probe am 30.11.09 mit umgedichteten Lieder von Tübingen
    • Shoppingnight: Schilder mit Sprüchen umhängen und Leute anbetteln
    • Aufforderung wieder mehr an der Uni zu mobilisieren
    • Adventskalender (katholisch-theoligische Fakultät) vor der alten Cafete nutzen
    • Liste mit Aktionen erstellen wo sich jeder eintragen kann, der Lust hat mitzumachen
    • Mehr Infostände über den Campus verteilen
    • Eigene Mobilisierung durch Wochenendgestaltung fördern, neue Kräfte sammeln


  • Presse: Bandeinladungen auf Homepage? Kritische Stimmen aus dem Plenum, besser privat über elektronische Kommunikationsmedien (twitter, sudivz,…) - Antrag, es zu veröffentlichen, einstimmig abgelehnt

Tagesordnungspunkt 4: Außenwirkung

  • Aktionsliste mit unqualifizierten Beiträgen als Angriffsfläche - unqualifizierte BEiträge fern halten
  • WG-Flair eher unvorteilhaft, schafft Schwierigkeiten für Außenstehende, hineinzukommen
  • Attraktivität steigern durch massenwirksame Aktionen wie die Podiumsdiskussion
  • Kurze Vorstellung unsererseits vor größeren Veranstaltung
  • Wöchentliche E-Mail an Fr. Lutz als Plattform für Diskussionen in den Kursen

Tagesordnungspunkt 5: Podiumsdiskussion

  • CSU/FDP einladen, Beziehungen sind vorhanden
  • viel Vorlauf notwendig für Planung und Einladung

Tagesordnungspunkt 6: Sonstiges

  • Strukturierung:

    • evtl. kurze Veranstaltungen in der Mittagspause
    • Plena um 16.00 Uhr wirksamer → Antrag auf Testverfahren Anfang nächster Woche
    • Am Wochenende: Mittags Treffen und in Arbeitsgruppen einzuteilen, Plenum nach Ringvorlesung (ca. 19.00)

  • Nächste Woche Demozug durch Uni
  • Kritik: (von RCDS u.a.) Sammlung bei Orga-AG und Tom
  • Briefkasten am Infopoint anbringen für Kritik von allen Studenten
  • Heute Abend Film: Gegendarstellung (zur Hochschulveränderung) ASTA FU Berlin

Desktop-Wallpaper für euren Protest

Mit unserem tollen neuen Logo wurden nun auch Hintergrundbilder für euren Desktop erstellt.



1024x600 Widescreen - 1024x768 - 1280x720 720p - 1280x800 - 1280x960 - 1280x1024 - 1366×768

Viele Grüße

Schöne Grüße an die solidarischen Schüler nach 58840 Plettenberg in NRW. Diese haben uns telefonisch ihrer Unterstützung mitgeteilt. Danke dafür!

Zusammenfassung 26.11. 18:00

Tagesordnung

  1. Ordnung
  2. Bericht aus den AGs
  3. Open Mics
  4. Weiteres Vorgehen
  5. Grundsatz / Selbstverständnis
  6. Thementage
  7. Inhaltsdisussion: Präambel
  8. Organisatorisches

Tagesordnungspunkt 1: Ordnung

  • Appell an alle: Bitte abspülen!
  • Aufräumen vom Vortag
  • Türen sollen geschlossen bleiben, um Mäuse fernzuhalten

Tagesordnungspunkt 2: Bericht aus den AGs

  • Finanzen:

    • Konto: 105 Euro Spenden, gute Einnahmen durch Buttons
    • T-Shirts geplant, neues Logo wird vorgestellt
      Neueröffnung der AG T-Shirt-Druck

  • Versorgung: Heute Abend wird Risotto serviert
  • Schule:

    • stichpunktartige Argumente, sollen noch ausformuliert werden
    • Vorschlag: Themenabend Schule mit Lehrern und Rektoren, Planung noch unklar
      Vorschlag ohne Gegenstimmen angenommen
      Zusammenarbeit mit AG Veranstaltung

  • Presse: Mehr Fotos für die Homepage benötigt. Bei der Pflanze abgeben
  • Kinderuni: AG Kinderuni arbeitet Konzepte aus, über die abgestimmt wird
  • AG Organisation

    • Großer Stundenplan, auf dem sich alle AGs eintragen sollten
    • Neuer Wochenendplan, wie letztes WE
    • Tafelplan mit Moderatoren, Tagesordnungspunkten und Protokollführern
    • Einrichtung eines Büros im Nebenraum

  • AG Mobilisierung: Freiwillige zum Verteilen von Informationsmaterial werden gesucht
    Idee: Nächste Woche Informationsveranstaltung für diejenigen abhalten, die bisher noch nicht am Streik teilgenommen haben

Tagesordnungspunkt 3: Open-Mic


  • Bundestag: Die Linke fordern: Bildung für alle – gebührenfrei.
  • Internationales Vernetzungstreffen in München von Feitag bis Sonntag
  • Bayernweites Treffen in Erlangen am Dienstag 1.12. - Augsburg schickt Delegierte
  • Berlin am 28.11., kontaktieren, ob das nicht mit München (s.O.) zusammengefasst werden könnte
  • Auch am Wochenende: Landesschülerrat in Augsburg, Einladung zu uns
  • Infostand läuft gut, noch bessere Besetzung allerdings notwendig
  • Gedicht „Wellen“ steht auf der Homepage unter „Stimmen“
  • Anregung für mehr Aktionen auf dem Weihnachtsmarkt (siehe Aktionliste → Ideen dort anschreiben!)
  • Revolutionslounge: Neugründung der AG Wohlbefinden

Tagesordnungspunkt 4: Weiteres Vorgehen


  • Aktionswoche: Jeden Tag einen Punkt vom Katalog vorstellen
  • Vorschlag Vollversammlung: Unterschriftensammlung, oder außerordentlich einberufen. Problem dabei: Stimmberechtigung erst bei 1500 Teilnehmern
  • Gerüchte durch persönliche Gespräche ausmerzen, v.a. auf Skeptiker zugehen
  • Mit Fakultätsräten/Fachschaften solidarisieren, Vereinigung der Fakultäten anstreben
  • Würzburg:

    • Erlangen: Weihnachtsplan – wer bleibt da?
    • Organisation außerhalb der Uni z.B. in Vereinen
    • Bayreuth: medienwirksames Hörsaalräumen und danach Wiederbesetzungsaktion
    • Weiterer Vorschlag: als letzte gehen, als erste wieder rein
    • Augsburg: Weihachten ist noch weit hin. ABER: es gibt eine Heiligabendbesetzung (es haben sich schon Freiwillige bereiterklärt). Dabei wurde die Bitte um einen Weihnachtsbaum laut.
    • Vorschlag: weitere Themenausweitung um Schülerförderung
    • Stadtratvorsitzung: Auflösungserscheinungen der Besetzung werden schon bald erwartet
    • Deshalb Forderung: Wir gehen erst wenn die Forderungen erfüllt sind und Weihnachtsbaum schon jetzt aufstellen - Weihnachtsplenum
    • Strategisch wichtige Entscheidungen des Landtages werden erst im nächsten Jahr fallen, Besetzung bis mindestens Januar notwendig
    • Idee: Gastdozenten aus anderen Unis
    • Vorschlag zur Aufnahme von allen Handynummern der Beteiligten für Absprache vor  kurzfristigen Räumungen

Tagesordnungspunkt 5: Grundsatz/Selbstverständnis


Der Vorschlag zur Gründung des AG Subinhalt wurde angenommen

Tagesordnungspunkt 6: Thementage


  • Besprechung der Vorschläge für die kommende Themenwoche
  • Vorschlag zu einem Autokorso, der vor Schulen fährt und motiviert/beisteht
  • Blockadetraining?

Tagesordnungspunkt 7: Inhaltsdiskussion - Präambel


Nach der Besprechung des Wortes "Theoriefeindlichkeit", welches in der verfassten Präambel verbleiben darf, kann die Präambel nun veröffentlicht werden.

Tagesordnungspunkt 8: Organisatorisches


Um die Zeitplanung zu optimieren wurden die Termine für Plenumssitzungen umgestellt. Ab sofort findet statt einem Morgenplenum ein Mittagsplenum um 13:15 Uhr statt, in dem hauptsächlich organisatorische Dinge besprochen werden. Weiterhin wird das Abendplenum auf 16 Uhr vorgezogen, um mehr Zeit für zu erledigende Arbeiten und lange Inhaltsdiskussionen, etc zu lassen.

Bands am Donnerstag (26.11.09)- Abend

Wieder einmal haben Live-Acts die Besetzer des HS I musikalisch Unterhalten und so ihre Solidarität ausgedrückt.

Zuerst hielt uns die Pfaffenhofer- Band Forest Green mit Reggae in Schwung. Schon bald hatte sich eine Gruppe direkt vor die Bühne gestellt um mit zu grooven. Aber auch das andere extrem war zu sehen. Studenten hatten eine Luftmatratze quer über die Stuhlreihen gelegt und eröffneten eine Chill-Out- Area. Und wir alle wissen: "Wir stehn nicht auf, wir bleiben sitzen!"

Danach ging es durch Sound Salute tanzend im Foyer weiter. Bis spät in die Nacht motivierten uns die Bässe auch weiter so zu arbeiten wie bisher.

Wir sagen ganz herzlich danke für den tollen Abend und hoffen auf weitere Unterstützung aus dem kulturellen Bereich. Bei Interesse einfach melden unter uniaugsburgbrennt@googlemail.com

Donnerstag, 26. November 2009

Neue Fotos von der Besetzung: Eindrücke von der Arbeit

Wir sind hier andauernd schwer bei der Arbeit. Abgesehen von langen und inhaltsvollen Plenumssitzungen haben wir auch sonst jede Menge zu tun. Ein paar kleine Eindrücke davon wollen wir euch nicht vorenthalten:



Eindrücke

Wer diese Eindrücke live erleben und Teil unseres Lebens hier werden möchte, ist jederzeit herzlich eingeladen, zu uns in den besetzten Hörsaal 1 zu kommen!

Zusammenfassung 25.11. 18:30 Uhr

Tagesordnung
  1. Abstimmung über Tagesordnung
  2. Open Mic
  3. Bericht über Podiumsdisussion
  4. Bericht der Delegation aus Würzburg
  5. Bericht aus dem Plenum heute morgen
  6. Verhalten gegenüber der Kinderuni
  7. Bericht aus den AGs
  8. Inhaltsdebatte

Abstimmung über Tagesordnung

Einstimmig angenommen

Open mic


Frage: "Stimmt es, dass gestern ziemlich destruktiv bis 2 Uhr nachts diskutiert und Parolen gesungen wurde?"
Die Diskussion war konstruktiv, vereinzelt waren etwa zwei oder drei Personen etwas provozierend und destruktiv eingestellt. Parolen wurden keine gesungen.

Vorschlag: Rainer Langhans würde gerne her kommen und mit uns diskutieren
Bei der Abstimmung darüber gab es keine eindeutige Mehrheit, die Entscheidung wurde auf Grund erhöhten Disussionsbedarfs vertagt.

Antrag der Uni Bayreuth bezüglich der Beteiligung unsererseits an zwei Petitionen (1. jeder soll Zugriff auf Forschungsergebnisse haben, 2. Bildungsstreik)
Das Thema wird auf morgen vertagt, damit sich bis dahin jeder die Petitionen im Internet anschauen kann

Bericht über Podiumsdiskussion gestern

Die Grünen wollen einen Dringlichkeitsantrag stellen

Die Podiumsdiskussion wurde in voller Länge aufgenommen und Aufzeichnung ist jetzt gekürzt, evtl. wird sie noch in voller Länge auf unsere Homepage gestellt

Bericht der Delegation aus Würzburg

Es gab Schwierigkeiten bei der Ausarbeitung des Forderungskatalogs einen gemeinsamen Konsens zu finden, daher wurden AKs zur Ausformulierung gegründet. Die Übereinstimmungen der verschiedenen Universitäten und Hochschulen wurden festgehalten. Die Universität Augsburg hat nach Rücksprache mit dem Plenum den Gesamtforderungskatalog nicht unterzeichnet, da die Forderungen als nicht ausreichend empfunden wurden und der Kommunikationsprozess aufrecht erhalten werden soll.

Übergabe mit Herrn Heubisch war heute morgen, wir haben unseren eigenen Forderungskatalog nicht übergeben. Herr Heubisch betonte öfters, dass man kann ja mit ihm reden könne. Weitere Inhalte:
Bis in 2 Jahren soll das System geprüft werden, Bildungsetat wurde bereits erhöht, Geldproblematik wird durch Bafög behoben, wir seien zu uninformiert, vieles habe er bisher noch gar nicht gewusst.

Bericht des Plenums heute morgen


Auf Anfrage des AAA wird beschlossen, dass morgen der Platz vor dem Hörsaal 1 für eine australische Messe bereit gestellt wird. Gleichzeitig soll es einen Infostand geben, um auf unsere Interessen aufmerksam zu machen.

Orga-Team-Aufruf nach mehr Mitarbeitern, sowie nach Helfern, die sich um die Technik kümmern

Freitag: Fachschaft Lehramt, Modularisierungsbeauftragte und Presse finden sich hier ein, um zu diskutieren

Verhalten gegenüber Kinderuni (5.12.)


Grundsätzliches Stimmungsbild, dass diese Kinderuni nicht ausfallen soll und das wir uns evtl,. mit einbringen, bzw. sie ganz gestalten. Es werden Informationen eingeholt, was gelehrt werden soll, um weitere Abstimmung zu treffen.

Bericht aus AGs


  • AG Ringvorlesung – Prof. Butzer spricht morgen um 10.00 Uhr zu "Peter Weiss: Ästhetik des Widerstands“
  • AG Banner – Aufruf, dass Sprüche und mögliche Standorte für weitere Banner an dem blauen Plakat an der Wand des H1 gesammelt werden
  • AG Versorgung - Essen wird gerade zubereitet, Buttonverkauf sorgt für guten Kassenstand
  • AG Uni-Leitung: CSU hat Kontakt hergestellt, Christian Jörg hätte Interesse sich hier mit uns zu diskutierenà erneute Podiumsdiskussion?
    Kontakt mit Prof. Wiater: Entgegenkommen durch direkte Kontaktherstellung zu Modulbeauftragten des Lehramtsstudiums, außerdem Vorschlag, wie Bildungsprozess aussehen könnte

    Vorschlag: mehr Podiumssitzungen, um Mittelbau, Dozenten und Professoren außerhalb der Ringvorlesungen besser mit einzubeziehen, findet Zustimmung

Inhaltsdebatte


Es wird sehr detailliert und genau über die Formulierung der Präambel unserer Forderungen diskutiert. Das Ergebnis findet sich dann in der herausgegebenen Fassung.

Einladung zum Diskussionsforum für Lehramtsstudenten

Morgen um 10 Uhr findet in unserem besetzten Hörsaal 1 ein Diskussionsforum, speziell für Lehramtsstudenten, statt.

Die Fachschaft Lehramt wird dort ihren Forderungskatalog an die Universitätsleitung vorstellen und über aktuelle Probleme und Fragen diskutieren. Die Studienberaterin, Frau Adomat, wird ebenfalls an der Veranstaltung teilnehmen und auf Fragen sowie Anregungen eingehen.

Wir freuen uns wie immer über zahlreiche Besucher. Die Veranstaltung beginnt Freitag, 27. November, um 10 Uhr im besetzten Hörsaal 1.

Mittwoch, 25. November 2009

Einladung zum großen Tag der Ringvorlesungen

Am Donnerstag haben wir gleich drei Ringvorlesungen für euch und alle davon sind sehr interessant:

  • 10:00 Prof. Butzer: "Peter Weiss: Ästhetik des Widerstands
  • 13:30 Dr. Jungmann: "Bürgerliche Öffentlichkeit, ihre Erosion und Formen von Gegenöffentlichkeit"
  • 16:00 Denzin Anan "Hochschulpolitik: eine kleine Politikfeldanalyse unter besonderer Beachtung studentischer Proteststrategien"

Wie immer sind alle interessierten herzlich eingeladen, wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen. Wie immer ist der Eintritt frei in unseren besetzten Hörsaal 1.

Flyer zum Download

Wir haben hier ein paar Flyer für euch zum Download und Selberdrucken:

Ergebnisse nach unserer Podiumsdiskussion gestern

Nach einer sehr erfreulichen und produktiven Podiumsdiskussion erfahren wir nun auch schon von den ersten Ergebnissen. Die Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünene werden als Reaktion auf unsere Podiumsdiskussion am Dienstag einen Dringlichkeitsantrag in den bayerischen Landtag einbringen, der hier zitiert wird:

München (25.11.2009/bea). "Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern, endlich Konsequenzen aus den Protesten der Studierenden zu ziehen.  Bildungsstreiks und Hörsaalbesetzungen der Studierenden sind vollkommen gerechtfertigt angesichts der völlig unzureichende Studienfinanzierung, der ungerechten Studiengebühren und der anhaltenden Unterfinanzierung der Hochschulen sowie einer misslungene Bologna-Reform", erklärt die hochschulpolitische Sprecherin Ulrike Gote.  Wir bringen mit einem Dringlichkeitsantrag den Protest in den Landtag ein, unser Fokus dabei liegt auf der Verbesserung der sozialen Verhältnisse der Studentinnen und Studenten.

Die Landtagsgrünen fordern, die Studiengebühren wieder abzuschaffen und die Gebührenfreiheit des Studiums gesetzlich festzuschreiben sowie auf Landesebene ein breites und transparentes Stipendiensystem aufzubauen, das soziale Kriterien berücksichtigt. Wir brauchen außerdem endlich eine deutliche Erhöhungen des Hochschuletats, um eine nachhaltige Hochschulfinanzierung durch das Land sicherzustellen und die über Jahre hinweg angewachsene Unterfinanzierung abzubauen.

Bezüglich Bologna 2.0 wollen die Grünen die Bachelor- und Master-Studiengänge studierbar gestalten. Ulrike Gote:  "Wir brauchen mehr fachliche und zeitliche Flexibilität im Hochschulstudium und die Möglichkeit individuelle Studienschwerpunkte setzen zu können. Die innerdeutsche und internationale Mobilität muss garantiert werden."

Zusammenfassung der Ringvorlesung von Prof. Voigt: Wissenschaftsbetrug und Leistungsdruck

Wissenschaftsbetrug und Leistungsdruck


Einführung in die Wissenschaftstheorie

Betrug in der Wissenschaft – wissenschaftlicher Betrug – Betrug an der Wissenschaft

Wie verhalten sich Wissenschaft und Betrug zueinander?

  1. Wissenschaft contra Betrug

    Wissenschaft und Betrug schließen einander kategorisch aus. Wissenschaft überwindet langfristig jeden Betrug.
  2. Betrug in der Wissenschaft

    Betrug findet in der Wissenschaft statt – aber nur an ihrer Peripherie und durch einzelne.
    Der „Kern“ der Wissenschaft (methodischer Zweifel, Selbstkontrolle) bleibt davon unangetastet und führt immer wieder zu Entlarvung des Betrugs.
  3. Wissenschaftlicher Betrug

    Betrug findet in der Wissenschaft als solcher statt, nicht nur „am Rande“. Die Kontrollmechanismen der Wissenschaft versagen aus internen Gründen (Informationsexplosion, institutionelle Immunisierungen)

Begriffliche Vorklärung

Was ist Wissenschaft?
Wissenschaft ist menschliches Handeln, und zwar der Versuch durch methodisches Vorgehen gerechtfertigte wahre Überzeugungen (Wissen) zu gewinnen. Nämlich im Hinblick auf bestimmte Gegenstände an denen sich unter bestimmten Randbedingungen bestimmte Zustandsänderungen zeigen.
Wissenschaft besitzt einen doppelten Wert. Zum einen ist die Wissenschaft als Suche nach Wissen ein Wert in sich selbst; weiterhin liefert Wissenschaft als erfolgreiche Suche nach Wissen einen Wert/Nutzen.

Was ist Betrug?
Das Strafrecht definiert den Begriff „Betrug“ als Vorspiegelung falscher Tatsachen oder Unterdrückung wahrer Tatsachen, die zu einem Irrtum führt. Ein Betrug erfolgt vorsätzlich, verschafft dem Betrügenden einen Vorteil, schädigt Dritte und verstellt dritten den Zugang zur Wahrheit.
Beim Betrug in der Wissenschaft ist zwar Vorsatz gegeben, aber mindestens ein anderes Merkmal fehlt. Unterschied zum einfachen wissenschaftlichen Irrtum: Dort fehlt das Merkmal des Vorsatzes!
Beispiel: René Blondlots N-Strahlen: 1903 entdeckt, 1904 in der Wissenschaft verbreitet, aber wissenschaftliche (Selbst-)Täuschung fliegt kurz darauf auf; Selbsttäuschung auf Basis von Beobachtungen unter falschen Voraussetzungen

Anwendung auf einzelne Modelle:
In der Wissenschaft nimmt Betrug verschiedene Formen an. Eine Möglichkeit ist der Betrug ohne Absicht sich oder einem Dritten einen Vorteil zu verschaffen. Bestes Beispiel hierfür ist die sogenannte „Sokal-Affäre“. (absichtliche Täuschung des wissenschaftlichen Betriebs durch Verbreitung von „elegantem Unsinn“, d.h. er veröffentlichte Papiere, die überfrachtet mit übermäßig „wissenschaftlichen“ Begriffen waren um damit in der Fachwelt für Aufsehen zu sorgen . Er verfolgte damit eine aufklärerische Intention um gewisse Mechanismen im internationalen wissenschaftlichen Betrieb zu entlarven).
Eine andere Form des Betrugs verfälscht absichtlich für Dritte den Zugang zur Wahrheit (z.B. Klaudios Ptolemaios kopiert Beobachtungen anderer Sternbeobachter).

Der Wissenschaftliche Betrug
Beim wissenschaftlichen Betrug wird die Existenz von bestimmten Gegenständen zwar behauptet, aber nicht bewiesen. Dies impliziert auch falsche Angaben über Rahmenbedingungen und Zustandsänderungen. Als Beispiel hierfür dient die haltlose Behauptung, dass eine Erfindung/eine Erkenntnis vollbracht wurde (Fallgesetze des Galileo Galilei, die unter irdischen Rahmenbedingungen nicht in der Form, wie er sie beschreibt, durchgeführt beobachtet werden können.). In Bezug auf die wissenschaftliche Erhebung von Daten tritt dies im Besonderen in der Veränderung und Schönung von Zahlen statt.
In der Wissenschaft tut sich nun ein Dilemma auf:

„Wissenschaft ist die Suche nach Wahrheit“
und
„Wissenschaft ist als menschliches Handeln dessen kontingenten Bedingungen unterworfen (Mittelknappheit und Leistungsdruck)“:

Broad & White beschreiben die These, dass bei zunehmender Professionalisierung und gleichzeitiger Mittelknappheit das Ziel des Profits zunehmend in Konkurrenz zum Wahrheitsideal der Wissenschaft tritt. Eine Weiterführung dieser These kann auf zweifache Weise geschehen:
Zum Einen besteht die Möglichkeit Inhalte zu beeinflussen, was meist als einseitige Bekämpfung bzw. Unterstützung bestimmter Ideen und ihrer Vertreter/-innen geschieht. (z.B. Semmelweis 1818-1865 wird angeblich von Kollegen ausgeschaltet)
Zum Anderen können Ziele beeinflusst werden, indem einseitig die wissenschaftspolitische Betonung des Nutzens von Wissenschaft gegenüber dem Eigenwert von Wissenschaft betont wird.

These: Diese Beeinflussung erzeugt den Druck zur Leistungsvortäuschung, der zu den erwähnten Formen wissenschaftlichen Betrugs kommen kann.
Studiengebühren/Studienbeiträge
Die Einführung der Studiengebühren entwickelte sich ähnlich wie das Aufkommen der N-Strahlen als allgemein verbreitete Selbsttäuschung. Der Studienbeitrag soll nicht in Form eines monetären Beitrags erfolgen, sondern als wissenschaftlicher Beitrag zu Bildung und Forschung. Die Einheit von Forschung und Lehre wird besser gefördert durch aktive Mitarbeit und dem eigenen Einbringen eines „Wertes“/eines wertvollen Engagements, als durch finanzielle Aufwendungen!
Es wird kritisiert, dass Professoren in ihrer freien Entfaltung gehindert werden, da sie im Zuge des Bachelor/Master-Systems einen großen Teil ihrer Zeit für Verwaltungsprozesse aufwenden müssen.

Pressemitteilung: Zitate der Podiumsdiskussion

Die Universität Augsburg bleibt weiter besetzt. Seit einer Woche protestieren die Studenten gegen Studiengebühren und Missstände des Bologna-Systems.

Dazu hat am Dienstag (24.11.) eine Podiumsdiskussion im besetzten Hörsaal I statt gefunden, bei der Matthias Strobel (Sprecher der Augsburger Grünen), Dr. Simone Strohmayr (MdL SPD), Bernhard Pohl (MdL Freie Wähler), Klaus Wenzel (Präsident des BLLV), Silvio Heidbüchel (Die Linke, Jugendverband solid Augsburg) und Sasa Bosancic (Lehrstuhl für Soziologie, Uni Augsburg) teilgenommen haben.

Mit den rund 500 Studierenden diskutierten sie rund zwei Stunden lang. Themen waren vor allem die Studiengebühren und der Bologna-Prozess mit den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen. Großer Konsens bestand unter den Beteiligten: Die Studiengebühren müssen abgeschafft werden! Weiter wurde die Ökonomisierung des Bildungssystems kritisiert.

Zitate aus der Diskussion 

Strohmayr


"Der Bachelor-Master-Prozess muss dringend nachgebessert werden. Bildung muss mehr individualisiert werden. Es muss klare Qualitätsverbesserungen geben, deshalb sind die beschlossenen Steuersenkungen im Moment der falsche Weg. Denn wir brauchen mehr Geld für die Bildung. Studiengebühren müssen weg. Zudem brauchen wir mehr Demokratie an den Universitäten."


Pohl

"Die verschulte Art der Universität ist ein Unding. Ich hatte während meines Studiums noch viel mehr Freiheit. Ich habe noch das Denken gelernt. Es kann nicht sein, dass man die Universität mit einer Fortsetzung der gymnasialen Kollegstufe verwechselt. Die Studiengebühren müssen weg! Es müssen mehr Räume geschaffen werden und mehr Angebote. Prüfungen in den ersten beiden Semestern sollten abgeschafft werden."


Heidbüchel

"Die Studenten werden in den Arbeitsmarkt katapultiert. Doch eigentlich soll Bildung den Menschen formen. Deshalb muss viel nachgebessert werden. Bildung ist im Moment eine Ware, die man sich leisten muss. Das darf nicht sein. Wer die Krise überwinden will, der sollte auf flächendeckende Bildungsreformen setzen. Schüler und Studenten brauchen darüber hinaus mehr Mitgestaltungsrechte."


Strobel

"Die Hauptziele von Bologna sind nicht erreicht. Bologna ist aber nicht gescheitert. Das Hauptproblem ist: Der Prozess wurde viel zu schnell umgesetzt. Im Moment haben Diplomer die besseren Chancen auf dem Arbeitsmarkt als die Absolventen von Bachelor-Studiengängen. Die Grünen fordern mehr Räume, mehr Stellen, mehr Mittel. Der Solidaritätszuschlag muss in einen Bildungssoli umgebaut werden. Wir werden die Forderungen der Studierenden aufgreifen und in die parlamentarische Arbeit hineintragen."


Wenzel

"Es ist gut, dass die Studierenden die Bildung jetzt endlich in die Hand nehmen!  In der Universität  sollte es um Wissenschaft gehen, das heißt Freiheit, Flexibilität und Kreativität. Im Moment ist genau das Gegenteil Realität. Bildung kann nur dann gelingen, wenn es eine Entschleunigung gibt. Dieses Bulimie-Lernen ist schrecklich. Bildung muss etwas anderes sein als das Hineinstopfen von Fakten."


Bosancic

"Das Problem ist: Für die Missstände gibt es keinen Verantwortlichen. Es hat sich verselbstständigt. Verantwortung wird hin und her geschoben. Gegen wen protestieren wir eigentlich?"

Zusammenfassung Plenum am Mittwoch, 25.11. um 13:00 Uhr

Tagesordnung
  1. Lehramt modularisiert
  2. Schulung Technik in HS1
  3. Gespräche mit Herrn Wiater
  4. Orga-Team
  5. Forderungskatalog (Bayern/International) nach internationalem Vertragsvorbild schließen?
  6. Messe Australien AAA Donnerstag
  7. Berichte aus den AG's (Presse, Ringvorlesung)
  8. Soli-Shop
  9. Sonstiges
Beginn der Plenarsitzung ist um 13:00 Uhr

1. Lehramt modularisiert
  • Treffen mit Fr. Adamat, Gespräche über laufende Reformen mit FS
  • Sondertagung im HS1 zu Lehramt und möglichen/sinnvollen Reformen, mit vorheriger Information über bisheriges wird für Freitag angesetzt
2. Schulung in HS1 Technik (für Aufzeichnungen)
  • ca. 5 Leute sollten sich in Technik einweisen lassen, von diesen 5 Personen sollte immer einer in HS1 anwesend sein
  • 3 Leute melden sich freiwillig, sich einführen zu lassen; wer noch Interesse hat, bitte bei Basti, Floh oder APresse melden
3. Gespräch mit Herrn Wiater
  • gestern und heute Morgen fanden Gespräche mit Herrn Wiater statt
4. Orga-Team
  • noch immer nichts geschehen
  • nochmalige Klärung, was von dieser AG erwartet werden würde (bspw. eine Art "Stundenplan" als Tagesübersicht erstellen)
  • bisher keiner bereit, in die Richtung was zu machen
5. Forderungskatalog (Bayern/International)
  • nach internationalem Vertragsvorbild abschließen?
  • Forderungskatalog des Lehramts wird formal so aussehen wie unser bisheriger Forderungskatalog
6. Messe Australien
  • am Donnerstag findet von AAA aus eine kleine Messe mit Informationsständen zu Unis in Australien statt (09:00 - 17:00 Uhr)
  • an uns rangetreten mit der Bitte, die Küche zu verlegen für diesen Zeitpunkt
  • wir können Veranstaltung nutzen, um auch selbst nochmal für unsere Sache Werbung zu machen
  • Abstimmung: Messe darf stattfinden
7. Berichte aus den AG's
AG Presse
  • Forderungskatalog ist an Medien raus, kann offiziell eingesehen werden
  • RCDS Einladung: als informelles Treffen angenomen
  • jemand von uns wird bei der KHG im Rahmen derer regelmäßigen Diskussionsrunden zum Thema Bildungsstreik vertreten sein
AG Ringvorlesung

  • nochmals Hinweis auf die nächste Vorlesung: Sasa Bosancic - Humankapital im Verwertungsprozess (heute um 14:00 Uhr)
  • morgen Vorlesung von Prof. Butzer um 10:00 Uhr
8. Neus aus dem Soli-Shop
  • wir haben jetzt einen Soli-Shop (vorne auf dem Podium)
  • zugunsten unserer Solikasse werden Buttons verkauft (1,- Euro)
  • Vorschlag: Erweiterung des Soli-Shops (z.B. Plätzchen)

9. Meldungen aus dem Plenum
  • Chemnitz seit heute mit 550 StudentInnen besetzt
  • wir bekommen am Freitag Besuch (wahrscheinlich aus Coburg, Würzburg und Bayreuth)
  • Idee für Abendprogramm: Bandsession; wird heute Abend nochmal angesprochen
  • wir hatten gestern einwöchiges Jubiläum; auch nochmals gezielt zur Mobilisierung nutzen!
Um 13:30 Uhr endet die Plenarsitzung.

Einladung: Wilde Bühne (Kabarett-Abend)

Für heute Abend haben sich mehrere Künstler angekündigt, die uns mit einem Kabarett-Programm ("Wilde Bühne") nicht nur unterhalten sondern auch politische Anregungen liefern wollen.

Der Programmname ist angelehnt an die im Berlin der 20er Jahre tatsächlich existierende "Wilde Bühne", in der Bert Brecht seinen ersten (und einzigen) gesanglichen Auftritt hatte. Die beinhaltete Sozialkritik aus der Zeit der Weimarer Republik ist auch noch auf heutige gesellschaftliche Verhältnisse (Wirtschaft, Soziales, etc) anwendbar.

Die Künstler nennen sich selbst "Die Ausführenden":

Isabell Münsch und Franz Schlecht (Gesang), Geoffrey Abbott (Piano), Michael Friedrich (Konzeption und Moderation), evtl. Kai Fischer (Saxophon)

Die Veranstaltung findet heute im besetzten Hörsaal gegen 21 Uhr statt.

Video - Podiumsdiskussion

Zusammengeschnittenes Video der gestrigen Podiumsdiskussion!





Pressemitteilung: vorläufige Forderungen der BesetzerInnen der Universität Augsburg

Am Dienstag haben in Würzburg Delegierte vieler besetzter bayerischer Universitäten einen vorläufigen gesamtbayerischen Forderungskatalog erstellt. Dieser soll am Mittwoch Wissenschaftsminister Heubisch übergeben werden. Auch Delegierte des besetzen Hörsaals I der Universität Augsburg waren in Würzburg anwesend. Jedoch haben die Augsburger Vertreter diesen Forderungskatalog nicht unterzeichnet.

Die darin aufgeführten Punkte unterstützen wir voll und ganz. Allerdings ist dieser Katalog nicht umfassend und detailliert genug, um die Missstände des Bildungssystems vollständig lösen zu können.

Wir als Teil des Bildungsstreiks solidarisieren uns mit allen am Bildungssystem Beteiligten. Der in Würzburg formulierte vorläufige Katalog beschränkt sich im Moment jedoch auf die Interessen der Studierenden. Er muss gerade um die Anliegen der Schüler, Lehrer, Dozenten und Lehrstuhlinhaber ergänzt werden.

Um diese Anliegen angemessen formulieren zu können, braucht es Zeit - sonst würden am Ende dieses Prozesses wieder einmal nur Scheinlösungen stehen, die nur Symptome behandelt und nicht die Ursachen bekämpft hätten.

Deshalb sehen wir uns noch nicht in der Lage, morgen eine vollständig ausformulierte Fassung unserer Forderungen zu überreichen. Es finden sich im Anhang die bisherigen Beschlüsse der Augsburger Studierenden, die aber in der kommenden Zeit noch erweitert werden.

Zudem ist Herr Heubisch nur einer von beiden am Bildungssystem beteiligten Staatsminister. Wir sind interessiert an einer breit angelegten Bildungsdiskussion, weshalb wir in regelmäßigem Kontakt mit verschiedenen am Bildungssystem Beteiligten stehen.
Um all diese Interessen zu bündeln und die längst überfälligen Veränderungen voranzutreiben, ist ein zeitintensiver Diskurs notwendig und unumgänglich.

Zu den vorläufigen Forderungen der BesetzerInnen der Universität Augsburg

Der Universität wurden mittlerweile ebenfalls Forderungen, spezifisch an diese gerichtet, überreicht:

Zu den vorläufigen Forderungen der BesetzerInnen an die Universität

Pressemitteilung: vorläufige Forderungen der BesetzerInnen der Universität Augsburg

Am Dienstag haben in Würzburg Delegierte vieler besetzter bayerischer Universitäten einen vorläufigen gesamtbayerischen Forderungskatalog erstellt. Dieser soll am Mittwoch Wissenschaftsminister Heubisch übergeben werden. Auch Delegierte des besetzen Hörsaals I der Universität Augsburg waren in Würzburg anwesend. Jedoch haben die Augsburger Vertreter diesen Forderungskatalog nicht unterzeichnet.

Die darin aufgeführten Punkte unterstützen wir voll und ganz. Allerdings ist dieser Katalog nicht umfassend und detailliert genug, um die Missstände des Bildungssystems vollständig lösen zu können.

Wir als Teil des Bildungsstreiks solidarisieren uns mit allen am Bildungssystem Beteiligten. Der in Würzburg formulierte vorläufige Katalog beschränkt sich im Moment jedoch auf die Interessen der Studierenden. Er muss gerade um die Anliegen der Schüler, Lehrer, Dozenten und Lehrstuhlinhaber ergänzt werden.

Um diese Anliegen angemessen formulieren zu können, braucht es Zeit - sonst würden am Ende dieses Prozesses wieder einmal nur Scheinlösungen stehen, die nur Symptome behandelt und nicht die Ursachen bekämpft hätten.

Deshalb sehen wir uns noch nicht in der Lage, morgen eine vollständig ausformulierte Fassung unserer Forderungen zu überreichen. Es finden sich im Anhang die bisherigen Beschlüsse der Augsburger Studierenden, die aber in der kommenden Zeit noch erweitert werden.

Zudem ist Herr Heubisch nur einer von beiden am Bildungssystem beteiligten Staatsminister. Wir sind interessiert an einer breit angelegten Bildungsdiskussion, weshalb wir in regelmäßigem Kontakt mit verschiedenen am Bildungssystem Beteiligten stehen.
Um all diese Interessen zu bündeln und die längst überfälligen Veränderungen voranzutreiben, ist ein zeitintensiver Diskurs notwendig und unumgänglich.

Dienstag, 24. November 2009

Podiumsdiskussion beendet

Die Podiumsdiskussion ist beendet, die Nachdiskussionen auch.

Wie wir finden eine sehr erfreuliche Diskussion mit guten Inhalten. Ein Bericht und, sobald technisch realisiert, ein Videomitschnitt werden online gestellt.

Podiumsdiskussion beginnt

In diesen Minuten beginnt die Podiumsdiskussion mit VertreterInnen aus Öffentlichkeit und Politik, zu unserem Anliegen. Der Hörsaal 1 ist gefüllt, die Moderation ist bereit und die Gäste haben alle Platz genommen.

Wir begrüßen recht herzlich:
  • Silvio Heidbüchel für Die Linke (Jugendverband solid Augsburg)
  • Sasa Bosancic vom Lehrstuhl Soziologie Uni Augsburg
  • Klaus Wenzel, Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands
  • Dr. Strohmayr MdL für die SPD
  • Mathias Strobel Sprecher der Grünen Augsburg
  • Bernhard Pohl MdL für die Freien Wähler

(in der Reihenfolge wie auf dem Podium vertreten)

Leider nicht anwesend sind VertreterInnen der beiden regierenden Parteien CSU und FDP.

Was ist bis jetzt passiert? Eine kleine Rückschau

Nach mehrfacher Anfrage hier eine kurz Zusammenfassung was bisher geschah:

Dienstag, 17.11
  • Demonstration um 8:30 Uhr
  • Besetzung des Hörsaal I um 13:45 Uhr

Mittwoch, 18.11

  • erste Diskussionen über einen Forderungskatalog

Donnerstag, 19.11

  • erste Ausarbeitung eines Forderungskatalogs, welche allerdings weiter entwickelt werden muss
  • drei Bands spielen am Abend

Freitag, 20.11

  • Organisation des Wochenendes
  • weiteres Arbeiten am Forderungskatalog
  • Aufbau eines nationalen Netzwerks
  • erste Ringvorlesung; Thema: Bildungskritik in Europa

Samstag 21.11
  • Erstellen von weiteren Mobilisierungstransparenten

Sonntag 22.11
  • weitere Arbeiten am Forderungskatalog

Montag 23.11
  • Ausarbeitung und Formulierung des Forderungskatalogs
  • zweite Ringvorlesung; Thema: Wo liegt der Konflikt?

Dienstag 24.11
  • Podiumsdiskussion mit VertreterInnen von Landtragsfraktionen
  • dritte Ringvorlesung; Thema: Adorno "Erziehung zur Mündigkeit"
  • vierte Ringvorlesung; Thema: Bildungsgerechtigkeit im Hochschulwesen

Verlegte Vorlesungen aktualisiert

Mittlerweile sind von der Uni selbst Informationen über verlegte Veranstaltungen veröffentlicht worden. In diesem Zug haben wir selbstverständlich unsere zentrale Sammelstelle aktualisiert:

Verlegte Vorlesungen

Als Quellen dafür nutzen wir hauptsächlich die Korrespondenz mit Dozierenden, die uniweite Informationsseite im Digicampus sowie die Homepage der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Wer Ergänzungen oder Korrekturen hat, kann sich gern per E-Mail an oder in den Kommentaren an uns wenden.

Zur Flashmob des Bündnisses "Freie Bildung", gestern auf dem Rathausplatz

Gestern Abend wurde in Augsburg der Christkindlesmarkt feierlich eröffnet.

Während zur gleichen Zeit, von 18 Uhr bis in die Nacht hinein, das Plenum der besetzenden Studierenden im Hörsaal 1 tagte, nutzte das "Bündnis freie Bildung" die Gelegenheit der Eröffnung, sich Gehör für sein Anliegen zu verschaffen.

Ein Banner mit der Aufschrift "Ohh Weihnachtsmann, ohh Weihnachtsmann, mach, dass ich studieren kann" wurde entfaltet, anschließend wurde ein Lied angestimmt - danach war die Aktion, wie für Flashmobs üblich, bereits beendet.

Das Plenum der Studierenden im Hörsaal 1 war an dieser Aktion zwar nicht beteiligt, möchte sich dennoch mit den Forderungen der Aktionsteilnehmer solidarisieren und sich für die inhaltliche Unterstützung bedanken.

Zusammenfassung 24.11. 08:30

Die Sitzung war recht kurz, wir veröffentlichen hier daher lediglich die Tagesordnung:


Tagesordnungspunkte


  1. Was war gestern?
    • Forderungskatalog durchgesprochen
    • Delegation fährt damit heute nach Würzburg
    • Abstimmung ob "wir" sie vorlegen
  2. Tagesablauf heute
    • 13:00 Workshop
    • 16:00 Vortrag Dr. Brake
    • 18:00 Plenum und Podiumsdiskussion mit Landtagsabgeordneten
  3. Aufgaben für heute
    • Zum internationalen Aktionstag "Education is not for sale" - keine offiziellenAktionen geplant
    • Präambel diskutieren

Zusammenfassung der Plenarsitzung vom 23.11.09 um 18:00 Uhr

Tagesordnung
  1. Protokoll
  2. Open Mic / Open Cam
  3. Inhalt / Forderungskatalog
  4. AGs (Finanzen, Orga)
  5. Aktionstag
  6. Podiumsdiskussion
  7. Sonstiges
  • Solidaritätserklärung Rathaus
  • Spanisch Vortrag Donnerstag
  • Bildungskongress

Tagesordnungspunkt 1: Protokoll

  • Protokollant: Robert Simek

Tagesordnungspunkt 2: Open Mic

  • Wortmeldung (WM): Bericht aus München (Sachbeschädigung, Linksradikale, komplette Streikaktion wird durch gewalttätige Aktionen geschädigt, Bitte um konstruktive und Unverständnis für destruktive Aktionen)
  • Wortmeldung: Studiengang Master Erziehungswissenschaft boykottiert morgen geschlossen bei allen Veranstaltungen und erklärt sich solidarisch mit den Streikenden
  • Unterhaltung mit Professor Weller ergab, dass er bezüglich der Umsetzung von Bologna mit den Streikenden auf einer Linie liegt, aber denkt, dass die öffentliche Diskussion sich zu sehr um Studiengebühren dreht
  • Antwort: kein endgültiger Beschluss; solten einige unstrittige Punkte an die Presse übergeben Forderung sollen heute durchgehen, aber erst nach Diskussion mit Herrn Heubisch an die Presse weitergegeben werden
  • Bemerkung: Der Raum wird kaum genutzt um sich mit DozentInnen zu solidarisieren und zu beschäftigen und eine gemeinschaftliche Organisation aufzustellen (z.B. in Form einer Ringvorlesung)
  • Einwurf: Solidaritätserklärung der GEW vom Nachmittag (brachten Filmkarten für eine Filmreihe an den kommenden Donnerstagen zu Themen wie Ganztagsschule, Schulsysteme, etc.)
  • Möglichkeiten die ProfessorInnen zu mehr aktiver Solidarität zu bewegen? Wie kann man Professoren praktisch besser einbinden? Antwort: Mit DozentInnen sprechen und sie in den Hörsaal einladen Lob bzgl. unserer Plakate Vorschlag eine interdisziplinäre wissenschaftliche Tagung abzuhalten (Bsp. Lehramt: Bildungssystem analysieren lassen / Pädagogik einbinden: Fachschaft wie DozentInnen / Lehrstühle Politik: Wie funktioniert Druck ausüben auf die Politik?)
  • Kritik an Plakaten auf dem Campus („Hirn statt Hartz“ kontraproduktiv)
  • Anfrage des Bayrischen Rundfunks durch Presse-AG eingebracht: Wer fährt morgen nach Leipzig zur Hochschulrektorenkonferenz?
  • morgen auch Würzburg, diese Veranstaltung hat Priorität vermutlich morgen sehr frühe Abfahrt mit Bussen aus München (Kontakt über AG-Presse möglich)

Tagesordnungspunkt 3: Inhalt / Forderungskatalog

  • Präambel (Version verfasst von Andi Wiebel); Antrag dazu: Verschiebung des Bearbeitens der Präambel an den Schluss des inhaltlichen Teils
  • Vorschlag: morgen mit Präambel nach Würzburg fahren und vor Abgabe an die Versammlung entweder legitimieren oder nicht (angenommen)
  • Dokument wird zunächst im Ganzen vorgelesen, danach die Punkte einzeln durchgegangen (deutliche Mehrheit bei der Abstimmung)
1. Bolognaprozess
  • Diskussion über Gleichsetzung körperlicher, manueller Arbeit mit geistiger Arbeit; Quantifizierung; Maßstab
  • Antrag: Spezialisierung auf Forderungen Abstimmung über Forderung 1 „zur Aussetzung der Umsetzung ders Bolognaprozesses“ (wird unverändert übernommen)
  • Forderungskatalog ist immer noch nicht als endgültig anzusehen, sollte lediglich unseren momentanen Stand verdeutlichen
  • Forderungspunkte werden einzeln durchgegangen:
  • Plichtveranstaltungen abschaffen (angenommen)
  • Freiheit uniweit (angenommen)
  • Abschaffung von Anwesenheitszwang (angenommen)
  • Kritik an Forderung der Maximaldauer der Bachelor- und Masterstudiengänge (12 und 9 Semester)
  • Antwort: muss nicht ausgereizt werden Anmerkung: insgesamt 10,5 Jahre Studium, kombiniert mit Forderung nach BAföG für Master klingt etwas unseriös
  • mehr Flexibilität für Bachelor- und Masterprogramme an verschiedenen Unis
  • Antrag: Einfügung „bei gleicher Lehrmenge“ bzgl. Verlängerung bei jeweiliger Semesterzahl (angenommen)
  • Antrag: Aufteilung der Abstimmungspunkte nach Regel- und Maximalstudienzeit je BA/ Master in 4 separate Punkte
  • BA, Regelstudienzeit 8 Semester (angenommen)
  • Master, Regelstudienzeit 4-6 Semester (studienfachabhängig) (angenommen)
  • BA, Maximalstudienzeit 10 oder 12 Semester (Patt)
  • Wortmeldungen: 12 Semester bietet mehr Spielraum, auch gegenüber Regelstudienzeit im BA / Urlaubssemester erlauben Auslandssemester ohne Verlängerung der Studienzeit (Spezialregelung der Uni Augsburg, hat für die meisten Studiengänge keine Relevanz)
  • Antrag: Aufnahme einer Forderung von Auslands- und Urlaubssemestern
  • WIEDERAUFNAHME der Diskussion nach Abstimmung über den Rest der Forderungen
  • Ergänzung möglicher Abstimmungsoptionen um 11
  • 2/3 Mehrheit Forderung: 12 Semester Maximalstudienzeit
  • Master, Maximalstudienzeit Abstimmungsmodus 2, 3, oder 4 Semester über Regelstudienzeit
  • Abstimmung, ob 7-9 Semester für alle akzeptabel (angenommen)
2. BaFöG Forderung
  • unverändert übernommen
3. Studiengebühren
  • Forderung unverändert übernommen
4. Drittmittelabhängigkeit
  • Erklärung: massiver Wettbewerbsnachteil durch Exzellenzinitiativen bei denjenigen, die aus unverschuldeten Gründen an einen Ort gebunden sind (Forderung unverändert übernommen)
5. Hochschulwerbung
  • Antrag: Verbot von Flyerverteilen problematisch, da viele StudentInnen sich durch Promotion Geld verdienen
  • Klärung: es handelt sich um anmeldepflichtige Flächen der Universität, die an kommerzielle Werbende vermietet werden
  • keine 2/3 Mehrheit, Punkt verschoben
  • Hochschulwerbung wird definiert; schwer zu trennen und es gibt sinnvolle Werbung an der Uni (wie für Sprachschulen)
  • Antrag, den Punkt aus dem Forderungskatalog herauszulassen (angenommen)
6. Verfasste Studierendenschaft und Mitbestimmung
  • Ergänzung um „viertelparitätische Mitbestimmung“ (ohne weitere Änderungen angenommen)
7. Autonomie der Hochschulen
  • unverändert übernommen
8. Evaluation und Akkreditierung
  • unverändert übernommen
9. Teilzeit und Doppelstudium
  • unverändert übernommen
10. Auslandsaufenthalte
  • Antrag auf Ergänzung: bei Zwischenprüfung nach Auslandssemester müssen für das Semester keine Studiengebühren gezahlt werden. / es gibt keine Zwischenprüung bei Bachelor / Einzelfall
11. Zulassungsbeschränkungen
  • Antrag auf Umformulierung aufgrund von Unklarheiten wird mit leichter Umformulierung zum besseren Verständnis aufgenommen
  • Moderation: Nachfrage wer Lust hat, nach Würzburg zu fahren, Mitfahrer gesucht, offizielle Delegation (angenommen)
  • Kompetenzen der Delegation: erhalten Mandat notfalls aus dem Verbund auszusteigen, falls notwendig; wichtig ist, dass dies öffentlichkeitswirksam geschieht
  • Kontakt zum Plenum über Handy
  • Recht zu kleineren Zugeständnissen, um Kompromissfähigkeit und Abstimmung mit anderen Universitäten zu ermöglichenFett

Tagesordnungspunkt 4: Ags

AG Ringvorlesung
  • Vortrag Prof. Weller 13.00 Uhr, Thema: „Wo liegt der Konflikt? Oder: Die Pflicht zum (zivilen) Ungehorsam gegen den Staat“
  • Vorträge diese Woche: Di., 24.11. Dr. Anna Brake (Soziologie), Thema: "Chancenungleichheit im Bildungssystem", Mi., 25.11. Sasa Bosancic (Philosophie) "Humankapital im Verwertungsprozess - Eine kurze Geschichte der Arbeitskraft"
  • Vorschlag: Weitergabe der Termine für Vorlesungen an die AZ & Mitschnitt AG
  • Uni-Kontakt Treffen mit Prof. Wiater morgen, Darstellung der im Plenum diskutierten Punkt
AG Mobilisierung
  • Aufruf Material für Banner und Anderes mitzubringen
  • Aufhängerin von Plakaten „WG gesucht“ von der Internetseite findet Mithelfer
AG Organisation
  • kam nicht zustande
  • Problem: sehr wichtig für Koordination, keiner anwesend, soll morgen nochmal angesprochen werden
AG Finanzen
  • Konto wurde eingerichtet
AG Veranstaltung
  • Frage: wie viele Bands, wann?
  • politisches Kabarett, abgestimmt auf den Streik, womöglich auch als Pause zwischen den Diskussionen morgen
  • Beschluss des Plenums bzgl. Veranstaltungen: keine feste Regelung, kein fester Zeitplan, AG legt Veranstaltungen wie sie es für vernünftig hält
  • keine Bezahlung für Bands, sondern Solidaritätskonzerte

Tagesordnungspunkt 5:

  • Aktionstag morgen kein Happening, wenn, dann spontan
Vorschläge:
  • positive Aktion: Studienplätzchen backen mit Lebensmittelfarbe (für 500 Euro verkaufen) und normale zum Verschenken; mögliche Verschiebung aufs Wochenende für den Weihnachtsmarkt, Frage nach Anmeldung bei der Stadt
  • Bildungshürden aufbauen, jeder Hürde Symbol geben in DIN A3 und A4
  • anschauliche Aktion Trauerzug, Kö blockieren, Fahrraddemo, Schlafdemo gegen Leistungsdruck, draußen übernachten zum Thema soziale Kälte, Faschingsaktion: Bildungsaktion ist der größte Witz
  • Vorschlag: kleine Gruppen, finden sich für einzelne Aktionen zusammen (spontan)
  • weitere Ideen: nackt in die Öffentlichkeit: Studiengebühren zwingen zur Prostitution, „Mehr Busen für Bildung“, bemalte nackte Haut rechtlich ok? (AG Recht forscht nach); Zauberer durch die Innenstadt laufen lassen mit verkleideten Häschen hinter ihm: „Versuchskaninchen“, Utensilien schon verfügbar (Kontakt: Basti); Clowns
  • Beschluss: nächste Woche ist Aktionswoche für den Bildungsstreik, mögliche Aktionen werden auf nächste Woche verschoben (angenommen)
Bericht: Aktion „Bündnis Freie Bildung“:
  • „Lieber, lieber Weihnachtsmann, mach, dass ich studieren kann“ Präsentation von Fotos, OB Gribl wurde bei Rede gestört, Personalien der Störer wurden aufgenommen, aber Tatbestand ist auf Singen und das Banner begrenzt. Großes Publikum! Bündnis Freie Bildung hat selbst Presseerklärung abgegeben.
  • Einwand gegen Solidaritätserklärung bei unabhängigen Einzelaktionen, da manche die Gesamtheit der Protestierenden u.U. in schlechtes Licht rücken kann
  • dürfen aber auch nicht als Studierendenschaft gespalten wirken
  • Entschluss zur Solidarisierung mit dieser Aktion (angenommen)

Tagesordnungspunkt 6: Podiumsdiskussion

  • morgen Podiumsdiskussion um 18:00 Uhr
  • Moderator: Matthias Roche: Bitte Fragen an die PolitikerInnen an ihn senden, bzw. ihm einreichen zur Vorbereitung Fragen; auch zuvor im Plenum diskutieren
  • wir kümmern uns um einen Livestream und Podiumsdiskussion muss auf jedenfall aufgenommen werden!
  • Einwand zur Podiumsdiskussion: keine Regierungsparteien, lediglich Oppositionsparteien
  • Hinweis: alle Parteien sind eingeladen, haben aber nicht zugesagt
  • nochmaliger Hinweis auf der HP
Nachtrag AG Ringvorlesung:
  • morgen um 13:00 Uhr auch ein Workshop zu Adorno "Erziehung zur Mündigkeit"
Einladung von RCDS (Studentenorganisation der Jungen Union) zur geschlossenen Diskussionsrunde:
  • RCDS hat eingeladen; Asta hat abgesagt
  • Vorschlag, dies als informelles Treffen laufen zu lassen
  • Abstimmung: auf morgen verschieben (angenommen)

Tagesordnungspunkt 7: Sonstiges

a. Solidaritätserklärung Rathaus
  • wurde schon angesprochen
b. Spanisch Vortrag Donnerstag
  • Kann die Veranstaltung stattfinden?
  • Hörsaal ist besetzt, wir machen keine Ausnahmen
  • Abstimmung: dürfen nicht in HS1
c. Bildungskongress
  • Idee, auf wissenschaftlicher Ebene sich dem ganzen Thema "Bildungssystem" zu nähern
  • Aufruf: Bitte bis morgen Gedanken machen: Wie könnte das ganze aussehen?
d. Bericht aus München
  • Hörsaal war überfüllt; zusätzlicher Hörsaal mit Livestream
  • Herr Heubisch hatte es nicht sehr leicht
  • Themen: Studiengebühren, Verfasste Studierendenschaften (vor allem beim Thema Studiengebühren drehte sich Herr Heubisch im Kreis. "Wozu werden sie gebraucht?" - "Zur Verbesserung der Studienbedingungen!")
  • im Anschluss spontan Flashmob
Die Sitzung wird um 23:38 Uhr beendet.

Hinweis: Aus Transparenzgründen stellen wir unsere Zusammenfassungen jeweils (nahezu) vollständig und für alle einsehbar online. Die Zusammenfassungen stellen jedoch keine offiziellen Veröffentlichungen von Forderungen, Stellungnahmen oder ähnlichem dar. Diese sind jeweils als solche kenntlich gemacht. Wir bitten, dies bei Berichterstattung o.Ä. zu berücksichtigen.

Montag, 23. November 2009

Einladung zum Workshop

Zwei Studierende aus unserem Plenum werden morgen, Dienstag, einen Workshop abhalten:

"Erziehung zur Mündigkeit" (Th. W. Adorno)

Matthias Link und Andreas Wiebel werden um 13 Uhr im Hörsaal 1 referieren.

Zusammenfassung der Ringvorlesung von Prof. Dr. Christoph Weller

„Wo liegt der Konflikt? Oder: Über die Pflicht zum (zivilen) Ungehorsam gegen den Staat.“


13:00 Uhr am Montag den 23.11.2009 im besetzten Hörsaal der Universität Augsburg: Prof. Dr. Weller hat sich bereiterklärt, im Rahmen der „Ringvorlesung“ HS I eine Vorlesung mit anschließender Diskussion zu halten. Gemäß der zweigeteilten Überschrift hält auch der Dozent seine Vorlesung zweigeteilt. Zunächst setzt er sich mit dem Thema „Konflikt“ unter Berücksichtigung seines Metiers, der Friedens- und Konfliktforschung, auseinander. Dabei verweist Prof. Dr. Weller gleich zu Anfang auf die gesellschaftliche Notwendigkeit von Konflikten. Der Konflikt sei für den gesellschaftlichen Fortschritt essentiell wichtig. Ebenso sei es entscheidend darzustellen, dass die Friedens- und Konfliktforschung eine normative Prägung im Hinblick auf die zivile, sprich gewaltfreie, Konfliktlösung aufweist. Die Diskussion biete die Möglichkeit der Entschuldigung und relativ folgenlosen Bereinigung von Differenzen. Im Gegensatz dazu füge die Anwendung physischer Gewalt Verletzungen zu, deren Wiedergutmachung schwierig ist und die wiederum zur Grundlage künftiger Konflikte führen würden. Nach dieser grundsätzlichen Erörterung geht Prof. Dr. Weller dazu über unterschiedliche Konfliktgegenstände zu benennen. Erstens sei die Herrschaft anzuführen. Dabei handele es sich um den fundamentalsten Konflikt innerhalb einer Gesellschaft, der häufig in einer gewaltsamen Lösung münde. Darauf folge die Ursache Werte und Identitäten.
Hierbei stelle sich das Problem der Kompromissfindung zwischen den beiden Konfliktparteien, da Werte, also der gesellschaftliche Grundkonsens, schwer zu diskutieren seien. Der nächste Konfliktgrund sei Güterverteilung und Interessen. In diesem Falle sei die Kompromissfindung die Regel, unter der Vorraussetzung, dass eine tatsächliche Kommunikation unter den Konfliktpartnern stattfinde. Weiterhin seien Mittelkonflikte zu nennen, bei denen zwar eine Zieleinigkeit bestehe, der Weg, zur Erreichung dieses Ziels, jedoch im Zentrum des Konflikts stehe. Im Folgenden geht Prof. Dr. Weller auf die Identifikation des Bildungsstreiks, unter besonderer Berücksichtigung der Universität Augsburg, ein. Essentiell wichtig sei zunächst eine explizite Festlegung des Konfliktgegenstands. Aus dem ergebe sich die Möglichkeit der Kontrolle des Konflikts und seiner Bearbeitung. Die Frage die sich daraus an die Studenten ergebe, sei: „Sind wir Demonstranten oder Studenten?“ Daraus entstehe ein Identitätskonflikt. „Geht es uns um eine Nutzung der Ressourcen, um eine optimale Bildung zu erhalten?“ In diesem Fall wäre es ein Konflikt um die Güterverteilung. Oder aber: „Wir wollen eine optimale Ausbildung. Wie stellen wir das an?“ So wäre es ein Mittelkonflikt. Als nächstes müsse der Konfliktpartner explizit benannt werden. Dabei verweist Prof. Dr. Weller darauf, dass er bei einer Schnellrecherche kein Statement des Wissenschaftsministeriums zum Studentenstreik finden konnte. Daraus ergäbe sich die Frage, ob der Minister überhaupt wisse, dass er ein Konfliktpartner sei.
Im nächsten Sinnabschnitt geht es um die Konfliktbearbeitung innerhalb einer demokratischen, rechtsstaatlichen Gesellschaft, die aus historischen Erfahrungen Formen der friedlichen Konfliktlösung entwickelt hat. Hierbei sei klar herauszustellen, dass der Konflikt an sich durchaus zulässig sei.
Im Bezug auf den Streik hieße dies, dass die Studierenden das Problem bisher individuelle behandelt haben, über Austausch jedoch einen strukturellen Konflikt identifiziert hätten und sich nun Gedanken über die Bewältigung, im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel, machen müssten. Aufgrund der Tatsache, dass es sich um ein strukturelles Problem handle, sei auch die Gesellschaft gefordert nach einer Lösung zu suchen.
Abschließend verweist Prof. Dr. Weller auf das Buch „Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat“ von Henry David Thoreau. Dieser weigerte sich in einer Zeit, in der in den USA die Sklaverei noch legal war, an diesen Staat, der aus seiner Sicht Unrecht beging, Steuern zu entrichten. Nach seiner Inhaftierung wurde er jedoch von Freunden, durch Nachzahlung seiner Steuern, aufgehoben. Thoreau war jedoch nicht etwa erfreut darüber, denn seiner Meinung nach gingen seine Gedanken über die engen Mauern des Gefängnisses hinaus und veränderten das Bewusstsein seiner Gesellschaft.
„In ungerechten Verhältnissen ist der einzig angebrachte Platz für einen gerechten Menschen das Gefängnis.“

Einladung zur Ringvorlesung am Dienstag

Auch am Dienstag haben wir eine spannende und interessante Ringvorlesung auf dem Plan. Wir konnten Frau Dr. Brake (Soziologie) für einen Vortrag gewinnen:


Bildungsgerechtigkeit im Hochschulwesen. Die Illusion der Chancengleichheit revisited

Die Vorlesung beginnt am Dienstag um 16 Uhr, wir freuen uns über zahlreiche Besucher.

Zusammenfassung: Montag, 23.11. 08:30

Tagesschau

  1. Open Mic
  2. Berichte aus den AGs
  3. Ordnung und Sauberkeit
  4. Verfahren mit Hinwegsetzen über Strukturen
  5. Sonstiges

Tagesordnungspunkt 1: Open mic - Ankündigung Ringvorlesung


  • Ringvorlesung mit Prof. Dr. Weller findet heute um 12.00 Uhr statt
  • Ringvorlesung mit Prof. Dr. Voigt findet übermorgen, Mittwoch, 25.11.09, um 10.00 Uhr statt – nicht heute

Tagesordnungspunkt 2: Anfrage Prof. Dr. Wiater

  • Prof. Dr. Wiater hat bei AG Kommunikation angefragt, ob er heute eine Vorlesung halten könne
  • die Anfrage wurde an AG Ringvorlesung weitergeleitet
  • AG Vorlesung hat sich noch nicht rückgemeldet
  • Prof. Dr. Wiater ist in H2 ausgewichen

Tagesordnungspunkt 3: Zusammenfassung der gestrigen Ergebnisse


Ankündigung: Universität Würzburg lädt ein am Mittwoch (Vorstellung des Forderungskatalogs)

Tagesordnungspunkt 4: Berichte aus den AGs

  • AG Ringvorlesung - siehe Open mic
  • AG Recht - keine Neuigkeiten
  • AG Mobilisierung


    • Transparente lösen sich ab
    • Vorschlag, mit Megafon zu mobilisieren
    • kurzer Bericht: wir wirken nach außen negativ
    • Vorschlag: Gespräch suchen


  • AG Veranstaltung - Abendprogramm: Kabarett und anschließend Diskussion
  • AG Presse - Aktueller Stand der Besetzungen an anderen Unis, solidarische Grüße aus Illinois

Tagesordnungspunkt 5: Ordnung und Sauberkeit


Aufforderung: Für die eigene Müllbeseitigung und den Abwasch soll bitte jede/r selbst sorgen, und mit den Räumlichkeiten sorgsam umgegangen werden.

Tagesordnungspunkt 6: Verfahren mit Hinwegsetzen über Strukturen


  • Anmerkung: Prof. Dr. Wiater hat heute noch eine zweite Vorlesung
  • Vorschlag: seine Lektüre zu studieren, um Diskussion anzuregend
  • Vorschlag: weiter mobilisieren und an StudentInnen appellieren
  • Abstimmung


    1. Diskussion mit Prof. Dr. Wiater
    2. Versuch Ringvorlesung nach hinten zu verschieben
    3. Beides miteinander zu kombinieren (Mehrheit)


Tagesordnungspunkt 7: Sonstiges

  • Aktionstag: weitere Diskussion über Inhalte und Aktionen, keine Demo
  • Es gibt die Möglichkeit, Statements auf Video aufzunehmen – dient als Meinungsbild und wird nicht veröffentlicht
  • Abstimmung: Plakat wird erstellt, um die Ringvorlesung mit Prof. Dr. Weller anzukündigen

Bilder und Videos

Bilder



Fotos vom Dienstag




Fotos vom Mittwoch




Plakatierung an der Uni




Demo am Freitag




Eindrücke



Hintergrundbilder

Bildungsdemo am 10. Dezember

Radiomitschnitte

wir zu Gast beim Campusradio Kanal C

Videos



Videos der Besetzung

Demonstration am 17.11.

Bildungsstreik-Demo am 10.12.

Podiumsdiskussion mit Vertretern der Politik


Das Video wird in diesem Absatz eingebunden



Workshop: Adorno

Das Video wird in diesem Absatz eingebunden

Videos zur Demonstration am Dienstag, 17.11.

Hier eine Zusammenstellung von Videos über unsere Demonstration am Dienstag, 17.11. Die Videos gedreht und veröffentlicht haben ihre jeweiligen Autoren. Wir bieten sie hier als Sammlung in Form einer Playlist an:

Zusammenfassung: 22.11. 18:30

Tagesordnung

  1. Formalia: Abstimmungsordnung
  2. Open Mic
  3. Grundlage zum Thema Hausverbot
  4. Videoreportage zur einwöchigen Besetzung am Dienstag, den 24.11.09
  5. Besuch aus Salzburg


  6. Inhalte und Vernetzung
    • Besuch der Unileitung
    • Delegation Würzburg
    • Forderungen


  7. Bericht AG’s
    • AG Veranstaltung
    • AG Versorgung
    • AG Presse
    • AG Ringvorlesung
    • AG Mobilisierung
    • AG Recht
    • AG Versorgung


  8. Sonstiges


Tagesordnungspunkt 1: Abstimmungsregeln

Vorgefertigte Abstimmungsregeln werden durchgelesen (Hier nur Kurzfassung):
  • 2/3 Mehrheit mit „gesundem Menschenverstand“, d.h bei vom Plenum als gering gewichteten Abstimmung kann mit einer einfachen Mehrheit abgestimmt werden.
  • es werden nur JA-NEIN Stimmen gezählt
  • abgestimmt wird ausschließlich in einberufenem Plenum
  • Morgens wird ab jetzt immer Organisatorisches geklärt, im Abendplenum werden die Inhalte besprochen.

Tagesordnungspunkt 2: Open Mic

  • rechtliche Grundlage zum Thema Hausverbot
    • Hausverbot kann nur 3-4 Tage aufrecht erhalten werden, Studium also nicht gefährdet
    • Uni macht Gebrauch vom Hausrecht, ist allerdings an Bedingungen geknüpft
    • Polizei: 3 Aufforderungen, dann Räumung; wenn Widerstand: strafrechtliche Konsequenzen
    • Anzeige nicht möglich bei bloßem Widerstand gegen Staatsgewalt
  • Videoreportage zur einwöchigen Besetzung am Dienstag, den 24.11.09: Über die bisherige Entwicklung wird es eine Videoreportage geben, da am Dienstag der Hörsaal eine Woche besetzt ist.
  • Besuch aus Salzburg
  • Grüße aus Uni Salzburg durch Anwesenden, weitere Informationen über Aktionen der dortigen Universität: http://www.unibrennt-salzburg.org

Tagesordnungspunkt 3: Inhalte und Vernetzung

  • Besuch Unileitung
    • Besuch der Unileitung heute morgen: Prof. Wiater verlangte Forderungen, um damit arbeiten zu können.
    • Vermutung, dass wie in München und Würzburg auch auf uns Druck ausgeübt wird, damit die Besetzung bald vorbei ist
    • Allgemeine Stimmung im Plenum: wir lassen uns nicht unter Druck setzen, werden weiterhin in unserem Tempo an unseren Forderungen arbeiten.
    • Stellungnahme über Reaktion der Unileitung auf die ersten groben Forderungen wird verlangt, zusätzlich Informationen über bereits laufende Reformen, damit wir besser informiert sind.
  • Delegation Würzburg
    • Am kommenden Mittwoch, den 25. November, kommt der Landeswissenschaftsminister Heubisch in die Uni Würzburg. Diese hat dazu aufgefordert, Delegationen zu entsenden.
    • Am kommenden Dienstag soll ein gemeinsamer Forderungskatalog der besetzten Unis in Bayern erstellt werden , um ihn Heubisch am Mittwoch zu präsentieren.
    • Grundstimmung: Wir wollen uns dafür einsetzen, dass die Forderungen „vorläufig“ genannt werden, weil wir nichts überstürzen wollen, womit wir den selben Fehler wie bei der Einführung des Bachelor- /Mastersystems wiederholen würden.
  • Forderungen
    Diskussionspunkte sind u.a.:
    • Selbstbestimmte Ausgestaltung des Studienverlaufs
    • keine Nachteile durch studienbezogene Auslandsaufenthalte, sondern deren Förderung
    • keine soziale Selektion im gesamten Bildungssystem
    • Abbau von Zulassungsbeschränkungen
    • weg vom oberflächlichen Lernen, hin zum fundierten Wissen
    • BAföG für alle / unbürokratisches BAföG
    • völlige Transparenz bei Finanzen und Verwaltung
    • für eine verfasste Studierendenschaft
    • Abschaffung der Studienbeiträge
    • Reform oder Abschaffung des Bachelor-/ Mastersystems

    Im Plenum: Bemängelung einiger Formulierungen, inhaltliche Zustimmung. Die AG Formulierung hat die Änderungsvorschläge aufgenommen und wird diese bearbeiten.

Tagesordnungspunkt 4: Bericht AGs

  • AG Veranstaltung: Band fällt aus, da Totensonntag, evtl. Film
  • AG Versorgung: Dank an unsre Köche, Mitarbeiter gesucht!
  • AG Presse: Dozenten werden gebeten, Ausweichtermine/ -orte per Mail zu übermitteln, damit diese veröffentlicht werden können
  • AG Ringvorlesung:
    • Montag, 13.00 Uhr: Professor Weller (Politik)
    • Dienstag, 10.00 Uhr: Professor Vogt (Philosophie)
  • AG Mobilisierung: viele Banner- und Plakataktionen
    • Bericht der Banneraktion beim heutigen Fussballspiel
    • Gestaltung weiterer Banner nach dem Plenum


  • AG Recht: Selbstdefinition: Die AG klärt für AG Inhalt und AG Akkreditierung Sachlagen und ist nur für juristische Fragen zuständig!!!


  • AG Versorgung: verderbliche Lebensmittel sollen gekühlt werden, ein Kühlschrank wird organisiert


Tagesordnungspunkt 5: Sonstiges

  • Schüler: Antrag im Landtag auf Stellungnahme, die an Schulen geschickt wurde
  • Es wird erneut gebeten auf Ordnung und Sauberkeit zu achten!!!